Warning: Undefined array key "HTTP_X_FORWARDED_PROTO" in /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-config.php on line 82 Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-config.php:82) in /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-includes/feed-rss2.php on line 8 Ferien & Freizeit – Petrolhead.ch https://petrolhead.ch Petrolhead.ch – Das Schweizer Autofahrerblog Sun, 24 Aug 2025 19:28:40 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.3 Beim Ferrari-Treffen Aarberg 2025 sind die XXer los https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/beim-ferrari-treffen-aarberg-2025-sind-die-xxer-los/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=beim-ferrari-treffen-aarberg-2025-sind-die-xxer-los https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/beim-ferrari-treffen-aarberg-2025-sind-die-xxer-los/#respond Sun, 24 Aug 2025 19:28:40 +0000 https://petrolhead.ch/?p=3862 [Weiterlesen]]]> Am Ferrari-Treffen Aarberg am 17. August 2025 ist ein Modell besonders herausgestochen: der Ferrari SF90 XX, Ferraris erstes XX-Modell mit Strassenzulassung. Ob im klassischen Rot oder in anderen Farben: Hier blieben Jung und Alt stehen, um genauer hinzuschauen. In zwei Videos zeige ich Euch Impressionen vom Stadtplatz in Aarberg und den Auftakt zur Rundfahrt um den Neuenburgersee.

Bisher waren die XX-Modell von Ferrari der Rennstrecke vorbehalten. Mit dem FXX überraschte Ferrari vor 20 Jahren alle: Nur 30 Stück wurden gebaut, der 30. ging an Michael Schumacher. Mit dem FXX K folgte vor 10 Jahren das Nachfolgemodell. Auch die dabei produzierten 32 Stück sind nicht für den Strassenverkehr zugelassen. Dazwischen gab es eine Rennversion des Ferrari 599, den 599XX.

Der Ferrari SF90 XX ist das erste XX-Modell mit Strassenzulassung. Er unterscheidet sich vom normalen SF90 durch eine gesteigerte Leistung (1030 statt 1000 PS), eine verbesserte Aerodynamik mit einem markanten feststehenden Heckflügel, ein rennstrecken-optimiertes Fahrwerk mit ABS EVO und einer speziellen Boost-Funktion für mehr Leistung am Kurvenausgang. Neben dem Heckflügel wurden auch frontale S-Ducts und optimierte Lufteinlässe in den Kotflügeln integriert, um Abtrieb und Durchströmung zu verbessern. Insgesamt erzeugt die XX-Version doppelt so viel Abtrieb wie der normale SF90 und beschleunigt in 2,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der SF90 XX wurde in einer deutlich höheren Stückzahl hergestellt als die bisherigen XX-Modelle. Trotzdem sind die 799 Exemplare des Stradale und 599 des Spider (natürlich) bereits ausverkauft.

Gleich drei Ferrari SF90 XX haben die Besucherinnen und Besucher in Aarberg begeistert. Rot ist die klassische Ferrari-Farbe. Mit den schwarzen und Karbon-Elementen ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild.

Aber auch in Weiss mit dunkelblauer Kontrastfarbe wirkt das Auto sehr chic.

Den speziellsten SF90 XX als offener Spider in einer Art Skarabäusgrün mit der Zahl «05» auf der Seite fuhr der Basler Ferrari-Händler Niki Hasler.

Grün war auch die Wunschfarbe anderer Ferraristi auf dem Platz. Besonders hervorgestochen ist ein froschgrüner Ferrari Roma, der aus dem Kanton St. Gallen ins Berner Seeland gefahren ist.

Daneben schon dezent wirkte der dunkelgrüne Ferrari F8 Tributo mit Aargauer Nummernschildern. Das «Verde British» ist eine offizielle Farbe, die ab Werk erhältlich ist.

Automobile Németh stellt in Aarberg jeweils auch immer die neuesten Modelle aus. Besonders interessiert hat mich dabei der Ferrari 12Cilindri, den ich bisher nur von Fotos kannte. Der «Dodici Cilindri» ist das Nachfolgemodell des Ferrari 812. Mit seiner langen Front, den geschwungenen Kotflügeln und dem schwarzen Balken (statt Plexiglas) zwischen den Lichtern erinnert er stark an den Ferrari 365 GTB/4 Daytona.

Aber natürlich haben auch die übrigen der gut 200 Ferraris auf dem Stadtplatz begeistert, wobei ich das Gefühl hatte, dass weniger ältere Fahrzeuge zu sehen waren als sonst. Hier meine Impressionen:

Kurz nach 14 Uhr stellte eine Security-Mitarbeiter das Absperrgitter vor der Holzbrücke zur Seite, und wenig später startete der Corso um den Neuenburgersee. Im ersten Fahrzeug führte wie immer Josef Németh die Rundfahrt an. Dieses Jahr fuhr er einen Ferrari 488 Spider. Hier der ganze Corso im Video:

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Ein Requiem für den Auto-Salon Genf https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/ein-requiem-fuer-den-auto-salon-genf/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ein-requiem-fuer-den-auto-salon-genf https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/ein-requiem-fuer-den-auto-salon-genf/#respond Sat, 02 Mar 2024 23:21:16 +0000 https://petrolhead.ch/?p=3763 [Weiterlesen]]]> Der Auto-Salon Genf ist zurück – und enttäuscht. Vom einstigen Spektakel mit vielen Neuheiten und einer grossen Auswahl aller Marken, aus denen man sich nächstes Auto auswählen konnte, ist nichts mehr übrig. Wir berichten von der Begräbnisfeier.

Alle fehlen. Alle bis auf einen: Renault ist als einziger bekannter Autohersteller am Auto-Salon 2024 vertreten, inklusive seiner rumänischen Tochtermarke Dacia, und stellt hier den neuen Renault 5 vor. Das Elektroauto im Retro-Design gefällt. Den Baguette-Halter habe ich beim Probesitzen allerdings nicht gefunden, und eines hat mich besonders gestört: Obwohl das Auto deutlich grösser ist als das Original, fühlt es sich sehr klein an. Als ich hinten einsteigen will, stosse ich zuerst mit dem Kopf gegen das Dach und bekomme dann meine Beine nicht hinein, so eng ist hier der Platz bemessen.

Daneben nutzen bisher kaum bekannte Hersteller und chinesische Tesla-Kopien die Gelegenheit, um auf den Schweizer und europäischen Markt zu drängen. Das klappt. Da die bekannten Automarken abwesend sind, stossen sie mangels Alternativen auf Interesse.

Und eigentlich war es das auch bereits mit dem Auto-Salon Genf 2024. Spätestens nach einer Stunde hat man die Aussteller gesehen, die sich auf knapp 20% der bisherigen Fläche präsentieren.

Um trotzdem wenigstens zwei der sieben Messehallen-Bereiche zu füllen – der Rest ist mit grossen Raumteilern und Vorhängen abgetrennt – gibt es im oberen Stock grosse Sitzbereiche und eine bunt zusammengewürfelte Ausstellung mit Auto-Klassikern, Sportwagen und Oldtimern. Die Ausstellung ist nett und beinhaltet auch ein paar meiner Lieblings-Autos. Aber wenn ich ein Auto-Museum hätte besuchen wollen, wäre ich zur Collection Schlumpf im französischen Mühlhausen oder zur Autobau Erlebniswelt in Romanshorn gefahren.

