Warning: Undefined array key "HTTP_X_FORWARDED_PROTO" in /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-config.php on line 82 Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-config.php:82) in /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-includes/feed-rss2.php on line 8 Auto-Salon Genf – Petrolhead.ch https://petrolhead.ch Petrolhead.ch – Das Schweizer Autofahrerblog Sun, 03 Mar 2024 08:15:00 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Ein Requiem für den Auto-Salon Genf https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/ein-requiem-fuer-den-auto-salon-genf/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=ein-requiem-fuer-den-auto-salon-genf https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/ein-requiem-fuer-den-auto-salon-genf/#respond Sat, 02 Mar 2024 23:21:16 +0000 https://petrolhead.ch/?p=3763 [Weiterlesen]]]> Der Auto-Salon Genf ist zurück – und enttäuscht. Vom einstigen Spektakel mit vielen Neuheiten und einer grossen Auswahl aller Marken, aus denen man sich nächstes Auto auswählen konnte, ist nichts mehr übrig. Wir berichten von der Begräbnisfeier.

Alle fehlen. Alle bis auf einen: Renault ist als einziger bekannter Autohersteller am Auto-Salon 2024 vertreten, inklusive seiner rumänischen Tochtermarke Dacia, und stellt hier den neuen Renault 5 vor. Das Elektroauto im Retro-Design gefällt. Den Baguette-Halter habe ich beim Probesitzen allerdings nicht gefunden, und eines hat mich besonders gestört: Obwohl das Auto deutlich grösser ist als das Original, fühlt es sich sehr klein an. Als ich hinten einsteigen will, stosse ich zuerst mit dem Kopf gegen das Dach und bekomme dann meine Beine nicht hinein, so eng ist hier der Platz bemessen.

Daneben nutzen bisher kaum bekannte Hersteller und chinesische Tesla-Kopien die Gelegenheit, um auf den Schweizer und europäischen Markt zu drängen. Das klappt. Da die bekannten Automarken abwesend sind, stossen sie mangels Alternativen auf Interesse.

Und eigentlich war es das auch bereits mit dem Auto-Salon Genf 2024. Spätestens nach einer Stunde hat man die Aussteller gesehen, die sich auf knapp 20% der bisherigen Fläche präsentieren.

Um trotzdem wenigstens zwei der sieben Messehallen-Bereiche zu füllen – der Rest ist mit grossen Raumteilern und Vorhängen abgetrennt – gibt es im oberen Stock grosse Sitzbereiche und eine bunt zusammengewürfelte Ausstellung mit Auto-Klassikern, Sportwagen und Oldtimern. Die Ausstellung ist nett und beinhaltet auch ein paar meiner Lieblings-Autos. Aber wenn ich ein Auto-Museum hätte besuchen wollen, wäre ich zur Collection Schlumpf im französischen Mühlhausen oder zur Autobau Erlebniswelt in Romanshorn gefahren.

Hier im oberen Stock sieht es dann doch noch ein bisschen nach Auto-Salon aus: Weil alle grossen Marken fehlen, haben die Organisatoren die sieben Finalisten des «Auto des Jahres» hingestellt. Dieses wird jeweils in Genf von einer europäischen Jury gewählt. Die Besucherinnen und Besucher umschwärmen die sieben Autos wie die Motten das Licht. Sie benutzen diese einzige Gelegenheit, doch noch in ein «normales» Auto zu sitzen, das sie vielleicht kaufen möchten. Neben dem Gewinner Renault Scenic sind das ein BMW 5er-Serie, BYD Seal, Kia EV9, Peugeot E-3008, Toyota C-HR und Volvo EX30.

Lohnt sich der Besuch am Auto-Salon Genf 2024? Kurz gesagt: Nein. Und die Verantwortlichen hätten sich besser an der Weisheit der Dakota-Indianer orientiert, die besagt: «Wenn du ein totes Pferd reitest, steig ab.» Doch dank wohl unerschöpflichem Geld aus Katar, wo der Genfer Auto-Salon nun ebenfalls stattfindet, wird er sicherlich auch weiterhin durchgeführt – als Schatten dessen, was er mal war.

Perma-Link zu diesem Beitrag: https://ptrl.ch/gims2024

]]>
https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/ein-requiem-fuer-den-auto-salon-genf/feed/ 0
Unsere Lieblinge am Auto-Salon Genf 2019 https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/unsere-lieblinge-am-auto-salon-genf-2019/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=unsere-lieblinge-am-auto-salon-genf-2019 https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/unsere-lieblinge-am-auto-salon-genf-2019/#comments Fri, 15 Mar 2019 21:33:41 +0000 https://petrolhead.ch/?p=2373 [Weiterlesen]]]> Der Auto-Salon Genf 2019 ist in vollem Gang. Und wieder buhlen unzählige Autos um die Gunst des Publikums. Während sich viele Besucher wegen ihrem nächsten Auto Gedanken machen, kommen andere wegen den seltenen Super- und Hypercars hierher, die sonst so gut wie nie zu sehen sind. Hier zeigen wir unsere Top 10 der Premieren und Concept Cars!

1. Bugatti «La Voiture Noire»

Auto-Salon Genf 2019: Bugatti «La Voiture Noire»

«Das schwarze Auto» ist der neueste Wurf von Bugatti, und nicht nur wunderschön und unmöglich zu fotografieren, sondern mit 11 Millionen Euro auch der teuerste Neuwagen der Welt. Bugatti hat sich den 1’500-PS-Boliden mit sechs Auspuffen zu seinem 110-Jahre-Jubiläum geleistet.

Auto-Salon Genf 2019: Bugatti «La Voiture Noire»

Inspiriert wurde «Das schwarze Auto» vom Bugatti Sondermodell Type 57 SC Atlantic, das zuerst Jean Bugatti, dem älteste Sohn des Firmengründers Ettore Bugatti, gehörte und von ihm so genannt wurde. Nachdem es im Zweiten Weltkrieg bei der Besetzung Frankreichs beschlagnahmt und Gerüchten zufolge in einem Zug nach Deutschland gebracht werden sollte, ist sein heutiger Verbleib unbekannt.

Auto-Salon Genf 2019: Bugatti «La Voiture Noire»

Auch der zukünftige Verbleib dieses Meisterstücks des Automobilbaus ist nicht bestätigt. Gerüchten zufolge hat Ferdinand Piëch, der langjährige VW-Chef und Enkel von Porsche-Gründer Ferdinand Porsche, das Einzelstück erstanden.

Auto-Salon Genf 2019: Bugatti «La Voiture Noire»

Auch ein wunderschöner Bugatti Divo ist am Bugatti-Stand ausgestellt. Die matte Farbe mit den hellblauen Elementen – inklusive hellblauer Radzierringe – ist einfach umwerfend.

Auto-Salon Genf 2019: Bugatti Divo

Ebenfalls am Auto-Salon Genf 2019 gezeigt wird das Sondermodell des Bugatti Chiron, der Bugatti Chiron Sport mit Farben der französischen Flagge unter dem Heckspoiler, von dem zum 110-Jahre-Jubiläum von Bugatti 20 Fahrzeuge gebaut werden.

Auto-Salon Genf 2019: Bugatti Chiron Sport

In meinen Augen sind das die schönsten Fahrzeuge das diesjährigen Auto-Salons.

2. Pininfarina Battista

Auto-Salon Genf 2019: Pininfarina Battista

Der Pininfarina Battista ist nach dem Firmengründer Battista Farina benannt. Vom 1’903 PS starken Elektro-Hypcercar mit einer Batterie von Rimac sollen ab dem kommenden Jahr insgesamt 150 Exemplare hergestellt werden. Es wird das stärkste Automobil sein, das je in Italien gebaut wurde.

Auto-Salon Genf 2019: Pininfarina Battista

Am Auto-Salon stehen gleich zwei Battistas in den oberen Hallen 1 und 2, einer am Stand von Pininfarina (Stand Nr. 1241) und einer am Stand von Automobili Pininfarina (Stand Nr. 2146).

