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Bisher waren die XX-Modell von Ferrari der Rennstrecke vorbehalten. Mit dem FXX überraschte Ferrari vor 20 Jahren alle: Nur 30 Stück wurden gebaut, der 30. ging an Michael Schumacher. Mit dem FXX K folgte vor 10 Jahren das Nachfolgemodell. Auch die dabei produzierten 32 Stück sind nicht für den Strassenverkehr zugelassen. Dazwischen gab es eine Rennversion des Ferrari 599, den 599XX.
Der Ferrari SF90 XX ist das erste XX-Modell mit Strassenzulassung. Er unterscheidet sich vom normalen SF90 durch eine gesteigerte Leistung (1030 statt 1000 PS), eine verbesserte Aerodynamik mit einem markanten feststehenden Heckflügel, ein rennstrecken-optimiertes Fahrwerk mit ABS EVO und einer speziellen Boost-Funktion für mehr Leistung am Kurvenausgang. Neben dem Heckflügel wurden auch frontale S-Ducts und optimierte Lufteinlässe in den Kotflügeln integriert, um Abtrieb und Durchströmung zu verbessern. Insgesamt erzeugt die XX-Version doppelt so viel Abtrieb wie der normale SF90 und beschleunigt in 2,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der SF90 XX wurde in einer deutlich höheren Stückzahl hergestellt als die bisherigen XX-Modelle. Trotzdem sind die 799 Exemplare des Stradale und 599 des Spider (natürlich) bereits ausverkauft.
Gleich drei Ferrari SF90 XX haben die Besucherinnen und Besucher in Aarberg begeistert. Rot ist die klassische Ferrari-Farbe. Mit den schwarzen und Karbon-Elementen ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild.



Aber auch in Weiss mit dunkelblauer Kontrastfarbe wirkt das Auto sehr chic.




Den speziellsten SF90 XX als offener Spider in einer Art Skarabäusgrün mit der Zahl «05» auf der Seite fuhr der Basler Ferrari-Händler Niki Hasler.



Grün war auch die Wunschfarbe anderer Ferraristi auf dem Platz. Besonders hervorgestochen ist ein froschgrüner Ferrari Roma, der aus dem Kanton St. Gallen ins Berner Seeland gefahren ist.



Daneben schon dezent wirkte der dunkelgrüne Ferrari F8 Tributo mit Aargauer Nummernschildern. Das «Verde British» ist eine offizielle Farbe, die ab Werk erhältlich ist.

Automobile Németh stellt in Aarberg jeweils auch immer die neuesten Modelle aus. Besonders interessiert hat mich dabei der Ferrari 12Cilindri, den ich bisher nur von Fotos kannte. Der «Dodici Cilindri» ist das Nachfolgemodell des Ferrari 812. Mit seiner langen Front, den geschwungenen Kotflügeln und dem schwarzen Balken (statt Plexiglas) zwischen den Lichtern erinnert er stark an den Ferrari 365 GTB/4 Daytona.




Aber natürlich haben auch die übrigen der gut 200 Ferraris auf dem Stadtplatz begeistert, wobei ich das Gefühl hatte, dass weniger ältere Fahrzeuge zu sehen waren als sonst. Hier meine Impressionen:






Kurz nach 14 Uhr stellte eine Security-Mitarbeiter das Absperrgitter vor der Holzbrücke zur Seite, und wenig später startete der Corso um den Neuenburgersee. Im ersten Fahrzeug führte wie immer Josef Németh die Rundfahrt an. Dieses Jahr fuhr er einen Ferrari 488 Spider. Hier der ganze Corso im Video:













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Alle fehlen. Alle bis auf einen: Renault ist als einziger bekannter Autohersteller am Auto-Salon 2024 vertreten, inklusive seiner rumänischen Tochtermarke Dacia, und stellt hier den neuen Renault 5 vor. Das Elektroauto im Retro-Design gefällt. Den Baguette-Halter habe ich beim Probesitzen allerdings nicht gefunden, und eines hat mich besonders gestört: Obwohl das Auto deutlich grösser ist als das Original, fühlt es sich sehr klein an. Als ich hinten einsteigen will, stosse ich zuerst mit dem Kopf gegen das Dach und bekomme dann meine Beine nicht hinein, so eng ist hier der Platz bemessen.







Daneben nutzen bisher kaum bekannte Hersteller und chinesische Tesla-Kopien die Gelegenheit, um auf den Schweizer und europäischen Markt zu drängen. Das klappt. Da die bekannten Automarken abwesend sind, stossen sie mangels Alternativen auf Interesse.




Und eigentlich war es das auch bereits mit dem Auto-Salon Genf 2024. Spätestens nach einer Stunde hat man die Aussteller gesehen, die sich auf knapp 20% der bisherigen Fläche präsentieren.
Um trotzdem wenigstens zwei der sieben Messehallen-Bereiche zu füllen – der Rest ist mit grossen Raumteilern und Vorhängen abgetrennt – gibt es im oberen Stock grosse Sitzbereiche und eine bunt zusammengewürfelte Ausstellung mit Auto-Klassikern, Sportwagen und Oldtimern. Die Ausstellung ist nett und beinhaltet auch ein paar meiner Lieblings-Autos. Aber wenn ich ein Auto-Museum hätte besuchen wollen, wäre ich zur Collection Schlumpf im französischen Mühlhausen oder zur Autobau Erlebniswelt in Romanshorn gefahren.





Hier im oberen Stock sieht es dann doch noch ein bisschen nach Auto-Salon aus: Weil alle grossen Marken fehlen, haben die Organisatoren die sieben Finalisten des «Auto des Jahres» hingestellt. Dieses wird jeweils in Genf von einer europäischen Jury gewählt. Die Besucherinnen und Besucher umschwärmen die sieben Autos wie die Motten das Licht. Sie benutzen diese einzige Gelegenheit, doch noch in ein «normales» Auto zu sitzen, das sie vielleicht kaufen möchten. Neben dem Gewinner Renault Scenic sind das ein BMW 5er-Serie, BYD Seal, Kia EV9, Peugeot E-3008, Toyota C-HR und Volvo EX30.





Lohnt sich der Besuch am Auto-Salon Genf 2024? Kurz gesagt: Nein. Und die Verantwortlichen hätten sich besser an der Weisheit der Dakota-Indianer orientiert, die besagt: «Wenn du ein totes Pferd reitest, steig ab.» Doch dank wohl unerschöpflichem Geld aus Katar, wo der Genfer Auto-Salon nun ebenfalls stattfindet, wird er sicherlich auch weiterhin durchgeführt – als Schatten dessen, was er mal war.