Hier im oberen Stock sieht es dann doch noch ein bisschen nach Auto-Salon aus: Weil alle grossen Marken fehlen, haben die Organisatoren die sieben Finalisten des «Auto des Jahres» hingestellt. Dieses wird jeweils in Genf von einer europäischen Jury gewählt. Die Besucherinnen und Besucher umschwärmen die sieben Autos wie die Motten das Licht. Sie benutzen diese einzige Gelegenheit, doch noch in ein «normales» Auto zu sitzen, das sie vielleicht kaufen möchten. Neben dem Gewinner Renault Scenic sind das ein BMW 5er-Serie, BYD Seal, Kia EV9, Peugeot E-3008, Toyota C-HR und Volvo EX30.

Lohnt sich der Besuch am Auto-Salon Genf 2024? Kurz gesagt: Nein. Und die Verantwortlichen hätten sich besser an der Weisheit der Dakota-Indianer orientiert, die besagt: «Wenn du ein totes Pferd reitest, steig ab.» Doch dank wohl unerschöpflichem Geld aus Katar, wo der Genfer Auto-Salon nun ebenfalls stattfindet, wird er sicherlich auch weiterhin durchgeführt – als Schatten dessen, was er mal war.

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111 Jahre Automobilgeschichte an den Swiss Classic Car Days in Oberdiessbach https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/111-jahre-automobilgeschichte-an-den-swiss-classic-car-days-in-oberdiessbach/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=111-jahre-automobilgeschichte-an-den-swiss-classic-car-days-in-oberdiessbach https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/111-jahre-automobilgeschichte-an-den-swiss-classic-car-days-in-oberdiessbach/#respond Sun, 24 Sep 2023 20:32:24 +0000 https://petrolhead.ch/?p=3745 [Weiterlesen]]]> Am 16. und 17. September 2023 fanden im Schlosspark in Oberdiessbach die Swiss Classic Car Days 2023 statt. Nach der Auktion am Samstag wurde am Sonntag ein Concours d’Elégance durchgeführt – ein eigentliches Oldtimer- und Youngtimer-Treffen. Dieses habe ich besucht und mit mehreren Besitzern gesprochen, die mir mehr über ihre Autos erzählt haben. Besonders beeindruckt hat der 111-jährige American LaFrance Typ 12.

Was für ein schöner Ort! Das Schloss Oberdiessbach ist wirklich ein perfekter Ort für ein Autotreffen. Entlang der Allee parkieren Besucherinnen und Besucher, während die Rasenflächen auf zwei Ebenen ein idealer Untergrund sind, um die Oldtimer und Youngtimer zu präsentieren. In meinem Video stellen mehrere Autobesitzer ihre Fahrzeuge vor.

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Ferrari-Treffen Aarberg 2023: Heisser als das Wetter sind nur die Autos https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/ferrari-treffen-aarberg-2023-heisser-als-das-wetter-sind-nur-die-autos/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ferrari-treffen-aarberg-2023-heisser-als-das-wetter-sind-nur-die-autos https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/ferrari-treffen-aarberg-2023-heisser-als-das-wetter-sind-nur-die-autos/#respond Mon, 21 Aug 2023 19:56:12 +0000 https://petrolhead.ch/?p=3617 [Weiterlesen]]]> Am 20. August 2023 fand das diesjährige Ferrari-Treffen Aarberg statt. Und hat wieder viele Ferraris und Ferrari-Fans auf den malerischen Stadtplatz gelockt. Schattenplätze waren an diesem Hitzetag rar. So trugen einige Cabrios einen Sonnenschirm oder einen anderen Sonnenschutz. Abkühlung bot nur der Fahrtwind auf dem Corso um den Neuenburgersee. In zwei Videos zeige ich Euch Impressionen vom Stadtplatz und den Auftakt zur Rundfahrt.

Schade. Scheinbar waren ein Ferrari Monza SP2 und ein LaFerrari schon wieder weg, als ich auf dem Stadtplatz eingetroffen bin.

Mit dem Ferrari aufgewachsen

Eine besondere Freude war die Begegnung mit Peter Schmitz. Sein dunkelroter Ferrari 250 GTE von 1961 ist mir schon letztes Jahr aufgefallen – und auch seinen Mitfahrern Nadja und Laurent, die ihn dank meinem Video kennengelernt haben. So schön! Sein Vater hat das Auto neu gekauft, als Peter Schmitz drei Jahre alt. Schon als kleiner Bub ist er auf dem Rücksitz mitgefahren und zusammen mit dem Auto aufgewachsen, das bis heute im Familienbesitz bleibt. Hoffentlich noch lange!

Der 62 Jahre alt Ferrari ist das älteste Auto auf dem Platz, gefolgt vom silbernen Ferrari 365 GT 2+2, der von 1967 bis 1971 gebaut wurde und auch «Queen Mary» genannt wird.

Aufreihen zum Corso

Kurz vor 13:30 Uhr fährt Josef Németh vor das Absperrgitter bei der Holzbrücke. Wie immer führt er den Corso rund um den Neuenburgersee an. Dieses Mal ist er in einem eleganten Ferrari Roma unterwegs. «Eher zufällig», wie er mir verrät, obwohl der Roma zu seinen Lieblings-Ferraris gehöre. Der Patron von Németh Automobile und Organisator der Ferrari-Treffen in Aarberg ist auch mit diesem 24. Treffen sehr zufrieden. Auch wenn er ein wenig enttäuscht ist, dass er trotz seinen Bemühungen noch keinen Ferrari Purosangue zeigen kann. «Der erste SUV von Ferrari wird erst nächsten Monat geliefert.»

Und dann beginnt die Rundfahrt. Auf den Trottoirs der Holzbrücke stehen schon viele Leute bereit, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Denn hier hört man die Ferraris besonders schön. Und so lassen so manche Fahrerinnen und Fahrer den Motor aufheulen. Mein Video zeigt den Corso beim Verlassen der Holzbrücke:

Hier weitere Impressionen vom Stadtplatz Aarberg zur Mittagszeit:

Und danke für das Selfie!

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40 Jahre Knight Rider und K.I.T.T. https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/film-fernsehen/40-jahre-knight-rider-und-kitt/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=40-jahre-knight-rider-und-kitt https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/film-fernsehen/40-jahre-knight-rider-und-kitt/#respond Mon, 26 Sep 2022 17:38:15 +0000 http://petrolhead.ch/?p=167 [Weiterlesen]]]> Knight Rider, die Fernsehserie mit David Hasselhoff und seinem sprechenden und selbst fahrenden schwarzen Pontiac Trans Am, feiert ihren 40. Geburtstag. Ich gratuliere herzlich zum Jubiläum und werfe einen Blick auf K.I.T.T.

K.I.T.T.

Ich verbinde viele schöne Kindheitserinnerungen mit «Knight Rider«. Ich habe die Fernsehserie schon geschaut, als wir zu Hause noch gar keinen Fernseher hatten. Da bin ich halt einfach mit dem Velo zu meinen Grosseltern gefahren. Mein Grossvater hat mich jeweils ermahnt, den Fernseher nicht zu laut einzustellen, aus Rücksicht auf die Nachbarn im Mehrfamilienhaus, während meine Grossmutter das Zvieri holte. Ein absoluter Höhepunkt war dann die Ferienreise in die USA, wo wir in den Universal Studios in K.I.T.T. hineinsitzen und mit ihm sprechen durften. Ich wollte natürlich als erstes wissen, wo sich die Knöpfe für den «Super Pursuit Mode» und den «Turbo Boost» befinden.