Auto-Salon Genf 2019: Pininfarina Battista

Auto-Salon Genf 2019: Pininfarina Battista

Auto-Salon Genf 2019: Pininfarina Battista

Wir kennen Pininfarina als Design-Schmiede vieler Autohersteller. Pininfarina verdanken wir viele schöne italienische Sportwagen wie beispielsweise den Ferrari Daytona, Ferrari 308 GTB und GTS, Ferrari California oder den Maseratti Quattroporte, aber auch Alltagsautos wie den Peugeot 406 Coupé, Alfa Romeo Spider oder Ford StreetKa. Aber auch SBB-Lokomotiven oder das Zürcher Cobra-Tram wurden von Pininfarina designt.

3. Sbarro Renner

Auto-Salon Genf 2019: Sbarro Renner

Es ist absolut unglaublich, was die Schüler der Espera Sbarro Schule für Autodesign und Autokonstruktion in nur 60 Tagen auf die Beine – oder eher die Räder – gestellt haben. In dieser Zeit haben sie gemeinsam das Auto entworfen, ein Tonmodell hergestellt, ein Chassis aus Stahlrohren hergestellt, einen Subaru STI-Motor mit 300 PS eingebaut sowie die Karosserie und den Innenraum gebaut und das Auto lackiert. Eine unglaubliche Leistung.

Auto-Salon Genf 2019: Sbarro Renner

Der Sbarro Renner entspricht ihrer gemeinsamen Vision eines Rennwagens, der für die Strasse zugelassen ist. Inspiriert wurde er vom Porsche 904. Der Renner ist ein fahrbares Einzelstück, das im Besitz der Schule verbleibt.

Auto-Salon Genf 2019: Sbarro Renner

Auf den Stand von Sbarro am Auto-Salon Genf freue ich mich jedes Jahr am meisten. Hier zeigt der Schweizer Autodesigner Franco Sbarro seine neuen Kreationen, die häufig zu den wildesten des ganzen Salons gehören. Und auch seine Schüler präsentieren ihre Werke. Dabei handelt es sich jeweils um das vor dem Auto-Salon gebaute Modell sowie um das letztjährige Modell, das nach dem Auto-Salon entstand.

Auto-Salon Genf 2019: Sbarro Renner

Die Espera Sbarro Schule gehört zur Technischen Universität Montbéliard in Frankreich. Ich habe im 2017 einen Blick hinter die Kulissen der Schule geworfen und einen Blogbeitrag darüber verfasst. Der nächste Tag der offenen Türe findet am 6. April 2019 statt. Weitere Informationen gibt es auf der Facebook-Seite der Espera-Sbarro-Schule.

4. Peugeot E-Legend Concept

Auto-Salon Genf 2019: Peugeot E-Legend Concept

Mit dem E-Legend Concept Car will Peugeot die Langeweile aus der Zukunft nehmen. Sein Elektromotor leistet 462 PS und soll das Auto in unter 4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.

Auto-Salon Genf 2019: Peugeot E-Legend Concept

Das E-Legend-Konzept wurde dem ikonischen Peugeot 504 Coupé nachempfunden, das übrigens auch von Pininfarina designt wurde. Es ist Peugeots Studie eines autonomen Fahrzeugs der Zukunft.

Auto-Salon Genf 2019: Peugeot E-Legend Concept

Mit solchen Aussichten sieht die Zukunft rosig aus. Denn das Concept Car ist extrem gut gelungen. Schaut Euch nur all die raffinierten Lichter an!

Auto-Salon Genf 2019: Peugeot E-Legend Concept

Das E-Legend Concept greift übrigens das Peugeot-Logo wieder auf, das von 1960 bis 1964 im Einsatz war und damit noch aus der Zeit vor dem Peugeot 504 Coupé stammt (von 1969 bis 1983 produziert). Nicht ganz stilecht.

Auto-Salon Genf 2019: Peugeot E-Legend Concept

Im minimalistischen, futuristischen Innenraum fällt vor allem der grosse Bildschirm im Fussraum auf. Mit seinen 1,25 Metern Diagonale kann der viel mehr als nur die nächste Abzweigung anzeigen.

Auto-Salon Genf 2019: Peugeot E-Legend Concept

Mir persönlich gefällt auch die hellblaue Innenausstattung. :-)

5. Ferrari F8 Tributo

Auto-Salon Genf 2019: Ferrari F8 Tributo

Der F8 Tributo ist das neueste Modell von Ferrari und Nachfolger des Ferrari 488. Er lehnt sich denn auch vom Design her stark an seinen Vorgänger an, mit einer überarbeiteten Front- und Heckpartie.

Auto-Salon Genf 2019: Ferrari F8 Tributo

Im Gegensatz zu den vielen Elektro-Sportwagen setzt Ferrari weiterhin auf einen Verbrennungsmotor. Eingebaut ist der aus dem 488 bekannte V8-Biturbo-Motor mit 720 PS, der den Ferrari in 2,9 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt.

Die Rückseite des F8 Tributo erinnert mich stark an den Ferrari SP38 Deborah, ein auf Kundenwunsch produziertes Einzelstück, das letztes Jahr an der Grand Basel 2018 (weit nach unten scrollen) ausgestellt wurde.

Auto-Salon Genf 2019: Ferrari F8 Tributo

Den Tribut in seinem Namen zollt der F8 übrigens dem Ferrari 3,9-Liter-V8-Biturbo-Motor, der in den Jahren 2016, 2017 und 2018 die  «International Engine of the Year»-Auszeichnung als Motor des Jahres erhielt.

6. Piëch Mark Zero

Auto-Salon Genf 2019: Piëch Mark Zero

Mit dem Piëch Mark Zero stellen die in Zürich lebenden Toni Piëch und Rea Stark Rajcic ihre neue Deutsch-Schweizer Automarke Piëch vor. Der Name ist Autofans bekannt; Ferdinand Piëch, Toni Piëchs Vater, stand viele Jahre an der Spitze von VW, von 1993 bis 2002 als Vorstandsvorsitzender und danach bis 2015 als Aufsichtsratsvorsitzender. Toni ist zudem Urenkel von Porsche-Gründer Ferdinand Porsche.

Auto-Salon Genf 2019: Piëch Mark Zero

Das Design des Piëch Mark Zero ist eine moderne Interpretation von klassischen, puristischen Sportwagen und wirkt zeitlos und modern. Der ovale Frontgrill beispielsweise wurde vom Ferrari 250 GTO, dem Jaguar E-Type oder dem Shelby Cobra inspiriert.

Auto-Salon Genf 2019: Piëch Mark Zero

Der Mark Zero wird von drei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von über 600 PS angetrieben. Der Elektrosportler beschleunigt in 3,2 Sekunden von Null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Dank einer neuartigen Batterie-Technik einer Partnerfirma aus China sollen die Akkus in nur 4:40 Minuten zu 80% aufgeladen werden können.

Auto-Salon Genf 2019: Piëch Mark Zero

Der Piëch Mark Zero soll in drei Jahren marktreif und zum Preis von zwischen 150’000 und 170’000 Euro erhältlich sein.

Auto-Salon Genf 2019: Piëch Mark Zero

Mehr über das Auto ist im separaten Blogbeitrag über den Piëch Mark Zero zu finden.

7. Cupra Formentor

Auto-Salon Genf 2019: Cupra Formentor

Seit Anfang 2018 erscheinen die Sportversionen von Seat unter der eigenständigen Marke «Cupra». Doch Cupra will mehr sein als nur ein Seat-Ableger. Am Auto-Salon 2019 präsentiert Cupra das seriennahe Konzept-Fahrzeug Formentor.

Auto-Salon Genf 2019: Cupra Formentor

Das nach einer Halbinsel im Osten von Mallorca benannte SUV-Coupé lehnt sich an den Seat Tarraco an, zumindest bei den Lichtern und dem Kühlergrill. Die Lichter-Partie erinnert mich sehr an den Maserati Levante. Gegen hinten wird der Formentor aber schnittiger – wie ein richtiges Coupé halt – und endet in einer sehr markanten Heckpartie mit markanten Rücklichtern und Kanten.

Das Serienmodell mit Hybrid-Antrieb soll 2020 auf den Markt kommen und wird vermutlich auch als abgeschwächte Seat-Version erscheinen.

8. Alfa Romeo Tonale

Auch Alfa Romeo enthüllt mit seinem Tonale ein sportliches 2+2-Sitzer SUV-Coupé, das hoffentlich nicht nur ein Konzept bleibt. Auch er ist als Plug-in-Hybrid konzipiert.