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]]>Was für ein schöner Ort! Das Schloss Oberdiessbach ist wirklich ein perfekter Ort für ein Autotreffen. Entlang der Allee parkieren Besucherinnen und Besucher, während die Rasenflächen auf zwei Ebenen ein idealer Untergrund sind, um die Oldtimer und Youngtimer zu präsentieren. In meinem Video stellen mehrere Autobesitzer ihre Fahrzeuge vor.
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Schade. Scheinbar waren ein Ferrari Monza SP2 und ein LaFerrari schon wieder weg, als ich auf dem Stadtplatz eingetroffen bin.
Mit dem Ferrari aufgewachsen
Eine besondere Freude war die Begegnung mit Peter Schmitz. Sein dunkelroter Ferrari 250 GTE von 1961 ist mir schon letztes Jahr aufgefallen – und auch seinen Mitfahrern Nadja und Laurent, die ihn dank meinem Video kennengelernt haben. So schön! Sein Vater hat das Auto neu gekauft, als Peter Schmitz drei Jahre alt. Schon als kleiner Bub ist er auf dem Rücksitz mitgefahren und zusammen mit dem Auto aufgewachsen, das bis heute im Familienbesitz bleibt. Hoffentlich noch lange!





Der 62 Jahre alt Ferrari ist das älteste Auto auf dem Platz, gefolgt vom silbernen Ferrari 365 GT 2+2, der von 1967 bis 1971 gebaut wurde und auch «Queen Mary» genannt wird.


Aufreihen zum Corso
Kurz vor 13:30 Uhr fährt Josef Németh vor das Absperrgitter bei der Holzbrücke. Wie immer führt er den Corso rund um den Neuenburgersee an. Dieses Mal ist er in einem eleganten Ferrari Roma unterwegs. «Eher zufällig», wie er mir verrät, obwohl der Roma zu seinen Lieblings-Ferraris gehöre. Der Patron von Németh Automobile und Organisator der Ferrari-Treffen in Aarberg ist auch mit diesem 24. Treffen sehr zufrieden. Auch wenn er ein wenig enttäuscht ist, dass er trotz seinen Bemühungen noch keinen Ferrari Purosangue zeigen kann. «Der erste SUV von Ferrari wird erst nächsten Monat geliefert.»

Und dann beginnt die Rundfahrt. Auf den Trottoirs der Holzbrücke stehen schon viele Leute bereit, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Denn hier hört man die Ferraris besonders schön. Und so lassen so manche Fahrerinnen und Fahrer den Motor aufheulen. Mein Video zeigt den Corso beim Verlassen der Holzbrücke:
Hier weitere Impressionen vom Stadtplatz Aarberg zur Mittagszeit:





















Und danke für das Selfie!

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]]>Nach einer Corona-bedingten Zwangspause konnte der Schönheitswettbewerb für Automobile, der «ACS Concours d’Excellence International», am 9. und 10 September 2022 erneut stattfinden. Nach einer Stadtrundfahrt durch die Stadt Luzern mit verschiedenen Stationen trafen die rund 50 Fahrzeuge wieder im Verkehrshaus ein. Hier wurden sie von einer Fachjury bewertet – und vom Publikum im Verkehrshaus. Gerade die Kleinen haben daran grosse Freude und und nehmen ihre Aufgabe ernst: Ein Kind hat schon die Autotüre geöffnet, als sein Vater es gerade noch davon abhalten kann, in den gelben DeTomaso Pantera einzusteigen.

Die Fahrzeuge sind ein buntes Sammelsurium der Automobilgeschichte. Dazu gehört genauso ein Rolls-Royce 40/50 HP Silver Ghost von 1922 wie ein Hundert Jahre jüngerer Aston Martin Valkyrie mit Jahrgang 2022. Sie nehmen in verschiedenen Kategorien am Wettbewerb teil.
Kategorie A: Offene Automobile 1920-1945
Der Gewinner steht gleich neben dem Tisch mit den Preisen: Der Bugatti Type 50 Roadster aus dem Jahr 1931 ist die sportliche Version des Type 46. Sein Acht-Zylinder-Motor mit fünf Litern Hubraum leistet 225 PS. Nur ungefähr 65 Fahrzeuge wurden davon gebaut, was das Auto sehr selten macht. Dieses Exemplar gehört der Pearl Collection in Baar, die daneben auch zwei Bugatti Chiron angemeldet hat. Der Chiron wurde bekanntlich nach dem Rennfahrer Louis Chiron benannt, der für Bugatti auch mit dem Type 50 Roadster Rennen fuhr (mit einem auf 275 PS leistungsgesteigerten Motor).


Kategorie B: Offene Automobile 1946-1965
Der Preis geht an den Porsche 356 aus dem Jahr 1949. Der 356 ist das erste Serienmodell von Porsche, und das hier das Urmodell mit der zweigeteilten Windschutzscheibe aus Sekuritglas mit Mittelsteg. Interessant ist die durchgehende Sitzbank für Fahrer und Beifahrer – Einzelsitze waren damals nur auf Wunsch lieferbar – und das weisse Lenkrad aus Bakelit. Das Auto hat übrigens noch keine Benzinstandanzeige. Der muss mit einem Holzstab mit Kerben gemessen werden, der in den Tank gehalten wird. Der Vier-Zylinder-Motor leistet je nach Ausführung zwischen 40 und 70 PS.

Kategorie C: Offene Automobile ab 1966
Die Jury vergibt den Preis an den weissen Alvis Graber TF 21 von 1968. Inmitten der anderen Autos wird er leicht übersehen, obwohl es sich dabei um ein ganz spezielles Fahrzeug handelt. Alvis war ein britischer Luxusauto-Hersteller, der 1967 von Rover übernommen wurde. Der TF 21 war sein letztes Modell. Hier ausgestellt ist aber nicht etwa das Serienmodell, sondern eine von der Carrosserie Graber überarbeite Sonderkarosserie. Hermann Graber in Wichtrach im Kanton Bern hatte sich auf Alvis-Fahrzeuge spezialisiert, und versah sie mit eigenen Karosserien, die meist einen sportlicheren Eindruck machten als das Serienmodell.

Kategorie D: Geschlossene Automobile 1920-1945
Der grüne Fiat 1500 B aus dem Jahr 1938 konnte sich mit seinem Sieg in dieser Kategorie unter anderem gegen einen Rolls Royce und einen La Salle durchsetzen. Das Modell gehörte zu den ersten Automobilen, die in einem Windkanal getestet wurden. Besonders speziell ist das Auto aber wegen seiner Karosserie von Touring, von der nicht einmal ein Dutzend Exemplare hergestellt wurden.