Ich in K.I.T.T. – 1990 Universal Studios Hollywood

Meine Begeisterung für Knight Rider ist auch als Erwachsener ungebrochen. So habe ich zum 40-Jahre-Jubiläum der Fernsehserie am 26. September 2022 ein Jubiläumsvideo erstellt. Neben Kindheitserinnerungen enthält das Video auch Interviews mit drei sehr unterschiedlichen K.I.T.T.-Besitzern.

Mehr als ein 1982er Pontiac Trans Am

Ende 1981 stellte Pontiac die dritte Generation ihres Firebirds vor. Im Gegensatz den bisherigen Modellen mit den schönen Rundungen war es ein für die damalige Zeit ziemlich futuristisches Design mit vielen Ecken und Kanten. Dazu gehörten auch eine stark geneigte Frontscheibe, eine grosse Heckscheibe und Klappscheinwerfer, die eine abgerundete Front und damit eine sehr aerodynamische Form möglich gemacht haben. Das Auto war kürzer, schmaler und leichter als sein Vorgänger. Wie bisher schon stellte die «Trans Am»-Ausführung das Performance-Modell dar, wobei der 8-Zylinder-Motor mit fünf Litern Hubraum lediglich 165 PS leistete.

Und natürlich wurde für die Fernsehserie mehr als nur ein Auto benötigt. Denn bei den vielen Sprüngen wurden die Stunt Cars regelmässig zerstört. Das lässt sich auf dem Bildschirm jeweils von der Flugbahn her schon erahnen, bevor die Kamera zu Michael und wechselnden Beifahrerinnen und Beifahrern wechselt, die beim Aufsetzen nur leicht durchgeschüttelt werden. Pontiac stellte viele Trans Ams kostenlos zur Verfügung, da diese beim Transport oder anderswo beschädigt wurden und nicht mehr verkauft werden konnten. Praktischerweise reichte es aus, einfach noch die berühmte Nase mit dem Scanner-Lauflicht zu ergänzen. Nur das Hauptauto erhielt für die Nahaufnahmen die komplette Innenausstattung. Ein weiteres Armaturenbrett wurde im Fernsehstudio aufgebaut.

K.I.T.T.

K.I.T.T.

Visionär – selbst heute noch

Die Macher der Fernsehserie ersannen zum futuristischen Aussehen des Autos auch einen futuristischen Antrieb. Das Düsentriebwerk mit modifizierten Nachbrennern läuft vor allem mit Wasserstoff, kann aber auch mit jeder brennbaren Flüssigkeit betrieben werden, sogar mit normalem Benzin. Über das computergesteuerte 8-Gang-Getriebe erreicht K.I.T.T. damit eine für die damalige Zeit unvorstellbare Beschleunigung von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (knapp 100 km/h) in 2 Sekunden, während die Fahrt gleichzeitig verhältnismässig umweltschonend erfolgt. Seine Höchstgeschwindigkeit liegt bei 300 Meilen pro Stunde. Im richtigen Leben wurde dieser Rekord erst im Jahr 2019 vom Bugatti Chiron Super Sport gebrochen.

In der vierten Staffel erhält K.I.T.T. den «Super Pursuit Mode», der dank verbesserten Raketen-Boostern und ausfahrbaren Spoilern für eine um 40% erhöhte Geschwindigkeit sorgt. Da hat Bugatti Pech gehabt.

In der Schweiz nicht erlaubt

Überall auf der Welt gibt es Fans, die einen Pontiac Trans Am zu K.I.T.T. umbauen. Ihnen setzen die Vorschriften in der Schweiz Grenzen. So ist das Gullwing-Lenkrad in der Schweiz nicht für den Strassenverkehr zugelassen, weil es nicht durchgehend rund ist. Damit herumfahren darf man also höchstens auf einem privaten Gelände.

K.I.T.T.

Auch das Lauflicht an der Front darf während der Fahrt nicht laufen und muss so verkabelt sein, dass es sich nur bei Stillstand aktivieren lässt. Dasselbe gilt wohl für allfällige drehbare Nummernschildhalter. Viele verbinden die Steuerungseinheiten deshalb mit der Handbremse. Zudem darf die rote Plexiglas-Scheibe nicht reflektieren, weshalb sie für eine Fahrt auf der Strasse häufig abgedeckt wird.

K.I.T.T.

Hingegen müssen sich hinten am Auto Reflektoren befinden. Zudem dürfen die Lichter und Blinker nicht abgedeckt werden, was in der Regel daran hindert, auf der Rückseite das schwarze Band anzubringen. Apropos Blinker: Die Fans haben sich verschiedene Lösungen einfallen lassen, wo sie die vorderen Blinker befestigen.

K.I.T.T. Marke Eigenbau

Die originalgetreueste Replica in der Schweiz – da sind sich alle, die ich dazu befragt habe, einig – haben die Brüder Roland und Michael Hirter aus Lyss im Berner Seeland gebaut. In ihrem Pontiac sass ich zum ersten Mal vor zwölf Jahren, als viele Teile noch ihre Originalfarbe hatten. Das Dreamteam aus Automechaniker und Elektrotechniker hat es sogar fertig gebracht, die LED-Leiste bei den Türgriffen nachzubauen, die je nach Berechtigung grün oder rot aufleuchten. Und das drehbare Nummernschild. Ihren Swiss K.I.T.T. haben sie in der Zwischenzeit verkauft, mit einem unbekannten neuen Besitzer, der auf meine Anfrage leider nicht reagiert hat.

Swiss K.I.T.T.

Swiss K.I.T.T.

Swiss K.I.T.T.

Joel hat den Umbau seines Trans Am sehr genau auf seiner Website swissknight2000.ch dokumentiert. Dort stellt er auch viele Links zu Anbietern von Umbauteilen und der Elektronik bereit. Joel gefällt ein schwarzer Innenraum besser, und auch sonst hat er seinem K.I.T.T. seine ganz persönliche Note verliehen.

Zusammen mit seinen Freunden baut Mani in ihrer Garage MyCineCars Autos zu Filmfahrzeugen um! Seinen K.I.T.T. hat er als halb umgebaute Replica angekauft und tauscht nun aus, was ihm noch nicht gefällt. Aber sie haben auch Pontiacs schon komplett selbst umgebaut. Und ihre nächsten Projekte sehen unglaublich spannend aus. Von ihm und seinen Umbauten haben wir sicher nicht zum letzten Mal gehört!

Michael aus Deutschland tritt mit seinen Filmautos von rent-a-moviecar.de an Veranstaltungen auf und war zum Beispiel auch schon bei «Deutschland sucht den Superstar» zu sehen. Oder als Statist in der Netflix-Serie King of Stonks. Für ihn ist K.I.T.T. ein Arbeitsgerät, mit dem er als Selbständigerwerbender Geld verdienen muss. So habe ich ihn auch während der Arbeit besucht – am Stand der Polizei an einer Auto-Ausstellung in Basel.

Meine Interviews mit Joel, Mani und Michael findet Ihr in meinem Knight Rider Jubiläumsvideo.

Und ich?

Für mich bleibt der eigene K.I.T.T. ein Traum – zumindest in Originalgrösse. Ich muss mich mit dem Modellauto begnügen… und dem Lauflicht, das ich vor bald 20 Jahren schon mal vorsorglich gekauft hatte.