Speziell sind vor allem die Lichter, denen die Fotos nicht ganz gerecht werden. Das Auto mit den Dreifachscheinwerfern erinnert mich stark an den von Zagato designten Alfa SZ, oder auch den späteren Alfa Romeo Brera und den Spider. Ich finde ihn auf jeden Fall stimmiger als den Stelvio.

Das Auto ist nach dem Tonalepass in den Alpen zwischen Italien und der Schweiz benannt. Sein Name wirkt für mich ein wenig unglücklich, da er sich sehr ähnlich anhört wie «Zehennagel» auf Englisch.

9. Koenigsegg Jesko

Am Auto-Salon Genf 2019 enthüllt Christian von Koenigsegg seinen neuen Hypercar. Und hält eine Überraschung für seinen 80-jährigen Vater bereit, der bei der Premiere mit dabei ist. Denn er hat das Auto nach ihm benannt, und das sogar mithilfe einer falschen Pressemitteilung geheim gehalten. Auch wenn Jesko von Koenigsegg als leidenschaftlicher Reiter eigentlich 1 PS den weit über 1’000 PS seiner Hypercars bevorzugt, wie Christian betont. Jesko von Koenigsegg hatte seinen Sohn schon immer unterstützt und vor allem auch, als er als 22-Jähriger seine Superwagen-Firma gegründet hatte.

1’578 PS sind es übrigens beim Koenigsegg Jesko, wenn der mit E85 Ethanol betankt wird, ansonsten 1’280 PS mit normalem Benzin. Diese werden vom 5,0-Liter-V8-Biturbo-Motor produziert, der bereits im Agera im Einsatz war. Eine neu entwickelte Kurbelwelle hilft beim Jesko, noch ein paar Pferdestärken mehr aus dem Motor herauszuholen.

Ebenfalls komplett neu entwickelt wurde das 9-Gang-Getriebe. Das funktioniert ähnlich wie bei einem Fahrrad, das vorne und hinten eine Gangschaltung hat. Mit dieser doppelten 3-Gang-Schaltung kann mehr oder weniger frei zwischen verschiedenen Gängen hin- und hergeschaltet werden. «Light Speed Gearbox» und «Ultimate Power on Demand» nennt Christian von Koenigsegg die Technik, mit der er als Erster die 300 mph-Grenze (483 km/h) durchbrechen will. Dabei erzeugt der riesige Heckspoiler über 1’700 kg Anpressdruck, um das Auto am Boden zu halten – also mehr als das Gewicht des Jeskos.

Wie beim Agera lässt sich übrigens auch hier das Targa-Dach entfernen… aber nicht im Vorderteil des Hypercars verstauen und damit nicht mitnehmen. «Da gibt es nur eins: Schnell nach Hause fahren, wenn es zu regnen beginnt», witzelt Christian von Koenigsegg bei der Enthüllung.

10. VW ID. Buggy

Auto-Salon Genf 2019: VW I.D. Buggy

Gut 50 Jahre nach dem Aufkommen der ersten Strandbuggys auf VW-Käfer-Basis plant Volkswagen eine Neuauflage! Zwar handelt es sich beim ID. Buggy erst um eine Studie, doch schon 2022 soll eine Serienversion des Auto tatsächlich vom Band rollen.

Auto-Salon Genf 2019: VW I.D. Buggy

Der neue Buggy fährt rein elektrisch. Der hinten verbaute Elektromotor liefert 204 PS, mit denen er die Hinterachse antreibt. Die 62-kWh-Batterie sorgt für eine Reichweite von immerhin 250 km. Der ID. Buggy soll auch Werbung machen für den Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB), auf dem das Auto basiert. Denn dieser kann als Grundlage für weitere Fahrzeuge und Kleinserien eingesetzt werden, und das nicht nur von VW. Ähnlich wie schon bei den Strandbuggys können die darauf aufgebauten Autos unter der eigenen Marke verkauft werden.

Auto-Salon Genf 2019: VW I.D. Buggy

Beim grünen Buggy fallen nicht nur seine Froschaugen auf, sondern auch, dass es weder Türen, Fenster noch ein Dach gibt. Lediglich ein Sonnen-/Regensegel soll zwischen Überrollbügel und Frontscheibe gespannt werden können.

VW hat uns schon einige Studien mit dem Versprechen gezeigt, damit eine Serienproduktion zu starten. Ob es dieses Mal stimmt, bleibt abzuwarten. Das MEB-System hat auf jeden Fall viel Potenzial.

One more thing: Peugeot 208 II

Neben dem E-Legend Concept präsentiert Peugeot am Auto-Salon Genf 2019 auch seinen neuen Peugeot 208 II. Dieser übernimmt die neue Marken-Optik, die Peugeot mit dem 508 II vor einem Jahr vorgestellt hat. Besonders auffällig sind die Lichter mit der 3-Krallen-Optik (nicht mehr nur hinten, sondern hier auch vorne) und natürlich mit der markanten Fangzahn-Lichtsignatur, die weit nach unten in die Frontschürze ragt. Hinten verbindet eine breite schwarze Zierleiste die Rücklichter.

Bei der GT-Line liefert der Benzinmotor 130 PS. Das reicht bei weitem noch nicht, um mit den schnellen Hot Hatches anderer Automarken mitzuhalten. Ab 2020 wird auch eine rein elektrische Version des 208 erhältlich sein, der e-208.

Endlich gefallen mir Peugeots wieder! Und dieser neue 208 erinnert mich sehr an mein erstes Auto, einen Peugeot 205 GTI. Viele seiner Design-Elemente werden hier wieder aufgegriffen, darunter die Zierleiste zwischen den Rücklichtern oder der Schriftzug der Modellvariante auf der C-Säule. Etwas unverständlich sind mir die schwarz lackierten Radläufe. Und ich hätte den 208 gerne auch als Dreitürer gesehen, nicht nur als Fünftürer. Und natürlich einen stärkeren Motor. Aber auch so hat der Peugeot 208 II das Zeug dazu, an den Erfolg seiner Vorgängermodelle anzuknüpfen.

Nur mit seiner Namensgebung bleibt Peugeot weiterhin in der Sackgasse stecken. Es ist tragisch, dass sich die Franzosen nicht frühzeitig neue Modellnamen überlegt haben. Neue Modelle können nicht bis in alle Ewigkeit -08 heissen (neue Modelle -09 zu nennen, hat sich Peugeot mit dem 309 im Jahr 1985 verbaut).

Zweites Wochenende

Der Auto-Salon Genf 2019 ist noch bis und mit Sonntag 17. März 2019 geöffnet. Alle Informationen sind zu finden unter www.gims.swiss.

Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/gims2019top10

]]>
https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/unsere-lieblinge-am-auto-salon-genf-2019/feed/ 1
Streit um die Wiederauferstehung von Hispano Suiza https://petrolhead.ch/autos-marken/automarken/streit-um-die-wiederauferstehung-von-hispano-suiza/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=streit-um-die-wiederauferstehung-von-hispano-suiza https://petrolhead.ch/autos-marken/automarken/streit-um-die-wiederauferstehung-von-hispano-suiza/#comments Sun, 10 Mar 2019 10:23:41 +0000 https://petrolhead.ch/?p=2371 [Weiterlesen]]]> Am Auto-Salon Genf 2019 hätte Hispano Suiza, die ehemalige spanische Automarke mit einem Schweizer Chefkonstrukteur, gleich doppelt auferstehen sollen. Schlussendlich präsentierte dann aber doch nur ein Unternehmen sein neues Modell «Carmen».

Spanisch-schweizerische Luxuswagen

Der Schweizer Ingenieur Marc Birkigt zieht 1899 als 21-Jähriger nach Barcelona. Dort entwirft er für einen LKW-Hersteller einen elektrischen Autobus, konstruiert einen Verbrennungsmotor und entwickelt einen neuartigen Personenwagen. Im Jahr 1904 gründen der spanische Rechtsanwalt und Unternehmer Damián Mateu als Geldgeber und Marc Birkigt als Chefkonstrukteur und Mitinhaber 1904 die Hispano-Suiza Fabrica de automoviles S.A., die spanisch-schweizerische Automobilfabrik.