Kategorie E: Geschlossene Automobile 1946-1965
Auch in dieser Kategorie gewinnt eine Graber-Version eines Alvis, dieses Mal eines TD 21 aus dem Jahr 1961. Besonders gut zu sehen sind die sehr dünnen C-Säulen.


Kategorie F: Geschlossene Automobile ab 1966
Der Monteverdi High Speed 375L mit seinen gestreckten Linien und den eckigen Front- und Heckpartien ist und bleibt ein elegantes, zeitloses Auto, das Präsenz markiert. «Me chunt und me isch en» mit diesem Auto, sagte mir Paul Berger vor ein paar Jahren in einem Gespräch am Auto-Salon in Genf. Der Lebensgefährte von Peter Monteverdi und heutiger Inhaber von Monteverdi konnte sich mit seinem Lieblings-Coupé in dieser Kategorie nicht nur gegen verschiedene andere schöne Autos, sondern auch gegen zwei weitere Monteverdi 375 durchsetzen. Der ebenfalls wunderschöne gelbe 375 S Berlinetta gehört Ruedi Wenger, dem ehemaligen langjährigen Präsident des Monteverdi-Clubs.





Kategorie G: ACS Sport- und Rennwagen 1920-1945
Das französische Maschinenbauunternehmen Salmson hatte sich bereits 1896 auf den Bau von Automobil- und Flugzeugmotoren spezialisiert. Sein für den Rennsport entworfenes Modell AL Grand Sport mit seinem 1-Liter-Vierzylindermotor mit rund 40 PS war extrem erfolgreich. Zwischen 1921 und 1928 erzielte Salmson damit mehr als 500 Siege und 10 Weltrekorde in verschiedenen Disziplinen. Die Grand Sport Spécial (GSS) Version, die in dieser Kategorie der frühen Sport- und Rennwagen gewinnt, hat gegenüber der «normalen» Rennversion ein Viergang-Getriebe. Die Karosserie wurde von den Carrosserie Wenger in Basel hergestellt. Das hier teilnehmende Modell gehörte rund 50 Jahre lang Ruedi Wenger (dem oben erwähnten ehemaligen langjährigen Präsident des Monteverdi Clubs), bevor es 2013 verkauft wurde. Es kann üblicherweise im Automuseum Pantheon Basel bewundert werden.





Kategorie H: ACS Sport- und Rennwagen 1946-1972
Es gelingt dem kleinen Abarth 750 GT Corsa tatsächlich, die starke Konkurrenz zu überholen und auf den ersten Platz zu fahren. Mit seiner leichten Zagato-Karosserie und dem Double-Bubble-Dach ist das Auto ein ganz seltenes Exemplar. Der Name 750 bezieht sich auf den Hubraum, der bloss 0.75 Liter klein ist (grösser als der ursprüngliche 0.6-Liter-Motor von Fiat), aber Erstaunliches leistet. Er ermöglichte dem Abarth einen Dreifachsieg in seiner Klasse im Mille-Miglia-Rennen von 1957.



Kategorie I: ACS Sport- und Rennwagen ab 1973
Plötzlich wird es ganz modern: Der Bugatti Chiron Sport «110 ans» von 2019 siegt in der Kategorie der modernen Sport- und Rennwagen. Sein 16-Zylinder-Motor hat mehr als 10x so viel Hubraum wie der Abarth aus der vorherigen Kategorie. Nur 20 Exemplare wurden in dieser Sonderedition zum 110-Jahre-Jubiläum von Bugatti hergestellt, in einer mattblauen Lackerung mit dem Namen «Steel Blue» und der französischen Trikolore auf den Rückspiegeln und an weiteren Orten – auch auf der Unterseite des beweglichen Heckspoilers, was hier aber nicht gut zu sehen ist (deshalb noch ein Foto vom Auto-Salon Genf 2019). Beide Chirons gehören der Pearl Collection in Baar.






Kategorie J: ASTAG Reisecars
Obwohl ich den elektrischen Omnibus von Tribelhorn aus dem Jahr 1912 interessanter fand, konnte er wohl nicht gewinnen: Er gehört dem Verkehrshaus. So geht der Kategorien-Sieg der Reisecars an den Twin Coach Hercules 38-S-DT mit Jahrgang 1948 der Verkehrsbetriebe der Stadt Luzern.

Kategorie Z: Artcars
Als einziger Teilnehmer in dieser Kategorie gewinnt der Schweizer Künstler Dominik Lipp mit seinem selbst bemalten Porsche F.S.T 986 Art Car.


Entrants Trophy Luzern 2022
In dieser Kategorie konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am ACS Concous d’Excellence International einem Fahrzeug (nicht dem eigenen) ihre Stimme geben. Am meisten Stimmen in dieser ganz besonderen Kategorie, sozusagen der Sympathie-Preis der ganzen Veranstaltung, hat erneut der Monteverdi High Speed 375L von Paul Berger erhalten.


Excellence Award Luzern 2022
Auch die Besucherinnen und Besucher im Verkehrshaus durften ihre Stimme abgeben. Ihre Wahl fällt auf den Rolls-Royce 40/50 HP Silver Ghost Piccadilly Roadster aus dem Jahr 1922, der also vor 100 Jahren gebaut wurde. Der Sechs-Zylinder-Reihenmotor mit seinem enormen Hubraum von 7,4 Litern leistet 75 PS. Die Picadilly-Karosserie war eine der schnittigsten und begehrtesten der Zeit und der Inbegriff von Eleganz. Der Roadster verfügt über nur zwei Sitze und einen «Schwiegermuttersitz», eine dünn gepolsterte provisorische Sitzbank, die hinter dem Klappverdeck angeordnet ist. Und einen externen Kofferraum, der tatsächlich aus einem grossen Koffer bestand. Selbstverständlich thront auch hier die für Rolls-Royce typische Figur «Spirit of Ecstasy» auf dem Kühlergrill, wobei sie hier nach links gedreht ist.



Grand Prix d’Excellence Luzern 202
Aus den Siegern der verschiedenen Kategorien bestimmt die Jury einen Gesamtsieger: den Bugatti Type 50 Roadster, Gewinner der Kategorie A.

Weitere spannende Fahrzeuge
Am ACS Concours d’Excellence International haben aber noch viele weitere interessante Fahrzeuge teilgenommen. Zu diesen gehört auf jeden Fall der MBM Sport Sp-100, bei dem es trotz Peter Monteverdis anderweitigen Plänen für eine Rennwagen-Serie bei diesem Einzelstück blieb. Mehr über das spannende Auto mit zwei Getrieben ist im grossartigen «Zwischengas»-Artikel zu lesen.