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Schön, schnittig, speziell: Das sind die Gewinner am ACS Concours d’Excellence International 2022 https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/schoen-schnittig-speziell-das-sind-die-gewinner-am-acs-concours-dexcellence-international-2022/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=schoen-schnittig-speziell-das-sind-die-gewinner-am-acs-concours-dexcellence-international-2022 https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/schoen-schnittig-speziell-das-sind-die-gewinner-am-acs-concours-dexcellence-international-2022/#respond Mon, 12 Sep 2022 12:30:46 +0000 https://petrolhead.ch/?p=3417 [Weiterlesen]]]> Ein grosser Erfolg für Monteverdi: Der Schweizer Autobauer heimst gleich zwei Preise ein und gewinnt damit nicht nur in seiner Kategorie, sondern wird auch von den Teilnehmenden zum schönesten Auto gewählt. Der Publikumspreis geht an an einen Rolls-Royce Silver Ghost, der dieses Jahr seinen 100. Geburtstag feiert.

Nach einer Corona-bedingten Zwangspause konnte der Schönheitswettbewerb für Automobile, der «ACS Concours d’Excellence International», am 9. und 10 September 2022 erneut stattfinden. Nach einer Stadtrundfahrt durch die Stadt Luzern mit verschiedenen Stationen trafen die rund 50 Fahrzeuge wieder im Verkehrshaus ein. Hier wurden sie von einer Fachjury bewertet – und vom Publikum im Verkehrshaus. Gerade die Kleinen haben daran grosse Freude und und nehmen ihre Aufgabe ernst: Ein Kind hat schon die Autotüre geöffnet, als sein Vater es gerade noch davon abhalten kann, in den gelben DeTomaso Pantera einzusteigen.

Die Fahrzeuge sind ein buntes Sammelsurium der Automobilgeschichte. Dazu gehört genauso ein Rolls-Royce 40/50 HP Silver Ghost von 1922 wie ein Hundert Jahre jüngerer Aston Martin Valkyrie mit Jahrgang 2022. Sie nehmen in verschiedenen Kategorien am Wettbewerb teil.

Kategorie A: Offene Automobile 1920-1945

Der Gewinner steht gleich neben dem Tisch mit den Preisen: Der Bugatti Type 50 Roadster aus dem Jahr 1931 ist die sportliche Version des Type 46. Sein Acht-Zylinder-Motor mit fünf Litern Hubraum leistet 225 PS. Nur ungefähr 65 Fahrzeuge wurden davon gebaut, was das Auto sehr selten macht. Dieses Exemplar gehört der Pearl Collection in Baar, die daneben auch zwei Bugatti Chiron angemeldet hat. Der Chiron wurde bekanntlich nach dem Rennfahrer Louis Chiron benannt, der für Bugatti auch mit dem Type 50 Roadster Rennen fuhr (mit einem auf 275 PS leistungsgesteigerten Motor).

Kategorie B: Offene Automobile 1946-1965

Der Preis geht an den Porsche 356 aus dem Jahr 1949. Der 356 ist das erste Serienmodell von Porsche, und das hier das Urmodell mit der zweigeteilten Windschutzscheibe aus Sekuritglas mit Mittelsteg. Interessant ist die durchgehende Sitzbank für Fahrer und Beifahrer – Einzelsitze waren damals nur auf Wunsch lieferbar – und das weisse Lenkrad aus Bakelit. Das Auto hat übrigens noch keine Benzinstandanzeige. Der muss mit einem Holzstab mit Kerben gemessen werden, der in den Tank gehalten wird. Der Vier-Zylinder-Motor leistet je nach Ausführung zwischen 40 und 70 PS.

Kategorie C: Offene Automobile ab 1966

Die Jury vergibt den Preis an den weissen Alvis Graber TF 21 von 1968. Inmitten der anderen Autos wird er leicht übersehen, obwohl es sich dabei um ein ganz spezielles Fahrzeug handelt. Alvis war ein britischer Luxusauto-Hersteller, der 1967 von Rover übernommen wurde. Der TF 21 war sein letztes Modell. Hier ausgestellt ist aber nicht etwa das Serienmodell, sondern eine von der Carrosserie Graber überarbeite Sonderkarosserie. Hermann Graber in Wichtrach im Kanton Bern hatte sich auf Alvis-Fahrzeuge spezialisiert, und versah sie mit eigenen Karosserien, die meist einen sportlicheren Eindruck machten als das Serienmodell.

Kategorie D: Geschlossene Automobile 1920-1945

Der grüne Fiat 1500 B aus dem Jahr 1938 konnte sich mit seinem Sieg in dieser Kategorie unter anderem gegen einen Rolls Royce und einen La Salle durchsetzen. Das Modell gehörte zu den ersten Automobilen, die in einem Windkanal getestet wurden. Besonders speziell ist das Auto aber wegen seiner Karosserie von Touring, von der nicht einmal ein Dutzend Exemplare hergestellt wurden.

Kategorie E: Geschlossene Automobile 1946-1965

Auch in dieser Kategorie gewinnt eine Graber-Version eines Alvis, dieses Mal eines TD 21 aus dem Jahr 1961. Besonders gut zu sehen sind die sehr dünnen C-Säulen.

Kategorie F: Geschlossene Automobile ab 1966

Der Monteverdi High Speed 375L mit seinen gestreckten Linien und den eckigen Front- und Heckpartien ist und bleibt ein elegantes, zeitloses Auto, das Präsenz markiert. «Me chunt und me isch en» mit diesem Auto, sagte mir Paul Berger vor ein paar Jahren in einem Gespräch am Auto-Salon in Genf. Der Lebensgefährte von Peter Monteverdi und heutiger Inhaber von Monteverdi konnte sich mit seinem Lieblings-Coupé in dieser Kategorie nicht nur gegen verschiedene andere schöne Autos, sondern auch gegen zwei weitere Monteverdi 375 durchsetzen. Der ebenfalls wunderschöne gelbe 375 S Berlinetta gehört Ruedi Wenger, dem ehemaligen langjährigen Präsident des Monteverdi-Clubs.

Kategorie G: ACS Sport- und Rennwagen 1920-1945

Das französische Maschinenbauunternehmen Salmson hatte sich bereits 1896 auf den Bau von Automobil- und Flugzeugmotoren spezialisiert. Sein für den Rennsport entworfenes Modell AL Grand Sport mit seinem 1-Liter-Vierzylindermotor mit rund 40 PS war extrem erfolgreich. Zwischen 1921 und 1928 erzielte Salmson damit mehr als 500 Siege und 10 Weltrekorde in verschiedenen Disziplinen. Die Grand Sport Spécial (GSS) Version, die in dieser Kategorie der frühen Sport- und Rennwagen gewinnt, hat gegenüber der «normalen» Rennversion ein Viergang-Getriebe. Die Karosserie wurde von den Carrosserie Wenger in Basel hergestellt. Das hier teilnehmende Modell gehörte rund 50 Jahre lang Ruedi Wenger (dem oben erwähnten ehemaligen langjährigen Präsident des Monteverdi Clubs), bevor es 2013 verkauft wurde. Es kann üblicherweise im Automuseum Pantheon Basel bewundert werden.

Kategorie H: ACS Sport- und Rennwagen 1946-1972

Es gelingt dem kleinen Abarth 750 GT Corsa tatsächlich, die starke Konkurrenz zu überholen und auf den ersten Platz zu fahren. Mit seiner leichten Zagato-Karosserie und dem Double-Bubble-Dach ist das Auto ein ganz seltenes Exemplar. Der Name 750 bezieht sich auf den Hubraum, der bloss 0.75 Liter klein ist (grösser als der ursprüngliche 0.6-Liter-Motor von Fiat), aber Erstaunliches leistet. Er ermöglichte dem Abarth einen Dreifachsieg in seiner Klasse im Mille-Miglia-Rennen von 1957.