Auch der noch junge spanische König Alfonso XIII ist beteiligt und von den luxuriösen und schnellen Automobilen begeistert. Im Ersten Weltkrieg entwickelt Marc Birkigt, der in der Zwischenzeit nach Frankreich umgezogen ist und dort eine Tochtergesellschaft gegründet hat, einen Flugzeugmotor. Frankreich kauft diesen Motor und kann dank ihm die Kontrolle über den Luftraum zurückerobern. Der Storch, Emblem einer besonders erfolgreichen französischen Fliegerstaffel, ziert ab sofort die Kühlerhauben der Hispano-Suiza-Autos.

Auto-Salon Genf 2019: Hispano Suiza Oldtimer

Im Zweiten Weltkriegs werden die Hispano-Suiza-Unternehmen beidseits der Grenze zwangsverstaatlicht. Damit endet die Ära der Luxusautos. In Spanien werden neu Nutzfahrzeuge produziert, in Frankreich Flugzeugteile. Zwischen 1904 und 1946 hat Hispano Suiza über 12’000 Luxusautos und 50’000 Flugzeugmotoren hergestellt.

Späte Wiederauferstehung

Damián Mateus Sohn Miguel Mateu y Pla, der später auch spanischer Botschafter in Paris und Bürgermeister von Barcelona wird, versucht bereits 1949 vergeblich, Hispano Suiza wiederzubeleben. In den kommenden 50 Jahren sollte Hispano Suiza nur mit früheren Autos an Rallys und Ausstellungen teilnehmen und zwei Bücher über die Blütezeit des Unternehmens herausgeben, ohne aber neue Fahrzeuge zu produzieren.

Die Leitung der ansonsten inaktiven Firma Hispano Suiza wird von Miguel Mateu y Pla an seine Tochter Carmen Mateu de Suqué und später von dieser an ihren Sohn Miguel Suqué Mateu weitergegeben. Dieser präsentiert am Auto-Salon Genf 2000 überraschend den Hispano Suiza HS21 Concept Car, der in Zusammenarbeit mit Mazel Car Engineering entstand.

Hispano Suiza HS21 Concept Car am Auto-Salon Genf 2000

Im 2001 stellt Miguel Suqué Mateu am Auto-Salon Genf den Prototyp einer Luxuslimousine vor, den Hispano Suiza K8.

Hispano Suiza K8 Concept Car am Auto-Salon Genf 2001

Am Auto-Salon Genf 2002 folgt der HS21-GTS, der für die Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Le Mans gedacht ist.

Hispano Suiza HS21-GTS

Hispano Suiza Carmen: Der Storch soll wieder fliegen

In den darauffolgenden Jahren werden keine weiteren Konzepte mehr präsentiert. Es werden jedoch Rallys organisiert, das 100-Jahre-Jubiläum der Marke und der 150. Geburtstag von Damián Mateu gefeiert, und ein nach Hispano Suiza benannter Platz in Barcelona eingeweiht.

Am Auto-Salon Genf 2019 aufersteht Hispano Suiza nun definitiv. Zu den Klängen der Arie «Die Liebe ist ein wilder Vogel» aus der Oper «Carmen», gesungen von Montserrat Caballé, enthüllen Miguel Suqué Mateu, sein Bruder Javier und seine Schwester Isabel das Fahrzeug. Dabei handelt es sich um einen rein elektrisch angetriebenen Hypercar mit 1’019 PS, den Miguel nach seiner Mutter «Carmen» benannt hat.

Auto-Salon Genf 2019: Enthüllung des Hispano Suiza Carmen

Auto-Salon Genf 2019: Enthüllung des Hispano Suiza Carmen

Die Karosserie aus Kohlefaser stellt eine Neuinterpretation des Concept Cars Dubonnet Xenia aus dem Jahr 1932 dar, der auf einem Hispano Suiza H6.B basiert. Carmen Mateu de Suqués Schönheit und Eleganz sollen sich im Hypercar widerspiegeln, der auch eine Nachbildung ihrer Unterschrift trägt. Entsprechend soll das Auto nur aus den besten Materialien hergestellt werden.

Hispano Suiza Carmen: Pressefoto

«Carmen» wird in Zusammenarbeit mit QEV Technologies gebaut, einem auf Elektromobilität spezialisiertem Unternehmen mit Sitz in Barcelona. Aus der kleinen Serienproduktion sollen insgesamt 19 Stück hervorgehen, die ab Ende 2019 bis 2021 produziert werden und zum Preis ab 1,5 Mio. Euro erhältlich sind.

Nach der Enthüllung drückt Miguel Suqué Mateu «Carmen» liebevoll ein Küsschen auf. Ob er das bei den 19 Exemplaren der Kleinserie wiederholen wird, konnte ich den Presseunterlagen nicht entnehmen.

Weitere Informationen sind auf der Webseite www.hispanosuizacars.com zu finden.

Hispano Suiza Carmen: Pressefoto

Hispano Suiza Carmen: Pressefoto

Ein Nachahmer aus der Schweiz

Eigentlich hätte am Auto-Salon Genf 2019 noch ein zweiter «Hispano Suiza» Premiere feiern sollen: Der «Maguari HS1 GTC» von Erwin Leo Himmel. Der in der Schweiz lebende Autodesigner aus Österreich ist gemäss eigenen Angaben ein grosser Bewunderer von Marc Birkigt und hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Charakter und die Grundsätze von Luxus, Komfort, Geschwindigkeit und Langlebigkeit von Hispano Suiza unter ebendieser Marke wiederaufleben zu lassen.

Erwin Leo Himmel hat im Jahr 2010 die Hispano Suiza Automobilmanufaktur AG mit Sitz in Zug gegründet und bereits am Auto-Salon Genf 2010 ein Concept Car unter dem Markennamen Hispano Suiza präsentiert: den auf einem Audi R8 basierenden «V10 Supercharged».

V10 Supercharged von Erwin Leo Himmel, unter der Marke "Hispano Suiza" präsentiertes Concept Car

«Das Vermächtnis von Marc Birkigt wird fortgeführt», schreibt Erwin Leo Himmel in seiner Pressemitteilung zur Lancierung des Maguari HS1 GTC. Dabei setzt er auf einen 5,2-Liter-Biturbo-Motor mit zehn Zylindern, der 1’085 PS produziert. Dieser wurde vom erfolgreichen Flugzeugmotor inspiriert, den Marc Birkigt vor 100 Jahren entwickelt hatte, und teilt sich etliche Konstruktionsmerkmale mit diesem. Damit beschleunigt der Sportwagen in 2,8 Sekunden auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 380 km/h. 300 Exemplare sollen zum Preis von 2,2 Millionen Euro verkauft werden.

Nicht am Auto-Salon: Der Hispano Suiza Nachahmer Maguari HS1 GTC von Erwin Himmel

Himmel stellt sich auf den Standpunkt, dass die Markenrechte der Gründerfamilie verfallen seien und er sie deshalb für sich beanspruchen durfte. Er besitze die Markenrechte für Europa und für alle strategisch wichtigen Märkte weltweit.

Zumindest für die Schweiz ist Himmels Aussage aber nicht korrekt. So hat er erst im November 2018 ein Gesuch für eine Schweizer Marke «Hispano Suiza» hinterlegt. Da die spanische Firma der Gründerfamilie ebenfalls eine Schweizer Marke «Hispano Suiza» hinterlegt hat und dabei einen Prioritätsanspruch aus den USA geltend macht, wird das Institut für Geistiges Eigentum Erwin Leo Himmel den Markeneintrag ziemlich sicher verweigern. In diesem Fall wird er seinen Maguari nicht unter der Bezeichnung Hispano Suiza anbieten dürfen.

Auch beim Auto-Salon Genf musste Himmel eine Niederlage einstecken. Entgegen seiner Ankündigung ist sein Maguari hier nicht zu sehen. Miguel Suqué Mateu konnte den Nachahmer aus der Schweiz wohl verhindern. Ein weiterer Rechtsstreit zwischen der Gründerfamilie Suqué Mateu und Erwin Leo Himmel um den Namen «Hispano Suiza» scheint vorprogrammiert zu sein.

Verwirrung um die Wiederauferstehung von Hispano Suiza

Die doppelte Ankündigung der Wiederauferstehung von Hispano Suiza hat sogar den «Blick» verwirrt. In der Online-Ausgabe hat er zwar die Fotos des «Carmen» abgebildet, zitiert aber aus dem Pressetext des Maguari von Erwin Leo Himmel.

