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Bisher waren die XX-Modell von Ferrari der Rennstrecke vorbehalten. Mit dem FXX überraschte Ferrari vor 20 Jahren alle: Nur 30 Stück wurden gebaut, der 30. ging an Michael Schumacher. Mit dem FXX K folgte vor 10 Jahren das Nachfolgemodell. Auch die dabei produzierten 32 Stück sind nicht für den Strassenverkehr zugelassen. Dazwischen gab es eine Rennversion des Ferrari 599, den 599XX.
Der Ferrari SF90 XX ist das erste XX-Modell mit Strassenzulassung. Er unterscheidet sich vom normalen SF90 durch eine gesteigerte Leistung (1030 statt 1000 PS), eine verbesserte Aerodynamik mit einem markanten feststehenden Heckflügel, ein rennstrecken-optimiertes Fahrwerk mit ABS EVO und einer speziellen Boost-Funktion für mehr Leistung am Kurvenausgang. Neben dem Heckflügel wurden auch frontale S-Ducts und optimierte Lufteinlässe in den Kotflügeln integriert, um Abtrieb und Durchströmung zu verbessern. Insgesamt erzeugt die XX-Version doppelt so viel Abtrieb wie der normale SF90 und beschleunigt in 2,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der SF90 XX wurde in einer deutlich höheren Stückzahl hergestellt als die bisherigen XX-Modelle. Trotzdem sind die 799 Exemplare des Stradale und 599 des Spider (natürlich) bereits ausverkauft.
Gleich drei Ferrari SF90 XX haben die Besucherinnen und Besucher in Aarberg begeistert. Rot ist die klassische Ferrari-Farbe. Mit den schwarzen und Karbon-Elementen ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild.



Aber auch in Weiss mit dunkelblauer Kontrastfarbe wirkt das Auto sehr chic.




Den speziellsten SF90 XX als offener Spider in einer Art Skarabäusgrün mit der Zahl «05» auf der Seite fuhr der Basler Ferrari-Händler Niki Hasler.



Grün war auch die Wunschfarbe anderer Ferraristi auf dem Platz. Besonders hervorgestochen ist ein froschgrüner Ferrari Roma, der aus dem Kanton St. Gallen ins Berner Seeland gefahren ist.



Daneben schon dezent wirkte der dunkelgrüne Ferrari F8 Tributo mit Aargauer Nummernschildern. Das «Verde British» ist eine offizielle Farbe, die ab Werk erhältlich ist.

Automobile Németh stellt in Aarberg jeweils auch immer die neuesten Modelle aus. Besonders interessiert hat mich dabei der Ferrari 12Cilindri, den ich bisher nur von Fotos kannte. Der «Dodici Cilindri» ist das Nachfolgemodell des Ferrari 812. Mit seiner langen Front, den geschwungenen Kotflügeln und dem schwarzen Balken (statt Plexiglas) zwischen den Lichtern erinnert er stark an den Ferrari 365 GTB/4 Daytona.




Aber natürlich haben auch die übrigen der gut 200 Ferraris auf dem Stadtplatz begeistert, wobei ich das Gefühl hatte, dass weniger ältere Fahrzeuge zu sehen waren als sonst. Hier meine Impressionen:






Kurz nach 14 Uhr stellte eine Security-Mitarbeiter das Absperrgitter vor der Holzbrücke zur Seite, und wenig später startete der Corso um den Neuenburgersee. Im ersten Fahrzeug führte wie immer Josef Németh die Rundfahrt an. Dieses Jahr fuhr er einen Ferrari 488 Spider. Hier der ganze Corso im Video:













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Schade. Scheinbar waren ein Ferrari Monza SP2 und ein LaFerrari schon wieder weg, als ich auf dem Stadtplatz eingetroffen bin.
Mit dem Ferrari aufgewachsen
Eine besondere Freude war die Begegnung mit Peter Schmitz. Sein dunkelroter Ferrari 250 GTE von 1961 ist mir schon letztes Jahr aufgefallen – und auch seinen Mitfahrern Nadja und Laurent, die ihn dank meinem Video kennengelernt haben. So schön! Sein Vater hat das Auto neu gekauft, als Peter Schmitz drei Jahre alt. Schon als kleiner Bub ist er auf dem Rücksitz mitgefahren und zusammen mit dem Auto aufgewachsen, das bis heute im Familienbesitz bleibt. Hoffentlich noch lange!





Der 62 Jahre alt Ferrari ist das älteste Auto auf dem Platz, gefolgt vom silbernen Ferrari 365 GT 2+2, der von 1967 bis 1971 gebaut wurde und auch «Queen Mary» genannt wird.


Aufreihen zum Corso
Kurz vor 13:30 Uhr fährt Josef Németh vor das Absperrgitter bei der Holzbrücke. Wie immer führt er den Corso rund um den Neuenburgersee an. Dieses Mal ist er in einem eleganten Ferrari Roma unterwegs. «Eher zufällig», wie er mir verrät, obwohl der Roma zu seinen Lieblings-Ferraris gehöre. Der Patron von Németh Automobile und Organisator der Ferrari-Treffen in Aarberg ist auch mit diesem 24. Treffen sehr zufrieden. Auch wenn er ein wenig enttäuscht ist, dass er trotz seinen Bemühungen noch keinen Ferrari Purosangue zeigen kann. «Der erste SUV von Ferrari wird erst nächsten Monat geliefert.»