Kategorie I: ACS Sport- und Rennwagen ab 1973

Plötzlich wird es ganz modern: Der Bugatti Chiron Sport «110 ans» von 2019 siegt in der Kategorie der modernen Sport- und Rennwagen. Sein 16-Zylinder-Motor hat mehr als 10x so viel Hubraum wie der Abarth aus der vorherigen Kategorie. Nur 20 Exemplare wurden in dieser Sonderedition zum 110-Jahre-Jubiläum von Bugatti hergestellt, in einer mattblauen Lackerung mit dem Namen «Steel Blue» und der französischen Trikolore auf den Rückspiegeln und an weiteren Orten – auch auf der Unterseite des beweglichen Heckspoilers, was hier aber nicht gut zu sehen ist (deshalb noch ein Foto vom Auto-Salon Genf 2019). Beide Chirons gehören der Pearl Collection in Baar.

Kategorie J: ASTAG Reisecars

Obwohl ich den elektrischen Omnibus von Tribelhorn aus dem Jahr 1912 interessanter fand, konnte er wohl nicht gewinnen: Er gehört dem Verkehrshaus. So geht der Kategorien-Sieg der Reisecars an den Twin Coach Hercules 38-S-DT mit Jahrgang 1948 der Verkehrsbetriebe der Stadt Luzern.

Kategorie Z: Artcars

Als einziger Teilnehmer in dieser Kategorie gewinnt der Schweizer Künstler Dominik Lipp mit seinem selbst bemalten Porsche F.S.T 986 Art Car.

Entrants Trophy Luzern 2022

In dieser Kategorie konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ACS Concous d’Excellence International einem Fahrzeug (nicht dem eigenen) ihre Stimme geben. Am meisten Stimmen in dieser ganz besonderen Kategorie, sozusagen der Sympathie-Preis der ganzen Veranstaltung, hat erneut der Monteverdi High Speed 375L von Paul Berger erhalten.

Excellence Award Luzern 2022

Auch die Besucherinnen und Besucher im Verkehrshaus durften ihre Stimme abgeben. Ihre Wahl fällt auf den Rolls-Royce 40/50 HP Silver Ghost Piccadilly Roadster aus dem Jahr 1922, der also vor 100 Jahren gebaut wurde. Der Sechs-Zylinder-Reihenmotor mit seinem enormen Hubraum von 7,4 Litern leistet 75 PS. Die Picadilly-Karosserie war eine der schnittigsten und begehrtesten der Zeit und der Inbegriff von Eleganz. Der Roadster verfügt über nur zwei Sitze und einen «Schwiegermuttersitz», eine dünn gepolsterte provisorische Sitzbank, die hinter dem Klappverdeck angeordnet ist. Und einen externen Kofferraum, der tatsächlich aus einem grossen Koffer bestand. Selbstverständlich thront auch hier die für Rolls-Royce typische Figur «Spirit of Ecstasy» auf dem Kühlergrill, wobei sie hier nach links gedreht ist.

Grand Prix d’Excellence Luzern 202

Aus den Siegern der verschiedenen Kategorien bestimmt die Jury einen Gesamtsieger: den Bugatti Type 50 Roadster, Gewinner der Kategorie A.

Weitere spannende Fahrzeuge

Am ACS Concours d’Excellence International haben aber noch viele weitere interessante Fahrzeuge teilgenommen. Zu diesen gehört auf jeden Fall der MBM Sport Sp-100, bei dem es trotz Peter Monteverdis anderweitigen Plänen für eine Rennwagen-Serie bei diesem Einzelstück blieb. Mehr über das spannende Auto mit zwei Getrieben ist im grossartigen «Zwischengas»-Artikel zu lesen.

Auch ohne den grossen Heckflügel gefällt mir der DeTomaso Pantera GTS ausgesprochen gut. Der gelbe Sportwagen mit argentinischen Wurzeln wurde vor genau 50 Jahren gebaut.

Neben dem DeTomaso Pantera parkte ein Opel Manta B GT/E, den ich auf der Teilnehmerliste nicht wiederfinden kann. Mit seiner Zweifarben-Lackierung mit Streifenaufkleber, dem Heckscheibengitter, der Kunststoff-Heckabrisskante und dem stilechten Fuchsschwanz am Rückspiegel lässt dieser Manta die 80er-Jahre voll aufleben!

Das neueste Fahrzeug vor Ort ist der Aston Martin Valkyrie. Der Supersportwagen mit Hybrid-Antrieb wurde erst dieses Jahr gebaut und gehört einer Luxusauto-Firma, die ebenfalls erst dieses Jahr gegründet wurde.

Das Verkehrshaus bot eine passende Kulisse für diesen Schönheitswettbewerb der Automobilwelt. Der ACS Automobil Club der Schweiz hat sich grosse Mühe gegeben, nicht nur die Teilnehmenden zu involvieren, sondern mit dem Malwettbewerb für Kinder und die Bewertung durchs Publikum auch die Besucherinnen und Besucher im Verkehrshaus.

Vielen Fahrzeugen hat man erst auf den zweiten Blick angesehen oder beim Recherchieren herausgefunden, wieso sie zur Elite der Autowelt gehören. Hier hätte ich mir zusätzliche Informationen für interessierte Personen gewünscht. Genauso exzellent fand ich nämlich den Lotus Esprit der ersten Generation, der am Bahnhof Luzern plötzlich hinter uns war, den Lamborghini Huracán, der vor dem Verkehrshaus durchgefahren ist, oder den Morgan Threewheeler, den wir auf dem Nachhauseweg gekreuzt haben.

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Auto/Mobil Basel: Viele Autos von heute, ein paar von morgen https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-mobil-basel-viele-autos-von-heute-ein-paar-von-morgen/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=auto-mobil-basel-viele-autos-von-heute-ein-paar-von-morgen https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-mobil-basel-viele-autos-von-heute-ein-paar-von-morgen/#respond Fri, 02 Sep 2022 21:20:25 +0000 https://petrolhead.ch/?p=3354 [Weiterlesen]]]> Nach einer zweijährigen Pandemie-Pause findet die Auto/Mobil Basel wieder statt! Die Garagen der Region zeigen in der St. Jakobshalle ihr aktuelles Fahrzeugangebot – und einige Schweizer Premieren der Autos von morgen. 250 Neuwagen von 37 Automarken können angeschaut, probegesessen und teilweise auch probegefahren werden.

Die Autos von morgen

Gleich mehrere Fahrzeuge feiern an der Basler Automesse Schweizer Premiere oder sind als Neuheit zu sehen.

Noch zugedeckt: Es ist unklar, worauf der neue Range Rover Sport noch wartet. Wie er aussieht, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Diese dritte Generation wurde im Mai bereits vorgestellt, die Markteinführung folgt in den nächsten Wochen. Hier ist trotzdem erst eine vordere Ecke zu sehen – zumindest als ich die Auto/Mobil Basel 2022 besucht habe.

In der elften Generation wird der Honda Civic erwachsen: Die fünftürige Schrägheck-Limousine kommt nach Japan und Nordamerika im Herbst 2022 auch in Europa auf den Markt. Auch wenn das Auto wohl keine Begeisterung auslöst: Es wird sich trotzdem sehr gut verkaufen. Die Farben auf dem Auto stammen von der Beleuchtung.

Auf ein grosses Interesse stösst der endlich serienreife Microlino – auch wenn viele Besucherinnen und Besucher noch nicht wissen, was das für ein Auto ist. Schon eine Stunde nach der Eröffnung waren die Probefahrten für den Tag ausgebucht. Ich bin hineingesessen und fand ihn überraschend geräumig. Auf der Zweierbank sitzt man bequem, mit viel Bein- und Kopffreiheit. Auch der Kofferraum hat ein beachtliches Fassungsvermögen. Der elektrische Stadtflitzer steht bald in ausgewählten AMAG-Filialen für Probefahrten zur Verfügung. Das werde ich mir nicht entgehen lassen!