Hispano Suiza: Verwechslung im Blick

Auf meinen Hinweis hin hat der Blick den Artikel mit der Verwechslung abgeschaltet.

Für mich gibt es nur einen legitimen Hispano Suiza: das Auto der Urenkel von Damián Mateu.

Hispano Suiza Carmen: Pressefoto

Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/hispanosuiza

]]>
https://petrolhead.ch/autos-marken/automarken/streit-um-die-wiederauferstehung-von-hispano-suiza/feed/ 1
Piëch Mark Zero – ein Versprechen aus Zürich https://petrolhead.ch/autos-marken/automarken/piech-mark-zero-ein-versprechen-aus-zuerich/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=piech-mark-zero-ein-versprechen-aus-zuerich https://petrolhead.ch/autos-marken/automarken/piech-mark-zero-ein-versprechen-aus-zuerich/#comments Sat, 09 Mar 2019 16:46:11 +0000 https://petrolhead.ch/?p=2379 [Weiterlesen]]]> Wenn Toni Piëch am Auto-Salon Genf ein Auto vorstellt, das seinen Namen trägt, dann macht er damit ein ziemliches Versprechen. Denn als Urenkel von Porsche-Gründer Ferdinand Porsche und Sohn des langjährigen VW-Chefs Ferdinand Piëch weckt der Wahlzürcher damit einige Erwartungen. Kann der Piëch Mark Zero diese erfüllen?

Toni Piëch und Rea Stark Rajcic haben zusammen Grosses vor. Am Auto-Salon Genf 2019 enthüllen sie ihren Piëch Mark Zero, einen rein elektrisch angetriebenen Sportwagen mit neuster Technik, den sie in den nächsten drei Jahren auf die Strasse bringen wollen.

Die Schweizer Macher

Toni Piëch gehört zu einer Familie, die aus der deutschen Auto-Industrie nicht mehr wegzudenken ist. Sein Urgrossvater Ferdinand Porsche hatte die Automarke Porsche gegründet. Und sein Vater Ferdinand Piëch stand lange an der Spitze von Volkswagen, von 1993 bis 2002 als Vorstandsvorsitzender und danach bis 2015 als Aufsichtsratsvorsitzender, und hat VW zum globalen Automobilkonzern gemacht, der er heute ist. Trotzdem betont der gebürtige Österreicher Toni Piëch, der in Zürich wohnt, dass er seinen eigenen Weg gehen möchte.

Rea Stark Rajcic hat als Industrie-Designer schon für Sony, Canon und Nespresso gearbeitet. Als Art Director ist er für das Design des Mark Zero und zukünftiger Modelle verantwortlich. Der gebürtige Kroate wohnt ebenfalls in Zürich.

Toni Piëch und Rea Stark Rajcic

Im Sommer 2017 haben die beiden Piëch Automotive AG mit Sitz in Zürich und einem weiteren Standort in München gegründet, die sie gemeinsam leiten. Ihr Kern-Team besteht aus rund 20 Personen aus der Auto-Industrie. Zu diesem gehört auch Klaus Schmidt als technischer Leiter, der dreissig Jahre lang die M-Serie von BMW entwickelte. Daneben stehen zahlreiche externe Mitarbeiter und Partner bereit. Piëch Automotive versteht sich als deutsch-schweizerischer Automobilhersteller.

Zeitloses Design und modernste Technik

Das Design des Mark Zero ist eine moderne Interpretation von klassischen, puristischen Sportwagen und wirkt zeitlos und modern. Der ovale Frontgrill beispielsweise wurde vom Ferrari 250 GTO, dem Jaguar E-Type oder dem Shelby Cobra inspiriert. Die extralange Motorhaube schafft die bekannte Sportwagen-Silhouette, obwohl sie keinen grossen Verbrennungsmotor beherbergt, der dies erfordern würde. Front und Heck des Mark Zero sind scharf angeschnitten.

Auto-Salon Genf 2019: Piëch Mark Zero

Auto-Salon Genf 2019: Piëch Mark Zero

Der Mark Zero wird von drei Elektromotoren angetrieben. Zwei Synchronmotoren sitzen an der Hinterachse und ein Asynchronmotor an der Vorderachse. Jeder der Motoren produziert 150 Kilowatt, was eine Gesamtleistung von über 600 PS bedeutet. Der Elektrosportler beschleunigt in 3,2 Sekunden von Null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Die Reichweite beträgt maximal 500 Kilometer.

Anders als bei vielen elektrischen Fahrzeugen sitzen die Batterien beim Mark Zero aber nicht im Unterboden, sondern an der Hinterachse und dem Mitteltunnel. So ist die aus Sportwagen gewohnte tiefe Sitzposition möglich. Auch die Gewichtsverteilung orientiert sich an klassischen Sportwagen: 60% hinten und 40% vorne. Ein sportliches Fahrerlebnis ist also garantiert!

Auto-Salon Genf 2019: Piëch Mark Zero

Auto-Salon Genf 2019: Piëch Mark Zero

Wirklich revolutionär ist aber die Batterie-Ladezeit: In nur 4:40 Minuten soll sie zu 80% aufgeladen werden können. Möglich macht dies eine neue Batterie-Technik der Partnerfirma Desten Group, eines deutsch-chinesischen Joint Ventures, sowie der Schnellladestation von Tgood. Anders als heutzutage verwendete Akkus erhitzt sich die Batteriedes Mark Zero beim Aufladen und auch beim normalen Gebrauch fast gar nicht. So entfällt auch die Notwendigkeit einer speziellen Kühlung, womit rund 200 kg Gewicht eingespart werden können. Da Chassis und Karosserie ebenfalls auch möglichst leichten Materialien gebaut werden, wiegt der Mark Zero so «nur» rund 1’800 kg.

Der Preis des Mark Zero soll zwischen 150’000 und 170’000 Euro liegen.

Potenzial für mehr

Auf der Basis des Mark Zero soll eine ganze Modellpalette entstehen. Angedacht sind bereits ein Vierplätzer und ein sportlicher SUV. Aber auch weitere Karosserieformen können ohne weiteres realisiert werden.

Die modulare Plattform eignet sich aber auch für andere Antriebsformen,  womit zukünftig neben dem rein elektrischen Antrieb auch Versionen mit Verbrennungsmotor, Hybrid oder Brennstoffzelle möglich sind.

Zusätzlich soll nicht nur die Auto-Software aktualisiert werden können, sondern auch die Hardware. So ist beispielweise das Batteriepaket austauschbar.

Ein Versprechen aus Zürich

Nur dreieinhalb Jahre dauerte es von der Idee bis zur Enthüllung am Auto-Salon Genf 2019. Bis Ende dieses Jahres soll ein fahrbarer Prototyp bereit sein. Geplant ist, dass der Mark Zero in drei Jahren marktreif ist.

Toni Piëch und Rea Stark Rajcic machen damit ein ziemliches Versprechen. Angesichts ihrer Erfahrung, dem Know-How ihres Teams und der Kompetenz ihrer Partnerfirmen glaube ich fest daran, dass der Piëch Mark Zero die hohen Erwartungen erfüllen wird.

Auto-Salon Genf 2019: Piëch Mark Zero

Weitere Informationen zu Piëch Automotive und dem Piëch Mark Zero sind unter www.piech.com zu finden.

Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/piech

]]>
https://petrolhead.ch/autos-marken/automarken/piech-mark-zero-ein-versprechen-aus-zuerich/feed/ 2
Der Auto-Salon Genf im Umbruch https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/der-auto-salon-genf-im-umbruch/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=der-auto-salon-genf-im-umbruch https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/der-auto-salon-genf-im-umbruch/#respond Fri, 08 Mar 2019 13:36:07 +0000 https://petrolhead.ch/?p=2344 [Weiterlesen]]]> Der Auto-Salon Genf 2019 hat seine Türen geöffnet. Auch dieses Jahr glänzen Supersportwagen, Concept Cars und bezahlbare Autos wieder um die Wette. Doch heuer fehlen noch mehr der grossen Marken. Man merkt: Die Auto-Industrie ist im Umbruch, und der Auto-Salon Genf ebenfalls. Besucht ihn noch bis am 17. März 2019.

Auto-Salon Genf 2019 Visual

Ist beim Auto-Salon Genf die Luft raus?