Und dann beginnt die Rundfahrt. Auf den Trottoirs der Holzbrücke stehen schon viele Leute bereit, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Denn hier hört man die Ferraris besonders schön. Und so lassen so manche Fahrerinnen und Fahrer den Motor aufheulen. Mein Video zeigt den Corso beim Verlassen der Holzbrücke:
Hier weitere Impressionen vom Stadtplatz Aarberg zur Mittagszeit:





















Und danke für das Selfie!

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]]>Wie jedes Jahr hat Automobile Németh zum Ferrari-Treffen in Aarberg eingeladen. Und Ferrari-Besitzer und Ferrari-Fans sind dem Aufruf gleichermassen gefolgt. Auf dem mittelalterlichen Stadtplatz herrscht ein reges Treiben. Ferraris treffen ein oder fahren los, überall glitzert roter, gelber, weisser und schwarzer Lack im Sonnenschein um die Wette, während Fans jeden Alters Auto um Auto bewundern. Maranello hat für einen Tag Aarberg erobert.



Von ganz neu bis älter
Automobile Németh hat die drei neusten Modelle von Ferrari mitgebracht, die alle mit einem Frontmotor ausgestattet sind. Der Ferrari Portofino wird erst seit diesem Jahr produziert. Sein Achtzylinder-Motor leistet stattliche 600 PS.


Daneben steht das zweitneuste Modell, ein Ferrari 812 Superfast. Sein Zwölfzylinder-Motor entwickelt starke 800 PS. Daneben befindet sich ein grauer Ferrari GTC4Lusso mit vier Sitzplätzen.

Weiter hinten auf dem Platz steht noch ein weiterer Ferrari 812 Superfast in Gelb, der aus dem Wallis angereist ist. Der 812 Superfast ist endlich mal wieder ein Ferrari, der mir so richtig gut gefällt.

Ebenfalls zu den aktuellen Modellen gehört der graue Ferrari 488 mit seinem Italien-Band. Von ihm und seinem Vorgänger 458 sind hier viele Exemplare zu sehen – auch eins mit einer Sonnenblende mit «Cars»-Augen, die mich zum Schmunzeln bringen. Im ersten der Animationsfilme trat ja Michael Schumacher als Ferrari F430 auf, das Vorgängermodell dieses 458. Wunderschön sind auch die Rücklichter des Ferrari California.



Trotz der vielen schönen Autos halte ich weiter Ausschau nach einem meiner beiden Lieblings-Ferraris und werde belohnt: Vor der Kirche im Westen des Städtchens ist ein Ferrari F40 parkiert, Ferraris zweiter Supersportwagen, der von 1987 bis 1992 gebaut wurde. Natürlich hing auch in meinem Kinderzimmer ein grosses F40-Poster an der Wand. Ich kann mich gar nicht sattsehen!


Auf dieser Seite des Platzes stehen weitere Ferrari-Klassiker aus meiner Jugendzeit: 308 GTB, 512 BB und ein paar Testarossa. Noch mehr Testarossa und einen Ferrari Daytona habe ich bei der Hinfahrt auf der Autobahn gekreuzt. Die sind leider schon wieder nach Hause gefahren.



Corso um den Neuenburgersee
Kurz nach Mittag beginnen sich die Ferrari-Fans entlang der alten Holzbrücke aufzureihen. Der Corso und damit der Höhepunkt des Ferrari-Treffens beginnt gleich. Pünktlich um 13:30 Uhr fährt Németh-Geschäftsleiter Josef Németh mit einem schwarzen Ferrari 458 Spider über die Holzbrücke. Er leitet den Konvoi, der von hier aus rund um den Neuenburgersee und dann nach Bern zum Münsterplatz führt. Was für ein schöner Tag für eine Ausfahrt, und ein grossartiger Tag für alle Ferrari-Fans.


Das Ferrari-Treffen in Aarberg
Das von Automobile Németh veranstaltete Ferrari-Treffen in Aarberg findet jedes Jahr im August statt. Informationen sind jeweils im Voraus auf der Webseite www.nemeth.ch zu finden.



Ferrari F40
Und hier noch mehr Fotos des Ferrari F40. Zu seiner Zeit war er mit 324 km/h der schnellste Serienwagen der Welt. Ferrari-Gründer Enzo Ferrari machte sich mit dem F40 ein Geschenk zum 40-Jahr-Jubiläum der Automarke Ferrari. Insgesamt nur 1’315 Exemplare des Ferrari F40 wurden produziert. Der F40 hier gehört zur späteren Serie mit «normalen» Seitenfenstern. Die erste Serie hatte fixe Fenster mit einem kleinen Schiebefenster.







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