Im Nissan Ariya, der ebenfalls als Schweizer Premiere vermerkt ist, bin ich vor einer Woche an der SEMS in Lyss schon gesessen. Der erste vollelektrische SUV von Nissan knüpft optisch stark an den Qashqai und Juke an. Ich finde ihn sehr gelungen.

Der Skoda Enyaq Coupé RS ist weniger unpraktisch als das Basis-Modell des vollelektrischen SUVs, als man aufgrund seines Fliesshecks denken könnte. Sein Kofferraum ist weiterhin gross, einfach nicht besonders hoch.

Den Morgan Threewheeler sieht man auf Schweizer Strassen leider nur selten. Dieses Jahr ist sein Nachfolger, der Morgan Super 3 auf den Markt gekommen. Leider nicht als Elektrofahrzeug, wie das angedacht war, sondern mit einem Ford EcoBoost-Motor mit drei Zylindern.

Nach dem ebenfalls als Schweizer Premiere angekündigten neuen Jeep Grand Cherokee habe ich vergeblich Ausschau gehalten. Stattdessen gibt es einen sehr auffälligen Jeep Gladiator, der grössere Bruder des Jeep Wrangler mit Pick-up-Ladefläche.

Eine tolle Übersicht

Neben all den Neuheiten bietet die Auto/Mobil Basel 2022 auch die Gelegenheit, viele aktuelle Modelle aus der Nähe zu sehen.

Am Stand von Alfa Romeo steht zwischen zwei Tonale-SUVs eine schöne Giulia GTAm, von der nur 500 Exemplare gebaut wurden. Sie ist 150 kg leichter, unter anderem weil die Rücksitze entfernt wurden, und gleichzeitig mit 540 statt 510 PS auch stärker als die bereits sehr sportliche GTA-Version. Der Heckspoiler fällt natürlich besonders auf. Schade, dass das grüne Absperrband so nahe um das Auto herum platziert wurde, dass keine Fotos ohne Band möglich sind.

Bentley hat an seinen Fahrzeugen britische Nummernschilder befestigt. Die Autos sind aber schon für den hiesigen Markt bestimmt: Das Lenkrad befindet sich auf der für uns richtigen Seite. Die grossen Chrom-Gitter am Bentley Continental gefallen mir.

Der Ford Mustang in der «Mach 1»-Ausführung kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Dieses Performance-Paket wurde erstmals 1969 beim damaligen Mustang eingesetzt. Nach einer 17-jährigen Pause gibt es diese Option endlich wieder. Auch die aktuelle sechste Generation des Ponys wird damit zur Rennmaschine, mit einer besseren Strassenlage und einem dynamischeren Fahrverhalten in Kurven.

Die Ausstellung geht vor der Halle weiter: Porsche steht draussen, vermutlich damit die vielfarbige Lackierung dieses Taycan am Tageslicht besser zur Geltung kommt.

In der St. Jakobshalle sind auch viele Elektroautos ausgestellt – und stossen auf Interesse.

Oldies but Goldies

Auch altes Blech begeistert an der Auto/Mobil Basel 2022!

Dieser zeitlose 3er-BMW aus den 80er-Jahren steht am Stand von Sympany, die mit ihm für Fahrzeugversicherungen wirbt. Da waren BMWs noch schön.

Die IVB Behindertenselbsthilfe beider Basel ist mit einem alten VW-Bus, der für Behindertentransporte eingesetzt wurde, vor Ort. Dieser T1-Typ, die erste Generation mit der geteilten Frontscheibe und dem riesigen VW-Emblem, wurde von 1950 bis 1967 hergestellt.

Die Kantonspolizei Basel-Stadt und Basel-Landschaft thematisiert autonomes Fahren und hat dazu einen ganz speziellen Gast eingeladen: K.I.T.T. aus der Fernsehserie Knight Rider war schliesslich das erste selbst fahrende Auto, das es gab. Der schön umgebaute Pontiac Trans Am erzählt Witze und sorgt bei vielen Besuchern für glänzende Augen – auch bei mir.

Und noch ein Auto, das man vor allem aus dem Kino bzw. vom Fernsehbildschirm kennt, steht da. Er sei ein grosser Fan von «Zurück in die Zukunft», verrät mir der Eigentümer, der den DeLorean erst vor ein paar Monaten gekauft hat. Richtig zur Zeitmaschine umbauen wolle er ihn aber trotzdem nicht. Ich habe mich gar nicht geachtet, wofür das Auto hier Werbung macht.

Hilfreiche Informationen

Die Auto/Mobil Basel 2022 ist wie folgt geöffnet:

Freitag, 2. September 2022: 12.00 – 20.00 Uhr
Samstag, 3. September 2022: 10.00 – 17.00 Uhr
Sonntag, 4. September 2022: 10.00 – 17.00 Uhr

Probefahrten können je nach Verfügbarkeit an den einzelnen Ständen gebucht werden.

www.auto-basel.ch

Vollständige Ausstellungs-Dokumentation

Es gibt Parkiermöglichkeiten auf dem Parkplatz hinter der St. Jakobshalle, wo auch die Probefahrten beginnen. Ich empfehle aber das Parkieren im Parkhaus des Einkaufszentrums St. Jakobs-Park. Der Haupteingang des Einkaufszentrum liegt fast gegenüber dem Halleneingang, die Parkgebühren sind tief.

Auch die Medien sind interessiert: TeleBasel führt gerade ein Interview.

Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/autobasel2022

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Welches Elektroauto ist das richtige für mich? https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/welches-elektroauto-ist-das-richtige-fuer-mich/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=welches-elektroauto-ist-das-richtige-fuer-mich https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/welches-elektroauto-ist-das-richtige-fuer-mich/#respond Sun, 28 Aug 2022 16:24:28 +0000 https://petrolhead.ch/?p=3318 [Weiterlesen]]]> Wer sich diese Frage stellt, hat hoffentlich am 27. August 2022 an der Seeland E-Mobilitäts-Show (SEMS) in Lyss vorbeigeschaut. Dort standen viele aktuelle Elektrofahrzeuge zum Probesitzen und Probefahren bereit.

Nächstes Jahr muss ich mehr Zeit einplanen. Das ist meine Erkenntnis der diesjährigen SEMS. Denn nach den zwei Probefahrten blieb mir fast nicht mehr genug Zeit, die übrigen Elektroautos zu erkunden.

Porsche Taycan 4S Cross Turismo

An die für einen Porsche eher ungewohnten Proportionen der Sportkombi-Ausführung «Turismo» muss man sich erst mal gewöhnen. Sie sorgt aber für ausreichend Kopffreiheit auch auf den Rücksitzen und einen beachtlichen Kofferraum. Die Cross-Version, die ich gefahren bin, ist leicht erhöht für eine bessere Geländegängigkeit. Zum richtigen Offroader wird der Sportwagen damit aber trotz Fahr-Modus für unbefestigte Strassen nicht. Muss er auch nicht. Dafür fährt er auf normalen Strassen und Autobahnen richtig toll. Im Innenraum hört es sich beim Fahren fast ein wenig nach Verbrennungsmotor an. Die Beschleunigung ist schon mit den 571 PS mehr als zügig. In 4,1 Sekunden erreicht man laut Herstellerangaben aus dem Stand 100 km/h, bei der Top-Version mit 761 PS schon in 2,8 Sekunden. Aber nur, wenn Launch Control aktiviert ist.