Auch ohne den grossen Heckflügel gefällt mir der DeTomaso Pantera GTS ausgesprochen gut. Der gelbe Sportwagen mit argentinischen Wurzeln wurde vor genau 50 Jahren gebaut.


Neben dem DeTomaso Pantera parkte ein Opel Manta B GT/E, den ich auf der Teilnehmerliste nicht wiederfinden kann. Mit seiner Zweifarben-Lackierung mit Streifenaufkleber, dem Heckscheibengitter, der Kunststoff-Heckabrisskante und dem stilechten Fuchsschwanz am Rückspiegel lässt dieser Manta die 80er-Jahre voll aufleben!



Das neueste Fahrzeug vor Ort ist der Aston Martin Valkyrie. Der Supersportwagen mit Hybrid-Antrieb wurde erst dieses Jahr gebaut und gehört einer Luxusauto-Firma, die ebenfalls erst dieses Jahr gegründet wurde.




Das Verkehrshaus bot eine passende Kulisse für diesen Schönheitswettbewerb der Automobilwelt. Der ACS Automobil Club der Schweiz hat sich grosse Mühe gegeben, nicht nur die Teilnehmenden zu involvieren, sondern mit dem Malwettbewerb für Kinder und die Bewertung durchs Publikum auch die Besucherinnen und Besucher im Verkehrshaus.

Vielen Fahrzeugen hat man erst auf den zweiten Blick angesehen oder beim Recherchieren herausgefunden, wieso sie zur Elite der Autowelt gehören. Hier hätte ich mir zusätzliche Informationen für interessierte Personen gewünscht. Genauso exzellent fand ich nämlich den Lotus Esprit der ersten Generation, der am Bahnhof Luzern plötzlich hinter uns war, den Lamborghini Huracán, der vor dem Verkehrshaus durchgefahren ist, oder den Morgan Threewheeler, den wir auf dem Nachhauseweg gekreuzt haben.
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Die Autos von morgen
Gleich mehrere Fahrzeuge feiern an der Basler Automesse Schweizer Premiere oder sind als Neuheit zu sehen.

Noch zugedeckt: Es ist unklar, worauf der neue Range Rover Sport noch wartet. Wie er aussieht, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Diese dritte Generation wurde im Mai bereits vorgestellt, die Markteinführung folgt in den nächsten Wochen. Hier ist trotzdem erst eine vordere Ecke zu sehen – zumindest als ich die Auto/Mobil Basel 2022 besucht habe.


In der elften Generation wird der Honda Civic erwachsen: Die fünftürige Schrägheck-Limousine kommt nach Japan und Nordamerika im Herbst 2022 auch in Europa auf den Markt. Auch wenn das Auto wohl keine Begeisterung auslöst: Es wird sich trotzdem sehr gut verkaufen. Die Farben auf dem Auto stammen von der Beleuchtung.





Auf ein grosses Interesse stösst der endlich serienreife Microlino – auch wenn viele Besucherinnen und Besucher noch nicht wissen, was das für ein Auto ist. Schon eine Stunde nach der Eröffnung waren die Probefahrten für den Tag ausgebucht. Ich bin hineingesessen und fand ihn überraschend geräumig. Auf der Zweierbank sitzt man bequem, mit viel Bein- und Kopffreiheit. Auch der Kofferraum hat ein beachtliches Fassungsvermögen. Der elektrische Stadtflitzer steht bald in ausgewählten AMAG-Filialen für Probefahrten zur Verfügung. Das werde ich mir nicht entgehen lassen!

Im Nissan Ariya, der ebenfalls als Schweizer Premiere vermerkt ist, bin ich vor einer Woche an der SEMS in Lyss schon gesessen. Der erste vollelektrische SUV von Nissan knüpft optisch stark an den Qashqai und Juke an. Ich finde ihn sehr gelungen.


Der Skoda Enyaq Coupé RS ist weniger unpraktisch als das Basis-Modell des vollelektrischen SUVs, als man aufgrund seines Fliesshecks denken könnte. Sein Kofferraum ist weiterhin gross, einfach nicht besonders hoch.


Den Morgan Threewheeler sieht man auf Schweizer Strassen leider nur selten. Dieses Jahr ist sein Nachfolger, der Morgan Super 3 auf den Markt gekommen. Leider nicht als Elektrofahrzeug, wie das angedacht war, sondern mit einem Ford EcoBoost-Motor mit drei Zylindern.

Nach dem ebenfalls als Schweizer Premiere angekündigten neuen Jeep Grand Cherokee habe ich vergeblich Ausschau gehalten. Stattdessen gibt es einen sehr auffälligen Jeep Gladiator, der grössere Bruder des Jeep Wrangler mit Pick-up-Ladefläche.

Eine tolle Übersicht
Neben all den Neuheiten bietet die Auto/Mobil Basel 2022 auch die Gelegenheit, viele aktuelle Modelle aus der Nähe zu sehen.




Am Stand von Alfa Romeo steht zwischen zwei Tonale-SUVs eine schöne Giulia GTAm, von der nur 500 Exemplare gebaut wurden. Sie ist 150 kg leichter, unter anderem weil die Rücksitze entfernt wurden, und gleichzeitig mit 540 statt 510 PS auch stärker als die bereits sehr sportliche GTA-Version. Der Heckspoiler fällt natürlich besonders auf. Schade, dass das grüne Absperrband so nahe um das Auto herum platziert wurde, dass keine Fotos ohne Band möglich sind.

Bentley hat an seinen Fahrzeugen britische Nummernschilder befestigt. Die Autos sind aber schon für den hiesigen Markt bestimmt: Das Lenkrad befindet sich auf der für uns richtigen Seite. Die grossen Chrom-Gitter am Bentley Continental gefallen mir.

Der Ford Mustang in der «Mach 1»-Ausführung kann auf eine lange Geschichte zurückblicken. Dieses Performance-Paket wurde erstmals 1969 beim damaligen Mustang eingesetzt. Nach einer 17-jährigen Pause gibt es diese Option endlich wieder. Auch die aktuelle sechste Generation des Ponys wird damit zur Rennmaschine, mit einer besseren Strassenlage und einem dynamischeren Fahrverhalten in Kurven.

Die Ausstellung geht vor der Halle weiter: Porsche steht draussen, vermutlich damit die vielfarbige Lackierung dieses Taycan am Tageslicht besser zur Geltung kommt.


In der St. Jakobshalle sind auch viele Elektroautos ausgestellt – und stossen auf Interesse.
Oldies but Goldies
Auch altes Blech begeistert an der Auto/Mobil Basel 2022!