Die Zeit der grossen Publikumsmessen scheint vorbei zu sein. Im Februar 2019 fand die letzte Mustermesse Basel «muba» statt. Die Uhren- und Schmuckmesse «Baselworld» kämpft ebenfalls mit schwindenden Besucher- und Ausstellerzahlen und wurde deshalb im Jahr 2018 um zwei Tage verkürzt. Dasselbe Schicksal hat auch den Zubehör-Teil in Halle 7 des Auto-Salons Genf ereilt: Dieser findet nur noch während dem ersten Wochenende (vom 7.-11. März 2019) statt. Ist beim Auto-Salon Genf die Luft raus?

Auto-Salon Genf 2019: Blick in die unteren Hallen

Dieses Jahr fehlen einige der grossen Automarken: Opel, Volvo, Hyundai, Ford, Jaguar Land Rover, Tesla, Mini, Chevrolet, DS, Cadillac und Infiniti sind nicht am Auto-Salon präsent. Und hinterlassen eine ziemliche Lücke. Denn gerade Ford und Jaguar Land Rover hatten immer die grössten Stände der unteren Hallen. Letztere hatten sich aufgrund des ungewissen Brexit-Abkommens und einem grossen Stellenabbau in ihren Werken in Grossbritannien zu diesem Schritt entschlossen. Und Tesla hat sogar angekündigt, seine Läden zu schliessen und nur noch auf ein paar Showrooms und den Online-Verkauf zu setzen.

Damit ist es wohl auch das erste Mal überhaupt, dass das «Schweizer Auto des Jahres» am Auto-Salon fehlt. Im Dezember 2018 wählte eine vierzehnköpfige Fachjury den Jaguar I-Pace zum Sieger. Doch da Jaguar dem Salon fernbleibt, ist das Siegerauto abwesend.

Schweizer Auto des Jahres

Sowieso befindet sich die Automobilbranche mitten im Umbruch. Während viele Hersteller immer mehr auf Elektromobilität setzen, bleiben andere ihren immer grösseren und stärkeren Verbrennungsmotoren treu, um gegen die fast unermessliche Kraft der Elektromotoren anzukämpfen. Sogar Supercar-Hersteller Pagani hat am Auto-Salon Genf 2019 mitgeteilt, dass ihr übernächster Sportwagen, der im Jahr 2024 erscheinen soll, elektrisch angetrieben sein wird. Zur grossen Enttäuschung vieler Petrolheads. Doch die Zukunft lässt sich nicht aufhalten. In dieser haben grosse Verbrennungsmotoren mit 10, 12 oder 16 Zylindern immer mehr Mühe, ihre Daseinsberechtigung zu verteidigen.

Auto-Salon Genf 2019: Peugeot 508 Concept vor der Löwen-Statue

Der Auto-Salon Genf versucht, sich neu zu erfinden

Anzuschauen gibt es aber immer noch genug. Die Stände der fern gebliebenen Automarken bleiben schliesslich nicht einfach leer. So hat beispielsweise Mazda den grossen Stand in der Mitte der Halle übernommen, an dem Volvo immer anzutreffen war.

Daneben bieten die frei gewordenen Stände neuen Anbietern die Gelegenheit, sich zu präsentieren. So haben sich 26 neue Aussteller für den Auto-Salon Genf 2019 angemeldet, darunter auch die Marken Changan und Arcfox aus China, die in Europa bisher gänzlich unbekannt sind. Bei der Pressekonferenz auf Chinesisch habe ich ausser der Automarke kein Wort verstanden.

Auto-Salon Genf 2019: Pressekonferenz von Arcfox

Mehr Platz haben auch bisherige Nischen-Anbieter wie beispielsweise der britische Sportwagenhersteller Morgan. Er präsentiert am diesjährigen Auto-Salon seinen neuen «Plus 6» und hat an seiner Pressekonferenz bekanntgegeben, dass die Gründerfamilie einen grossen Teil ihrer Aktien an eine Investorenfirma aus Italien verkauft hat. Schade.

Auto-Salon Genf 2019: Pressekonferenz von Morgan

Ebenfalls Platz gegeben hat es für eine Spezial-Ausstellung zum 70-Jahre-Jubiläum von Abarth, ein seit einiger Zeit zu Fiat gehörender Automobilhersteller und Auto-Tuner, der für besonders leistungsstarke Fiat-Modelle steht. Ein paar der hier gezeigten Fahrzeuge konnten bereits an der letztjährigen Grand Basel bewundert werden.

Auto-Salon Genf 2019: Abarth Ausstellung

Auto-Salon Genf 2019: Abarth Ausstellung

Daneben gibt es zwischen den Ständen immer mal wieder Sitzgelegenheiten und Snack-Kioske, was eine willkommene Abwechslung zu den überlasteten Restaurants darstellt.

Gemäss einer Umfrage unter den Autoherstellern bleibt der Auto-Salon Genf die wichtigste Automesse, mit der IAA in Frankfurt auf Platz 2 und der CES in Las Vegas auf Platz 3. Und er bleibt weiterhin die grösste Messe der Schweiz. Hundert Welt- und Europa-Premieren finden dieses Jahr statt. 700’000 Besucher werden erwartet. Die Luft ist also definitiv noch nicht raus!

Auto-Salon Genf 2019: Enthüllung des Piëch Mark Zero

Auto-Salon Genf 2019: Enthüllung des Hispano Suiza Carmen

Auto-Salon Genf 2019: Enthüllung des Koenigsegg Jesko

Informationen zum Auto-Salon Genf 2019

Der 89. Auto-Salon ist noch bis am 17. März 2019 geöffnet. Alle Informationen sind zu finden unter www.gims.swiss.

Weitere Petrolhead.ch-Beiträge zum Auto-Salon Genf 2019:

Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/gims2019

Auto-Salon Genf 2019: Anfahrt zur Palexpo-Halle

Thomie und Gabi

]]>
https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/der-auto-salon-genf-im-umbruch/feed/ 0
Der Auto-Salon 2018 zwischen Elektro-Antrieb und Benziner-Kräftemessen https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/der-auto-salon-2018-zwischen-elektro-antrieb-und-benziner-kraeftemessen/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=der-auto-salon-2018-zwischen-elektro-antrieb-und-benziner-kraeftemessen https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/der-auto-salon-2018-zwischen-elektro-antrieb-und-benziner-kraeftemessen/#respond Tue, 13 Mar 2018 12:17:26 +0000 http://petrolhead.ch/?p=1738 [Weiterlesen]]]> Der Auto-Salon Genf 2018 ist in vollem Gang. Noch bis am 18. März können hier Autos aus aller Welt bewundert werden. Während sich viele Marken publikumsnah geben und Autos zum Anfassen und Probesitzen bereithalten, bleibt es bei anderen, exklusiveren Marken beim Bestaunen aus der Ferne. Dieses Jahr sind die viele Autos mit Elektro-Antrieb besonders auffällig – und schön! Daneben herrscht das übliche Kräftemessen zwischen Benzinern mit 8, 10, 12 und 16 Zylindern, markantem Design und kräftigen Farben.

Ich präsentiere Euch hier die Marken, die mir besonders aufgefallen sind, in alphabetischer Reihenfolge.

Das ABC des GIMS 2018:

Alfa Romeo

Am Stand von Alfa Romeo finden wir den Giulia Quadrifoglio und den Stelvio in einer besonderen Nürburgring-Edition, die auf je 108 Autos beschränkt ist. Die «NRING»-Modelle feiern die Rekorde, die beide Fahrzeuge in ihren Klassen auf der deutschen Rennstrecke aufgestellt haben.

Audi

Audi macht immer noch sehr schöne und eindrucksvolle Autos mit den speziellsten Lichtern. Der Audi A7 Sportback, der als Europa-Premiere am Salon steht, bildet da keine Ausnahme. Mit seinen Streifenmuster bei den Front- und Heckleuchten und dem durchgehenden Leuchtenband hinten macht er Lust darauf, bald mehr seiner Art auf der Strasse zu sehen.

Der ursprünglich sehr auffällige Audi R8 hat mittlerweile Mühe, sich von den anderen Modellen hervorzuheben. Vielleicht schafft er es mit dieser giftgrünen Farbe.