Dass es Porsche gerne kompliziert mag, zeigt sich auch in der Bedienung: Zuerst muss das Auto eingeschaltet werden, mit einem Knopf wie bei einem Computer links vom Lenkrad. Dann muss ein kleines Hebelchen auf der anderen Lenkrad-Seite für die Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt umgelegt werden. Wer’s sportlich mag, kann dann noch am Rädchen am Lenkrad drehen, bis der gewünschte Fahrmodus gefunden ist. Am Ende der Fahrt drückt man den Park-Knopf und schaltet das Auto dann wieder aus. Will man das Auto aufladen, öffnet und schliesst sich die Lade-Klappe Sensor-gesteuert. Das ist extrem elegant gelöst. Dieser Funktion könnte ich stundenlang zuschauen.

Das Auto scheint mir ein Kompromiss zu sein. Die hinteren Sitzplätze und der Kofferraum sind zwar da, aber nicht so richtig. Die Beinfreiheit fehlt und ich frage mich, ob es nicht besser nur als Zweiplätzer oder zumindest mit nur zwei Türen konzipiert worden wäre. Eine längere vordere Türe wäre angenehmer zum Ein- und Aussteigen. Sitzt man erstmal auf dem Fahrersitz, fühlt sich das Wildleder-Lenkrad grossartig an. Aber es ist eher klein und dick und verhindert einen guten Blick auf die Instrumente, die relativ nahe dahinter auf einem Bildschirm angezeigt werden. Es gibt weitere Einstell-Möglichkeiten im Überfluss, was den Innenraum unübersichtlich und überladen macht. Irritieren tut mich auch die Uhr, die in der Mitte des Armaturenbretts hervorsteht. Sie zeigt Stunden und Minuten digital an, hat aber einen analogen Sekundenzeiger, der sich einmal pro Minute rundherum dreht.

Peugeot e-208 GT

Den elektrischen Peugeot 208 II wollte ich schon lange mal fahren. Es greift so viele Gestaltungs- und Zierelemente des 205 GTI wieder auf wie keiner seiner Vorgänger, und erinnert mich damit stark an mein erstes eigenes Auto. Mir gefällt das übersichtliche Cockpit mit sauber abgetrenntem Instrumenten-Bildschirm, einem zum Fahrersitz geneigten Zusatzbildschirm und eine Art Klavier mit sieben Kippschaltern, obwohl die eher willkürlich mit Funktionen belegt sind und die Klimaanlage und Scheibenheizungen steuern. Mit dem Schalt-Stummel in der Mittelkonsole lässt sich zwischen Vorwärts- und Rückwärtsfahren umschalten. Ein weiteres Mal ziehen aktiviert eine stärkere Verzögerung und damit mehr Rekuperieren beim Loslassen des Fahrpedals.

Ja, aber selbst bei voll durchgedrücktem Fahrpedal kommt das Auto kaum vom Fleck. Der Elektromotor leistet lediglich 136 PS, was für ein Leergewicht von gut 1,5 Tonnen einfach zu wenig ist. Mein 205 GTI mit Jahrgang 1990 hatte besser beschleunigt als dieses Auto. Was mir jedoch gefällt, ist die sehr direkte Lenkung, die schon auf kleinste Lenkbewegungen stark – vielleicht fast zu stark – reagiert.

Überrascht bin ich von der fast komplett fehlenden Beinfreiheit auf dem Rücksitz. Für längere Fahrten wäre mir das zu unbequem. Auch die Getriebe-Wulst, die bei einem Elektrofahrzeug eigentlich unnötig ist, nimmt Passagieren im Fond Platz weg. Sie zeigt, dass das Auto immer noch primär als Verbrenner konzipiert wurde. Davon verabschieden sich die Herstellerfirmen hoffentlich bald.

Ein breites Angebot

Erst nach diesen Probefahrten habe ich mich auf dem Ausstellungsgelände weiter umgeschaut. Und bin in möglichst viele Autos gesessen, auch hinten, und habe in den Kofferraum geschaut. Der Hyundai Ionic 5 ist wesentlich grösser, als er auf Bildern wirkt, hat hinten und im Kofferraum aber sträflich wenig Platz.

Das Design des neuen Nissan Ariya erinnert mich stark an den bisherigen Qashquai. Beide sind im Innenraum erfreulich aufgeräumt und geräumig.

Mehr Stauraum bietet der Skoda Enyaq, den ich auch mal noch probefahren möchte. Aber auch dieser Kofferraum wirkt, als stünde nicht mal die Hälfte des eigentlich vorhandenen Platzes zur Verfügung.

VW hat mittlerweile ein grosses Angebot an ID-Fahrzeugen. Der ID.2 in Polo-Grösse folgt nächstes Jahr, der Kleinbus ID.Buzz soll ab 2024 ausgeliefert werden.

Tesla fehlte leider erneut an der SEMS. Sie hätten ihre Teilnahme nur unter der Bedingung zugesagt, dass sie nicht die üblichen 300 Franken pro Auto bezahlen müssen, sondern gratis kommen dürfen. Was die Veranstalter verständlicherweise abgelehnt haben. Diese Haltung von Tesla ist bedauerlich. Sie verhindert, dass sich die interessierten Personen ein wirklich umfassendes Bild des aktuellen Angebots an Elektroautos machen können.

Fazit

Auch dieses Jahr standen an der Seeland E-Mobilitäts Show über zwanzig Elektroautos verschiedener Hersteller sowie elektrische Motorräder für Probefahrten bereit. Ein Angebot, das rege genutzt wurde. Und das ist gut, denn erst die Probefahrt kann skeptische Personen von der Elektromobilität überzeugen. Mir gefällt bei Elektroautos, dass die Motorleistung – sofern denn genügend vorhanden ist – sofort zur Verfügung steht. Das Auto muss nicht zuerst eine gewisse Drehzahl aufbauen oder das Turbo-Loch überwinden, bevor etwas geschieht, sondern beschleunigt direkt beim Drücken des Pedals. Und natürlich, dass sie beim Fahren die Umwelt nicht mehr belasten.

Deshalb mein Aufruf an alle: Gebt den Elektroautos eine Chance. Je mehr Hersteller neue EVs auf den Markt bringen, desto mehr ist für jeden und jede das passende Fahrzeug mit dabei. Macht eine Probefahrt und informiert Euch über das Thema. Ich bin sicher, Ihr findet dabei das richtige Elektroauto für Euch.

Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/sems2022

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Viele glänzende Autos und glänzende Augen am Ferrari-Treffen Aarberg 2022 https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/viele-glaenzende-autos-und-glaenzende-augen-am-ferrari-treffen-aarberg-2022/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=viele-glaenzende-autos-und-glaenzende-augen-am-ferrari-treffen-aarberg-2022 https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/viele-glaenzende-autos-und-glaenzende-augen-am-ferrari-treffen-aarberg-2022/#respond Mon, 22 Aug 2022 10:34:51 +0000 https://petrolhead.ch/?p=3214 [Weiterlesen]]]> Am Ferrari-Treffen Aarberg 2022 gibt es so viele Ferraris zu bestaunen wie schon lange nicht mehr – ist zumindest mein Eindruck. Das Wetter hätte dafür nicht besser sein können: schön, aber nicht zu heiss. Von ganz neu bis ziemlich alt ist für alle Ferrari-Begeisterte etwas dabei. Höhepunkt für viele Zuschauerinnen und Zuschauer ist wie immer die Fahrt der Ferraris über die alte Holzbrücke als Auftakt zum Corso um den Neuenburgersee.