Dieser zeitlose 3er-BMW aus den 80er-Jahren steht am Stand von Sympany, die mit ihm für Fahrzeugversicherungen wirbt. Da waren BMWs noch schön.

Die IVB Behindertenselbsthilfe beider Basel ist mit einem alten VW-Bus, der für Behindertentransporte eingesetzt wurde, vor Ort. Dieser T1-Typ, die erste Generation mit der geteilten Frontscheibe und dem riesigen VW-Emblem, wurde von 1950 bis 1967 hergestellt.



Die Kantonspolizei Basel-Stadt und Basel-Landschaft thematisiert autonomes Fahren und hat dazu einen ganz speziellen Gast eingeladen: K.I.T.T. aus der Fernsehserie Knight Rider war schliesslich das erste selbst fahrende Auto, das es gab. Der schön umgebaute Pontiac Trans Am erzählt Witze und sorgt bei vielen Besuchern für glänzende Augen – auch bei mir.


Und noch ein Auto, das man vor allem aus dem Kino bzw. vom Fernsehbildschirm kennt, steht da. Er sei ein grosser Fan von «Zurück in die Zukunft», verrät mir der Eigentümer, der den DeLorean erst vor ein paar Monaten gekauft hat. Richtig zur Zeitmaschine umbauen wolle er ihn aber trotzdem nicht. Ich habe mich gar nicht geachtet, wofür das Auto hier Werbung macht.
Hilfreiche Informationen
Die Auto/Mobil Basel 2022 ist wie folgt geöffnet:
Freitag, 2. September 2022: 12.00 – 20.00 Uhr
Samstag, 3. September 2022: 10.00 – 17.00 Uhr
Sonntag, 4. September 2022: 10.00 – 17.00 Uhr
Probefahrten können je nach Verfügbarkeit an den einzelnen Ständen gebucht werden.
Vollständige Ausstellungs-Dokumentation
Es gibt Parkiermöglichkeiten auf dem Parkplatz hinter der St. Jakobshalle, wo auch die Probefahrten beginnen. Ich empfehle aber das Parkieren im Parkhaus des Einkaufszentrums St. Jakobs-Park. Der Haupteingang des Einkaufszentrum liegt fast gegenüber dem Halleneingang, die Parkgebühren sind tief.

Auch die Medien sind interessiert: TeleBasel führt gerade ein Interview.
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Nächstes Jahr muss ich mehr Zeit einplanen. Das ist meine Erkenntnis der diesjährigen SEMS. Denn nach den zwei Probefahrten blieb mir fast nicht mehr genug Zeit, die übrigen Elektroautos zu erkunden.
Porsche Taycan 4S Cross Turismo
An die für einen Porsche eher ungewohnten Proportionen der Sportkombi-Ausführung «Turismo» muss man sich erst mal gewöhnen. Sie sorgt aber für ausreichend Kopffreiheit auch auf den Rücksitzen und einen beachtlichen Kofferraum. Die Cross-Version, die ich gefahren bin, ist leicht erhöht für eine bessere Geländegängigkeit. Zum richtigen Offroader wird der Sportwagen damit aber trotz Fahr-Modus für unbefestigte Strassen nicht. Muss er auch nicht. Dafür fährt er auf normalen Strassen und Autobahnen richtig toll. Im Innenraum hört es sich beim Fahren fast ein wenig nach Verbrennungsmotor an. Die Beschleunigung ist schon mit den 571 PS mehr als zügig. In 4,1 Sekunden erreicht man laut Herstellerangaben aus dem Stand 100 km/h, bei der Top-Version mit 761 PS schon in 2,8 Sekunden. Aber nur, wenn Launch Control aktiviert ist.



Dass es Porsche gerne kompliziert mag, zeigt sich auch in der Bedienung: Zuerst muss das Auto eingeschaltet werden, mit einem Knopf wie bei einem Computer links vom Lenkrad. Dann muss ein kleines Hebelchen auf der anderen Lenkrad-Seite für die Vorwärts- oder Rückwärtsfahrt umgelegt werden. Wer’s sportlich mag, kann dann noch am Rädchen am Lenkrad drehen, bis der gewünschte Fahrmodus gefunden ist. Am Ende der Fahrt drückt man den Park-Knopf und schaltet das Auto dann wieder aus. Will man das Auto aufladen, öffnet und schliesst sich die Lade-Klappe Sensor-gesteuert. Das ist extrem elegant gelöst. Dieser Funktion könnte ich stundenlang zuschauen.
Das Auto scheint mir ein Kompromiss zu sein. Die hinteren Sitzplätze und der Kofferraum sind zwar da, aber nicht so richtig. Die Beinfreiheit fehlt und ich frage mich, ob es nicht besser nur als Zweiplätzer oder zumindest mit nur zwei Türen konzipiert worden wäre. Eine längere vordere Türe wäre angenehmer zum Ein- und Aussteigen. Sitzt man erstmal auf dem Fahrersitz, fühlt sich das Wildleder-Lenkrad grossartig an. Aber es ist eher klein und dick und verhindert einen guten Blick auf die Instrumente, die relativ nahe dahinter auf einem Bildschirm angezeigt werden. Es gibt weitere Einstell-Möglichkeiten im Überfluss, was den Innenraum unübersichtlich und überladen macht. Irritieren tut mich auch die Uhr, die in der Mitte des Armaturenbretts hervorsteht. Sie zeigt Stunden und Minuten digital an, hat aber einen analogen Sekundenzeiger, der sich einmal pro Minute rundherum dreht.
Peugeot e-208 GT
Den elektrischen Peugeot 208 II wollte ich schon lange mal fahren. Es greift so viele Gestaltungs- und Zierelemente des 205 GTI wieder auf wie keiner seiner Vorgänger, und erinnert mich damit stark an mein erstes eigenes Auto. Mir gefällt das übersichtliche Cockpit mit sauber abgetrenntem Instrumenten-Bildschirm, einem zum Fahrersitz geneigten Zusatzbildschirm und eine Art Klavier mit sieben Kippschaltern, obwohl die eher willkürlich mit Funktionen belegt sind und die Klimaanlage und Scheibenheizungen steuern. Mit dem Schalt-Stummel in der Mittelkonsole lässt sich zwischen Vorwärts- und Rückwärtsfahren umschalten. Ein weiteres Mal ziehen aktiviert eine stärkere Verzögerung und damit mehr Rekuperieren beim Loslassen des Fahrpedals.
Ja, aber selbst bei voll durchgedrücktem Fahrpedal kommt das Auto kaum vom Fleck. Der Elektromotor leistet lediglich 136 PS, was für ein Leergewicht von gut 1,5 Tonnen einfach zu wenig ist. Mein 205 GTI mit Jahrgang 1990 hatte besser beschleunigt als dieses Auto. Was mir jedoch gefällt, ist die sehr direkte Lenkung, die schon auf kleinste Lenkbewegungen stark – vielleicht fast zu stark – reagiert.