BMW

Bei den Bayern drängt sich das X7 Concept in den Vordergrund. Doch mich mag der mächtige Bulle nicht zu überzeugen. Die übergrossen «Nieren» zwischen den Lichtern erinnern mich an einen Rasierapparat oder an Prinzessin Leias Kopfgeldjäger-Verkleidung in Star Wars VI. Keine Frage, dass sie Kleinwagen zerstückeln können, die dem Ungetüm in den Weg kommen.

Bugatti

Der Chiron steht zum dritten Jahr in Folge hier, zieht aber immer noch viele Blicke auf sich. Nach einer Zweifarben-Version in Hell- und Dunkelblau im 2016 und einer dunkelblauen Galaxie-Lackierung im 2017 ist er dieses Jahr in ein Italienrot und Carbon gekleidet. Die im «Hufeisen» aufgedruckte Zahl 16 des Modells «Sport» repräsentiert die Anzahl Zylinder.

Chelsea Truck Co.

Leider ist Afzal Kahn mit seinen veredelten Range Rovern und seinem Vengeance Sportwagen dieses Jahr nicht am Auto-Salon zu finden. Er hat aber immerhin seine Chelsea Truck Company mit dem auffälligen Civilian 6×6 auf Basis des Land Rover Defender mit seinen drei Achsen und den insgesamt neun Sitzplätzen geschickt – ein Einzelstück als Geneva Edition 2018.

Eadon Green

Der Zeclat des englischen Herstellers Eadon Green liegt noch tiefer auf der Strasse als der Black Cuillin am letztjährigen Salon. Auch dieses Coupé im kurvigen, üppigen Art-Deco-Stil der 1930er-Jahre schwimmt gegen den Strom der harten Ecken und Kanten im aktuellen Automobil-Design. Es ist eine willkommene Abwechslung am diesjährigen Auto-Salon und zaubert ein Lächeln auf jede Lippen.

Ford

Ford feiert sein 60-jähriges Bestehen und wartet wie bisher mit einem riesigen Stand auf, an dem alle aktuellen Modelle zu sehen sind. Besondere Hingucker sind die Ford GT (einer steht schräg neben der Treppe zum oberen Teil des Stands, von dem man den besten Ausblick über die unteren Hallen des Auto-Salons hat) und der alte und neue Bullit-Mustang in dunkelgrüner Farbe.

Hennessey

Hennessey ist vor allem dafür bekannt, amerikanische Autos wie den Ford Mustang oder die Corvette noch schneller zu machen. Der Venom F5 ist das erste komplett selbst gebaute Auto der texanischen Firma. Und gleichzeitig schnellstes Auto der Welt – nach eigenen Angaben. Der Acht-Zylinder-Motor mit Doppelturbolader und enormen 7 Litern Hubraum sorgen für 1’622 PS, die den Supersportler in unter 10 Sekunden auf Tempo 300 bringen. Seine angegebene Höchstgeschwindigkeit von 484 km/h konnte er bisher nicht erreichen.

Honda

Honda besticht mit dieses Jahr mit den schönsten Concept Cars des Auto-Salons. Das Urban EV Concept erinnert stark an einen frühen VW Golf. Der Innenraum sieht mehr nach Wohnzimmer aus mit dem durchgehenden Sofa mit Kissen als Vordersitze und der Lounge hinten, und den breiten Bildschirmen für die Instrumente. Auch das Sport EV Concept als sportlicher City-Flitzer und der scheinbar namenlose Mikrovan bestechen durch ihre schönen Lichter und dem eleganten Aussendesign.

Alle drei Concept Cars fahren rein elektrisch. Während die letzteren wirklich nur eine Vision sind und nicht wirklich praktisch umsetzbar scheinen (Sport EV ohne Kofferraum? Wie steigt man in den Mikrovan ein?), soll das Urban EV Concept ab Anfang 2019 tatsächlich in den Verkauf zu gehen. Ich würde ihn fahren!

Am Honda-Stand steht auch das diesjährige Modell mit dem meisten (sichtbaren) Carbon: Der Honda NSX GT3 steht nicht hinter einer Glasabschrankung, wird aber von zwei Bodyguards bewacht. Anfassen verboten.

IsoRivolta

Die Designer-Firma Zagato lässt die in den 1970er-Jahren eingestellte italienische Marke mit dem Vogel Greif im Logo wieder aufleben – zumindest virtuell! Denn der IsoRivolta Zagato Vision Gran Turismo wurde speziell für das Videospiel «Gran Turismo» entworfen und kann dort ausgewählt werden. Leider wird es wohl dabei bleiben. Der hier ausgestellte Prototyp besticht durch seine vielen Kurven und geschwungenen Linien, die sich auf erfrischende Art und Weise dem aktuellen Trend der Hypercars widersetzen.

Italdesign

Nach der Premiere seines Zerouno, dessen Front mich mehr an ein Fischmaul erinnert, stellt Italdesign dieses Jahr eine offene Targa-Variante «Zerouno Duerta» vor. Schön und auffällig ist die helle Schnittfläche der Front-, Seiten- und Heckspoilerlippe aus Carbon und die kiemenartigen Lüftungsschlitze über den Rädern.

Jaguar Land Rover

Der Stand von Jaguar und Land Rover befindet sich dieses Jahr an einem ganz anderen Ort und wartet mit dem raffiniertesten Drehdisplay auf. Der rein elektrische Jaguar I-Pace, der letztes Jahr noch als Concept Car zu sehen war, wird hier zum Takt der Musik bzw. dem Video im Hintergrund gedreht und geneigt. Auch eine Rennversion ist ausgestellt.

Scheinbar auf dem Wasser steht der Land Rover Discovery auf Gittern, die sich heben und senken.

Jeep

Die hässliche Front des Jeep Cherokee wird ein wenig entschärft. Dafür kommt beim Willys Jeep auf dem Offroad-Display Nostalgie auf.

Koenigsegg

Der schwedische Hersteller von Hypercars mit einem ganz besonderen, selbst entwickelten Ein-Gang-Getriebe stellt dieses Jahr zwei Regera aus, die nach den Wünschen ihrer Käufer gebaut wurden; einer in Carbon und Weiss mit orangem Mittelstreifen, der andere in Schwedenblau und Meeresgrün. Die mechanischen Wunderwerke von Koenigsegg haben nach wie vor eine ganz spezielle Anziehungskraft.

Lamborghini

Den Urus, von dem Lamborghini gleich zwei Exemplare mitgebracht hat, konnten wir bereits im Lamborghini-Museum in Italien bewundern (Blogbeitrag folgt). Der «Auerochse» verleiht dem SUV eine ganz neue Bedeutung. Zum Preis ab rund 215’000 Franken findet er garantiert einige Käufer, denen die bisherigen SUVs entweder nicht gut genug oder dann nicht sportlich genug waren.

Neben den beiden Urus gehen der Aventador und der neue Huracán Performante Spyder mit ein paar Kilogramm weniger und ein paar Pferdestärken mehr fast unter.

Manifattura Automobili Torino

Der Nachfolger des legendären Lancia Stratos kommt dem Original in vielen Details sehr ähnlich,wirkt aber trotzdem ein wenig unausgewogen – vor allem der kurze Radstand in Kombination mit der kleinen, hohen Fahrerkabine. Da ist die Neuauflage des Renault Alpine besser gelungen.

McLaren

Der McLaren-Stand enttäuscht mich dieses Jahr. Ich war schon sehr auf den Senna gespannt, der aber nur in einer Ecke ganz hinten steht und gar nicht zur Geltung kommt. Da braucht’s schon sehr gute Augen oder ein gutes Zoom… und Geduld, weil ständig Besucher (auch hier: nur mit Einladung) vor dem Auto durchgehen. Das ist an anderen Hypercar-Ständen besser gelöst.

Weiter vorne beim gewöhnlichen Publikum ist eine GTR-Rennversion des Senna mit übertrieben grossen «Trittbrettern» zu sehen, auf denen die gesamte Mechniker-Crew gleich mitfahren könnte.

Morgan

Noch dieses Jahr soll die Produktion der elektrischen Neuauflage des sympathischen Threewheelers starten! Der sieht seinem benzinbetriebenem Vorgänger fast zum Verwechseln ähnlich und hat das Zeug, genauso zu einem Spassmobil zu werden wie er. Ich bin gespannt!