Kreuz und quer über den Stadtplatz: Das ist mein Video mit Impressionen vom Ferrari-Treffen Aarberg 2022:

Und ein paar Fotos:

Das «Cavallino rampante» klassisch und modern – mir gefällt beides

Mal nicht rot, gelb, weiss oder schwarz: ein dunkelblauer Ferrari Roma

Ferrari, Ferraris, Ferraris, soweit das Auge reicht. Schon zum 23. Mal veranstaltet die Garage Németh dieses Treffen in der malerischen Altstadt von Aarberg, das Ferraristi und Auto-Begeisterte aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland anlockt. Immer wieder wird Italienisch gesprochen. Die meist männlichen Besitzer sind stolz auf ihre Autos und zeigen sie gerne. Um jede geöffnete Motorhaube scharen sich sofort Zuschauerinnen und Zuschauer – vor allem wenn es sich dabei um ein spezielles Modell wie den Ferrari 512 BB (gebaut von 1976–1984) oder den noch älteren Ferrari 250 GTE (gebaut von 1960–1963) handelt.

Ferrari 512 BB

Ferrari 250 GTE

Der Corso fährt los!

Dieses Jahr brauchte es viel Geduld, um den Ferraris bei der Fahrt über die Holzbrücke zuzuschauen. Der Corso um den Neuenburgersee startet kurz nach 14 Uhr, wie immer mit Josef Németh an der Spitze. Dieses Jahr fährt er einen eleganten schwarzen Ferrari California T.

Danke fürs Winken!

Hinter ihm folgt der neueste Ferrari auf dem Platz, ein weinroter Ferrari 296, der erst seit diesem Jahr gebaut wird – Ferraris zweites Hybrid-Fahrzeug mit 6 Zylindern und einem Elektromotor, der 167 PS leistet. Es sei ein «echter Ferrari mit sechs Zylindern», wie Ferrari betont. Es ist das erste Pferdchen mit einem derart kleinen Motor, nachdem die früheren 6-Zylinder-Modelle 206 (1967–1969) und 246 (1969–1974) nicht als Ferraris, sondern lediglich als «Dino» und ohne Ferrari-Emblem verkauft wurden.

Dahinter fährt ein ebenfalls weinroter Ferrari SF90, Ferraris erster Hybrid, der seit 2020 hergestellt wird. Seine drei Elektromotoren produzieren 220 PS. Beide Autos können 25 km rein elektrisch fahren, was sie auf der Holzbrücke aber hoffentlich nicht tun. Die Leute warten schliesslich hier, um Ferraris nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören.

Eine Viertelstunde lang fahren Ferrari um Ferrari los – teils dicht nacheinander, teils mit viel Abstand. Für eine kleine Aufregung sorgt ein Motorradfahrer, der die Absperrung mit Fahr­verbotstafel umfährt und nach kurzem Warten bei Grün losknattert… nur um wenig später unter viel Gelächter der Zuschauerinnen und Zuschauer seine Maschine wieder rückwärts von der Brücke rollen zu müssen, als ihm mehrere Ferraris entgegenkommen. Sie haben heute immer Vortritt.

Schaut den ganzen Corso inklusive Motorrad-Zwischenfall in meinem Video:

Nach der Rundfahrt um den Neuenburgersee treffen sich die Ferrari-Fahrenden zum Apéro in der Garage Németh in Hinterkappelen. Für das Publikum und mich ist das Treffen aber hier zu Ende. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr – und hoffe natürlich, dass dann wieder mehr der speziellen Ferraris dabei sind, die mich als Kind zum Petrolhead gemacht haben. Ausser dem Ferrari 512 BB fehlten sie dieses Jahr leider fast alle.

Perma-Link zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/ferrari-aarberg2022

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Adieu DriveTribe! https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/fun/adieu-drivetribe/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=adieu-drivetribe https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/fun/adieu-drivetribe/#respond Thu, 13 Jan 2022 20:46:50 +0000 https://petrolhead.ch/?p=3164 [Weiterlesen]]]> DriveTribe, die Online-Community für alle Petrolheads, schliesst Ende Januar 2022. Die von Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond nach ihrem Ausscheiden bei Top Gear gegründete Plattform hatte es während der Coronavirus-Pandemie immer schwerer, Partnerschaften und Werbeeinnahmen zu generieren. Schade.

Ich hatte die DriveTribe-Büros in London im 2018 besucht (natürlich mit dem Auto) und war richtig begeistert. Etwa 40 mehrheitlich junge Leute haben Beiträge geschrieben, Quizzes entworfen, Videos geschnitten, Podcasts aufgenommen oder sich sonst etwas ausgedacht, um die Mitglieder zu unterhalten. Das war wirklich eindrücklich.

So war auf der DriveTribe-Website auch richtig was los, und es gab immer Neues zu lesen in all den Stämmen («Tribes») zu verschiedenen Automarken und sonstigen Themen. Je nach den eigenen Interessen konnte man bestehenden Stämmen beitreten oder einen neuen Stamm gründen. Die schönsten Strassen, die schnellsten Kleinwagen, Filmautos, Car Spotting und vieles mehr. Auch elektrische Autos hatten hier Platz. Und James‘ fragwürdige Kochkünste.

Immer mal wieder gab es auf DriveTribe auch gute Tipps. Dank einem davon wusste ich vom ersten Lamborghini Centenario in England, der einen Tag vor der Auslieferung an den Kunden beim Händler in London ausgestellt war, einer von nur 20 weltweit (plus 20 Cabriolets). Diese Gelegenheit habe ich mir nicht entgehen lassen! Und vielen Dank, DriveTribe – für alles!

Der weltweite Kult-Status von Top Gear mit Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond haben dafür gesorgt, dass sich auf DriveTribe Auto-Enthusiasten von überall her miteinander unterhalten und ihr Wissen teilten. Der gemeinsame Nenner – die Freude an schönen Autos – war immer da. Mitglieder konnten sich Direktnachrichten schicken und Herzchen oder Orden für tolle Kommentare vergeben.

Aber ich gebe es zu: Am Anfang war ich ein ziemlich aktives Mitglied, habe meine Auto-Erlebnisse geteilt, Beiträge kommentiert und in meinem Profil die Garage mit meinen Traumautos, aktuellen und bisherigen Autos gefüllt. Dann wurden meine Besuche auf der Plattform seltener. Schlussendlich hat aber die globale Coronavirus-Pandemie die Online-Community auf dem Gewissen. Abgesagte Veranstaltungen, grosse Unsicherheit und zuletzt die Nachschubprobleme bei Computer-Chips haben den Autoherstellern schwer zu schaffen gemacht und dafür gesorgt, dass sie ihr Werbebudget immer zurückhaltender eingesetzt haben. Und das fehlte dann schlussendlich auch bei DriveTribe.

DriveTribe ist tot – lang lebe DriveTribe!

Während die Website und die Community abgeschaltet werden, bestehen die Social-Media-Kanäle weiter: Facebook Twitter Instagram YouTube. Richard Hammond will sie weiterbetreuen und regelmässig aus seiner Garage berichten. Auch Jeremy und James werden dabei zwischendurch zu sehen sein.

Wer Sehnsucht nach der unheiligen Dreifaltigkeit hat, kann Jeremy, James und Richard im Frankreich-Special von The Grand Tour auf Amazon Prime sehen, das seit ein paar Wochen zum Streamen bereitsteht. Die Episode ist sehr kurzweilig und wirklich noch sehenswert.

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