Überrascht bin ich von der fast komplett fehlenden Beinfreiheit auf dem Rücksitz. Für längere Fahrten wäre mir das zu unbequem. Auch die Getriebe-Wulst, die bei einem Elektrofahrzeug eigentlich unnötig ist, nimmt Passagieren im Fond Platz weg. Sie zeigt, dass das Auto immer noch primär als Verbrenner konzipiert wurde. Davon verabschieden sich die Herstellerfirmen hoffentlich bald.
Ein breites Angebot
Erst nach diesen Probefahrten habe ich mich auf dem Ausstellungsgelände weiter umgeschaut. Und bin in möglichst viele Autos gesessen, auch hinten, und habe in den Kofferraum geschaut. Der Hyundai Ionic 5 ist wesentlich grösser, als er auf Bildern wirkt, hat hinten und im Kofferraum aber sträflich wenig Platz.


Das Design des neuen Nissan Ariya erinnert mich stark an den bisherigen Qashquai. Beide sind im Innenraum erfreulich aufgeräumt und geräumig.


Mehr Stauraum bietet der Skoda Enyaq, den ich auch mal noch probefahren möchte. Aber auch dieser Kofferraum wirkt, als stünde nicht mal die Hälfte des eigentlich vorhandenen Platzes zur Verfügung.


VW hat mittlerweile ein grosses Angebot an ID-Fahrzeugen. Der ID.2 in Polo-Grösse folgt nächstes Jahr, der Kleinbus ID.Buzz soll ab 2024 ausgeliefert werden.



Tesla fehlte leider erneut an der SEMS. Sie hätten ihre Teilnahme nur unter der Bedingung zugesagt, dass sie nicht die üblichen 300 Franken pro Auto bezahlen müssen, sondern gratis kommen dürfen. Was die Veranstalter verständlicherweise abgelehnt haben. Diese Haltung von Tesla ist bedauerlich. Sie verhindert, dass sich die interessierten Personen ein wirklich umfassendes Bild des aktuellen Angebots an Elektroautos machen können.
Fazit
Auch dieses Jahr standen an der Seeland E-Mobilitäts Show über zwanzig Elektroautos verschiedener Hersteller sowie elektrische Motorräder für Probefahrten bereit. Ein Angebot, das rege genutzt wurde. Und das ist gut, denn erst die Probefahrt kann skeptische Personen von der Elektromobilität überzeugen. Mir gefällt bei Elektroautos, dass die Motorleistung – sofern denn genügend vorhanden ist – sofort zur Verfügung steht. Das Auto muss nicht zuerst eine gewisse Drehzahl aufbauen oder das Turbo-Loch überwinden, bevor etwas geschieht, sondern beschleunigt direkt beim Drücken des Pedals. Und natürlich, dass sie beim Fahren die Umwelt nicht mehr belasten.
Deshalb mein Aufruf an alle: Gebt den Elektroautos eine Chance. Je mehr Hersteller neue EVs auf den Markt bringen, desto mehr ist für jeden und jede das passende Fahrzeug mit dabei. Macht eine Probefahrt und informiert Euch über das Thema. Ich bin sicher, Ihr findet dabei das richtige Elektroauto für Euch.
Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/sems2022
]]>Kreuz und quer über den Stadtplatz: Das ist mein Video mit Impressionen vom Ferrari-Treffen Aarberg 2022:
Und ein paar Fotos:



Das «Cavallino rampante» klassisch und modern – mir gefällt beides

Mal nicht rot, gelb, weiss oder schwarz: ein dunkelblauer Ferrari Roma





Ferrari, Ferraris, Ferraris, soweit das Auge reicht. Schon zum 23. Mal veranstaltet die Garage Németh dieses Treffen in der malerischen Altstadt von Aarberg, das Ferraristi und Auto-Begeisterte aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland anlockt. Immer wieder wird Italienisch gesprochen. Die meist männlichen Besitzer sind stolz auf ihre Autos und zeigen sie gerne. Um jede geöffnete Motorhaube scharen sich sofort Zuschauerinnen und Zuschauer – vor allem wenn es sich dabei um ein spezielles Modell wie den Ferrari 512 BB (gebaut von 1976–1984) oder den noch älteren Ferrari 250 GTE (gebaut von 1960–1963) handelt.
Ferrari 512 BB






Ferrari 250 GTE





Der Corso fährt los!
Dieses Jahr brauchte es viel Geduld, um den Ferraris bei der Fahrt über die Holzbrücke zuzuschauen. Der Corso um den Neuenburgersee startet kurz nach 14 Uhr, wie immer mit Josef Németh an der Spitze. Dieses Jahr fährt er einen eleganten schwarzen Ferrari California T.

Danke fürs Winken!

Hinter ihm folgt der neueste Ferrari auf dem Platz, ein weinroter Ferrari 296, der erst seit diesem Jahr gebaut wird – Ferraris zweites Hybrid-Fahrzeug mit 6 Zylindern und einem Elektromotor, der 167 PS leistet. Es sei ein «echter Ferrari mit sechs Zylindern», wie Ferrari betont. Es ist das erste Pferdchen mit einem derart kleinen Motor, nachdem die früheren 6-Zylinder-Modelle 206 (1967–1969) und 246 (1969–1974) nicht als Ferraris, sondern lediglich als «Dino» und ohne Ferrari-Emblem verkauft wurden.

Dahinter fährt ein ebenfalls weinroter Ferrari SF90, Ferraris erster Hybrid, der seit 2020 hergestellt wird. Seine drei Elektromotoren produzieren 220 PS. Beide Autos können 25 km rein elektrisch fahren, was sie auf der Holzbrücke aber hoffentlich nicht tun. Die Leute warten schliesslich hier, um Ferraris nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören.

Eine Viertelstunde lang fahren Ferrari um Ferrari los – teils dicht nacheinander, teils mit viel Abstand. Für eine kleine Aufregung sorgt ein Motorradfahrer, der die Absperrung mit Fahrverbotstafel umfährt und nach kurzem Warten bei Grün losknattert… nur um wenig später unter viel Gelächter der Zuschauerinnen und Zuschauer seine Maschine wieder rückwärts von der Brücke rollen zu müssen, als ihm mehrere Ferraris entgegenkommen. Sie haben heute immer Vortritt.
Schaut den ganzen Corso inklusive Motorrad-Zwischenfall in meinem Video:
Nach der Rundfahrt um den Neuenburgersee treffen sich die Ferrari-Fahrenden zum Apéro in der Garage Németh in Hinterkappelen. Für das Publikum und mich ist das Treffen aber hier zu Ende. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr – und hoffe natürlich, dass dann wieder mehr der speziellen Ferraris dabei sind, die mich als Kind zum Petrolhead gemacht haben. Ausser dem Ferrari 512 BB fehlten sie dieses Jahr leider fast alle.
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Auch bei der dritten Austragung im Königreich Saudi-Arabien gibt es weiterhin neue Landschaften zu erkunden! Auf die Teilnehmenden wartet dieses Jahr noch mehr Sand in den Sonderprüfungen. Ob auf den Pisten oder beim Überfahren der riesigen Dünenketten: Die Navigation wird wieder besonders wichtig sein, um die Orientierung nicht zu verlieren.
Über 1’000 Fahrerinnen und Fahrer sind mit insgesamt 578 Fahrzeugen am Start. Nach dem Prolog am Neujahrstag geht das Rennen am 2. Januar 2022 so richtig los. Über was sich Petrolheads aber so richtig freuen können, ist die bessere Sendezeit auf Eurosport: Die Zusammenfassung des Tages läuft neu bereits um 21:00 Uhr und dauert knapp eine Stunde lang – zwei Stunden früher und fast doppelt so lang wie bisher!

Das sind die 14 Schweizer an der Dakar Rally 2022:
Startnummer 116: Honda 450 CRF RS Moto, Kategorie Bike

Nicolas Monnin
Der 52-jährige Ingenieur aus der Westschweiz ist zum zweiten Mal an der Dakar Rally dabei. Im 2016 stürzte er auf der vierten Etappe und fuhr trotz einer gebrochenen linken Hand und schmerzenden Wirbeln weiter. 900 km lang hielt er durch, bis er dann doch aufgeben musste. Dieses Jahr will er aber ins Ziel kommen. «Mein einziger Gegner bin ich», sagt er, und: «Dieses Jahr möchte ich wirklich so viel Spass wie möglich haben.» Mit im Gepäck hat Nicolas Monnin auch ein spezielles Trikot, das er zusammen mit einer Ingenieurschule entwickelt hat. Es misst die Vitalwerte des Trägers und kann bei Problemen die Rennleitung alarmieren. Er hofft, dass er damit den Rally-Sport zukünftig sicherer machen kann.
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Startnummer 251: Rebellion Racing DXX, Kategorie Car

Alexandre Pesci (Fahrer)
Stephan Kuhni (Beifahrer)
Alexandre Pesci und Stephan Kuhni fahren die Dakar schon zum dritten Jahr in Folge. Vor zwei Jahren landeten sie auf dem 43. Platz, letztes Jahr mussten sie nach der neunten Etappe aufgeben. Alexandre Pesci ist Präsident und Teamchef des erfolgreichen Schweizer Rennteams Rebellion Racing, das an Langstreckenrennen u.a. in Le Mans als Privatteam auch Werksfahrer von Audi, Porsche, Toyota und Peugeot ins Schwitzen brachte.
Dieses Jahr schien für die beiden das Rennen noch vor dem Start gelaufen zu sein: Vor ein paar Tagen brannte der Rennwagen komplett aus. Team-Kollege Romain Dumas bot ihnen sogleich seinen Rebellion Rennwagen an, mit dem er eigentlich hätte mitfahren wollen. Doch auch er kann trotzdem teilnehmen. Kein anderer als der mehrfache Dakar-Sieger Nasser Al-Attiyah hat dem Franzosen seinen Toyota Hilux überlassen, in dem er vor ein paar Monaten die Marokko-Rally gewann.
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Startnummer 342: Team Sottile BTR Can-Am X3, Kategorie Light Prototype

Paolo Sottile (Fahrer)
Matteo Sottile (Beifahrer)
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Startnummer 421: Team Galag BRP Can-Am Maverick XRS, Kategorie SSV

Jerome de Sadeleer (Fahrer)
Michael Metge (Beifahrer)
Der 33-jährige Unternehmer und Rennfahrer aus Lausanne fährt zum ersten Mal die Dakar mit, kann mit dem Franzosen Michael Metge aber auf einen erfahreren Beifahrer zählen.
Link zum Profil auf Dakar.com Jerome Racing auf Instagram Website von Jerome Racing
Startnummer 763: Lada Niva Red Legend Team, Kategorie Classic

Mario Jacober (Fahrer)
Sladan Miljic (Beifahrer)
Der 44-jährige Mario Jacober und sein 28-jähriger Beifahrer Sladan Miljic restaurieren und fahren gerne alte Autos. Sie sind zum ersten Mal bei der Dakar Rally dabei. Die Idee dazu kam Mario Jacober beim Eisfischen in Sibirien, der Heimat seiner Frau. Auf dem zugefrorenen See fahren viele Lada Niva Oldtimer herum, scheinbar unbeeindruckt von der autofeindlichen -35° Kälte. Wenn der Lada so gut im kalten Schnee ist, muss er auch im heissen Sand gut sein, dachte er sich. Ihr Vorhaben mit dem 37-jährigen Lada Niva ist in Russland auf grosses Interesse gestossen. Lada unterstützt die beiden, und eine russische Journalistin führt tägliche Interviews mit ihnen.
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Startnummer 794: Team Marisa Toyota HDJ 80, Kategorie Classic

Antonio Garzon (Fahrer)
Guillermo Baeza (Beifahrer)
Der Immobilien-Entwickler aus der Westschweiz, der in seiner Freizeit gerne alte Autos sucht und restauriert, fährt zum ersten Mal an der Dakar mit. Als Schweizer Meister im Porsche Cup GT4 2021 bringt er aber auf jeden Fall genügend Rennerfahrung mit. Ob er in der Wüste genauso erfolgreich sein wird wie auf der Rennstrecke, wird sich zeigen. Sand kenne er eigentlich nur vom Strand, erklärt er.
Link zum Profil auf Dakar.com Antonio Garzon auf Instagram
Startnummer 802: Philippe Maréchal Range Rover, Kategorie Classic

Philippe Maréchal (Fahrer)
Jean-François Baud (Beifahrer)
Die beiden Westschweizer lieben es, in historischen Fahrzeugen überall auf der Welt unterwegs zu sein – aber eigentlich mehr aus Leidenschaft fürs Reisen und Autos statt aus sportlichen Gründen. Sie waren schon auf der Panamericana gefahren, und vor zwei Jahren die Strecke des Paris-Peking-Autorennens aus dem Jahr 1907. Ihren bald 40-jährigen Range Rover haben sie selbst auf das Rennen vorbereitet und wollen ihn auch im Biwak selbst instand halten.
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Startnummer 839: Zolliker Toyota HDJ80, Kategorie Classic

Cedric Zolliker (Fahrer)
Benoit Burnier (Beifahrer)
Cedric Zolliker ist von historischen Fahrzeugen begeistert und nimmt regelmässig an Oltimer-Rennen teil. Mit zehn Monte Carlo, einer Rally Portugal und zwei Panamericanas sowie «fünfzehn oder zwanzig Jahren» auf der Rennstrecke sollte er bestens auf die Dakar vorbereitet sein. Sein Beifahrer Benoit Burnier war im Jahr 2009 als Helfer eines Motorradfahrers an der Dakar dabei und hat seitdem hoffentlich nicht verlernt, das Roadbook zu lesen.
Die Teams 794, 802 und 839 bilden zusammen eine Mannschaft und sind gemeinsam an der Dakar unterwegs.
Alle im Ziel!
Update vom 14. Januar 2022: Herzlichen Glückwunsch! Nasser Al-Attiyah gewinnt die Dakar Rally erneut. Eine tolle Leistung! Sam Sunderland ist Sieger auf dem Motorrad. Noch schöner ist aber: ALLE 14 Schweizer haben es beim Wüstenrennen ins Ziel geschafft!
| Startnummer | Name | Kategorie | Rang |
| 116 | Nicolas Monnin | Bike | 113. |
| 251 | Alexandre Pesci Stephan Kuhni |
Car | 53. |
| 342 | Paolo Sottile Matteo Sottile |
Light Prototype | 26. |
| 421 | Jerome de Sadeleer Michael Metge |
SSV | 25. |
| 763 | Mario Jacober Sladan Miljic |
Dakar Classic | 115. |
| 794 | Antonio Garzon Guillermo Baeza |
Dakar Classic | 57. |
| 802 | Philippe Maréchal Jean-François Baud |
Dakar Classic | 107. |
| 839 | Cedric Zolliker Benoit Burnier |
Dakar Classic | 28. |

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]]>Für den Einlass braucht’s kein Zertifikat, aber einen Ferrari – zumindest für Personen, die mit dem Auto auf den Stadtplatz fahren möchten. Und trotzdem steht an diesem 29. August 2021 ein wahres Schmuckstück der 80er-Jahre, ein Ferrari 512 BB, ziemlich unbeachtet auf dem Besucherparkplatz unterhalb der Holzbrücke.

Noch älter geht es am oberen Ende der engen Treppe weiter. Wie immer stehen die älteren Jahrgänge neben dem Amthaus. Ein gelber Ferrari 275 GTB, gebaut ab dem Jahr 1964, und ein Ferrari 365 GTB/4, gebaut ab 1969, sind die ältesten Fahrzeuge auf dem Platz. Aber auch mehrere Ferrari Testarossa und weitere Schmuckstücke sind hier zu finden.


Die neuesten Modelle aus der Sportwagenschmiede in Maranello sind auf der gegenüberliegenden Seite, bei der östlichen Zufahrt zum Stadtplatz, zu finden. Gleich zwei Ferrari SF90 Stradale glänzen hier um die Wette. Sie sind die Highlights des diesjährigen Ferrari-Treffens Aarberg. Es macht Spass, die kleinen Unterschiede zwischen den beiden Autos mit ihrer fast identischenzweifarbigen Lackierung zu entdecken. Beispielsweise zog einer der Besitzer ein mattschwarzes Ferrari-Logo auf dem vorderen Kotflügel vor.
Der SF90 Stradale ist Ferraris erster Plug-in-Hybrid, wobei die drei Elektromotoren eher den Achtzylinder-Verbrennungsmotor unterstützen als das Auto umweltfreundlicher zu machen. Dank ihren 220 PS steigern sie die Leistung des SF90 Stradale auf 1’000 PS. Und ermöglichen das rein elektrische Fahren bis 25 km/h.





Auf dem roten Teppich zieht ein Ferrari Roma die Blicke auf sich. Auch er ist ein sehr neues Modell, das erst seit letztem Sommer ausgeliefert wird. Seine Kurven weichen ziemlich vom sonstigen Ferrari-Design ab und erinnern mich mehr an einen Aston Martin Vantage. Sein Kühlergrill ist gar nicht mein Geschmack.



Der gelbe Ferrari 812 Superfast aus dem Kanton Wallis, letztes Jahr noch der einzige seiner Art (abgesehen vom Aussteller-Auto der Garage Németh), hat deutlich Zuwachs erhalten. Das Modell scheint beliebt zu sein – was ich aufgrund seiner schönen Form gut verstehe. Genauso stark vertreten sind der Ferrari 488 und sein Nachfolger, der F8. Dieser gefällt mir jedes Mal mehr, wenn ich wieder einen sehe. Ja man könnte tatsächlich sagen: Der F8 Tributo hat sich fast unbemerkt zu meinem Lieblings-Ferrari dieses Jahrhunderts entwickelt. Ein gelb-schwarzes Modell mit passend lackierten Felgen hat es mir besonders angetan.


Sehr auffällig ist natürlich auch dieser folierte F8 mit Feuerblitzen und Spiderman auf den Türen.

Aber auch sonst bot das Ferrari-Treffen Aarberg etwas für fast jeden Geschmack. Autos in allen Farben gab es zu bestaunen – auch wenn das Rosso Corsa, das typische Rennrot von Ferrari, klar dominiert. Ich hatte sogar das Gefühl, dass trotz des unsicheren Wetters mehr Autos auf dem Platz standen als sonst. Nur die Besitzer der ganz besonderen Modelle, die in den letzten Jahren zu sehen waren, sind deswegen wohl dieses Jahr nicht gekommen. Ich hoffe natürlich schon, mich nächstes Jahr wieder an einem Ferrari F40 oder einem Ferrari 288 GTO sattsehen zu können.









Mit ziemlicher Verspätung sind die meisten Ferraris dann gegen 14 Uhr zum Corso gestartet, der Ausfahrt um den Neuenburgersee. Patron Josef Németh hat die Tour in einem gelben Ferrari 458 Speciale angeführt. Und kurz angehalten, um sich zu erkundigen, ob ich denn nun Fotos oder Radar mache.
Die Fotos der 72 Ferraris auf dem Corso sind auf unserem Instagram-Konto Petrolhead.ch zu sehen.

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