Opel

Beim Gehen fällt mir auf, dass wir nirgends Opel gesehen haben. Die Rüsselsheimer fehlen dieses Jahr am Auto-Salon Genf. Aus Kostengründen – auch im Hinblick auf den Stellenabbau in den Werken – haben verzichtet aus Kostengründen auf einen Stand am Auto-Salon 2018. Das lässt für die Zukunft der Automarke mit dem Blitz im Logo, die seit kurzem zur PSA-Gruppe mit Peugeot und Citroën gehört, Düsteres erahnen.

Pagani

Neben dem letztjährigen Huayra Roadster zeigt Pagani die nun vermutlich allerletzte Ausführung des Zonda: den auf drei Exemplare limitierten (und bereits ausverkauften) Barchetta zur Feier des 60. Geburtstags des Firmengründers Horacio Pagani. Der Barchetta ist an den teilweise geschlossenen hinteren Kotflügeln zu erkennen.

Peugeot

Am Stand von Peugeot wartet ein riesiger Löwe auf die Besucher. Die 12,5 Meter lange und 4,8 Meter hohe Skulptur zeigt die Neuinterpretation des Peugeot-Logos, das dieses Jahr sein 160. Jubiläum feiert. Darum herum gruppieren sich die aktuellen Modelle, der neue Peugeot Rifter, der den Peugeot Partner als kleinen Lieferwagen und Minivan ablöst, und die neue Limousine 508, die ausgesprochen gut gelungen ist und sicher viele Abnehmer finden wird.

Schade, dass Peugeot nicht die Gelegenheit ergriffen hat, seine veraltete Nummern-Strategie zu überdenken. Hier braucht es unbedingt bald mal frischen Wind, wenn nicht jedes neue Auto wieder ..08 heissen soll, also der hinteren Zahl, bei der der Konzern zwar selbstverschuldet, aber trotzdem eher unfreiwillig stecken blieb.

Am Stand von Peugeot vermisse ich das Gewinner-Auto der Dakar Rallye 2018, den 3008 DKR. Keine Ahnung, wieso der – im Gegensatz zu den Gewinnerautos der letzten Jahren – nicht mitgebracht wurde. Vermutlich hat das mit dem Rückzug von Peugeot aus den Dakar-Rallyes zu tun.

Pininfarina

Das italienische Designstudio ist gleich mit zwei spannenden Projekten vor Ort.

Der H2 Speed wurde am Auto-Salon 2016 zum Concept Car des Jahres gekürt. Jetzt steht er kurz vor der Produktion einer Kleinserie von zwölf Exemplaren, die aber nicht strassenzugelassen sind. Kein Wunder, denn nach der Hypercar-Front wird das Auto sehr schnell zum Le Mans-Rennwagen. Angetrieben wird er übrigens von Wasserstoff – daher auch der Name.

Der zusammen mit der High-Tech-Firma Hybrid Kinetic aus Hong Kong entwickelte HK GT fällt wegen seinen grossen, speziellen Flügeltüren sofort auf. Er knüpft an den H600 an, der letztes Jahr am Auto-Salon Genf zu sehen war, und fährt rein elektrisch (mit benzinbetriebenem Range Extender). Mich erinnert er sehr an Concept Cars von Mercedes.

Porsche

Der erste vollkommen elektrische Porsche soll ab dem kommenden Jahr Wirklichkeit werden. Der Mission e knüpft optisch an den Panamera an, macht aber scheinbar auch ein wenig auf SUV. Das zumindest lassen die wuchtigen Reifenprofile und der Abstand der Räder zum Radkasten vermuten.

Renault

Am freundlichsten Stand des Salons mit einem dicken Teppichboden fühle ich mich sofort wohl. Auch wenn keine wirklichen Neuheiten zu sehen sind, so überraschen die aktuellen Modelle trotzdem – zum Beispiel, dass der kleine Twizy eigentlich ein Zweiplätzer ist. Die Dame auf dem Rücksitz sieht aber erst wieder richtig glücklich aus, als der Vordersitz ganz nach vorne geschoben ist und sie wieder aussteigen kann.

Das EZ-GO Concept ist Renaults Vision einen Taxis der Zukunft, das völlig autonom fährt und bis zu sechs Passagiere mitführen kann. Mit seiner grossen Klappe sieht das dann eher aus wie Pacman auf Fresstour.

Rimac

Der C_Two ist das zweite Modell des kroatischen Herstellers, der ungewollte Berühmtheit erlangte, als der ehemalige Top Gear-Moderator Richard Hammond während Dreharbeiten zur neuen Staffel von The Grand Tour bei einem Bergrennen in der Schweiz verunglückte. Der Rimac-Stand gewinnt den Preis für den am langsamsten drehenden Display des Auto-Salons. Will man ihn von vorne und von hinten fotografieren, setzt man sich dazwischen am besten auf die Volvo-Sitze gleich nebenan.

Sbarro

Der Schweizer Autodesigner präsentiert wie immer zwei Eigenproduktionen und zwei Autos, die im Rahmen des Lehrgangs an seiner Schule für Autodesign und Autokonstruktion im französischen Montbéliard entstanden sind.

Der rote GTC ist ein retro-futuristisches Spassmobil, während der silberfarbene 4 x 4 + 2 für extreme Rallyes entworfen wurde. In der Karosserie eingelassen führt er zwei Ersatzräder mit, wie dies auch viele reale Rallye-Fahrzeuge tun.

Der Dilemme wurde gerade erst fertig. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt der Schüler des aktuellen Lehrgangs, die den Dilemme von Anfang bis Ende selbst entworfen und gebaut haben. Er zeigt die mögliche Zukunft einer rein elektrischen Formel 1.

Der Rush erinnert hingegen mehr an die Vergangenheit der Formel 1 in den 1980er-Jahren. Es handelt sich dabei um das zweite Projekt des letztjährigen Lehrgangs, das vom Rennsportfilm «Rush» inspiriert wurde. Angetrieben wird er von einem V8-Benzinmotor aus einem Audi S6.

Techrules

Nach den wunderschönen AT96 und GT96 vor zwei Jahren war ich auf den Stand von Techrules wirklich gespannt. Und das chinesische Forschungs- und Entwicklungsunternehmen übertrifft die Erwartungen mit seiner aussergewöhnlichen Kreation, dem Ren bzw. Ren RS. Der ist genauso als rudimentärere, brachiale Rennversion wie auch als alltagstuaglichere Strassenversion erhältlich und kann dort als Ein-, Zwei- oder Dreisitzer konfiguriert werden, wobei der Fahrer unter der mittleren Kuppel sitzt. Zum Einsteigen hebt sich der ganze obere Mittelteil nach hinten oben.

Die Strassenversion verfügt locker über die schönste Lichter des diesjährigen Auto-Salons, sowohl vorne als auch hinten.

Tesla

Neben Opel fehlt auch Tesla – Tesla aber bereits zum zweiten Jahr in Folge.

Volvo / Polestar

2018 könnte zum Jahr von Volvo werden! Kurz vor dem Startschuss zum Auto-Salon 2018 wurde sein neuer Kompakt-SUV XC40 zum «Auto des Jahres» gekürten. Mit seiner sportlichen Front, den vielen praktischen Funktionen und Ablagen und liebevollen Details wie ein kleines Schwedenflaggen-Label an der Motorhaube trifft er den Zeitgeist voll. Von ihm werden wir sicher bald mehr sehen.

Einen weiteren Volltreffer landet Volvo mit der Lancierung seiner Elektroauto-Tochterfirma «Polestar». Der Polestar 1 ist unglaublich schön mit seiner Retro-Muscle-Car-Form und der geschwungenen Dachform. Doch die inneren Werte überzeugen nicht. Seine Reichweite beträgt nur gerade 150 Kilometer und der Range Extender in Form eines ebenfalls eingebauten Benzinmotors widerspricht dem zukunftsweisenden Konzept. Das Auto ist als 2+ 2-Plätzer gestaltet. Doch bei der nach hinten rasch abfallenden Dachlinie muss daran gezweifelt werden, dass sich eine erwachsene Person auf dem Rücksitz wohl fühlt. Ausserdem ist die Jahresproduktion auf nur gerade 500 Exemplare limitiert, die das Auto seltener machen als einen Lamborghini Aventador. Alles zusammen sehr schade.

W Motors

Der arabische Hypercar aus dem Libanon mit seinem markanten Design kann sich sehen lassen! Der Fenyr SuperSport ist nach dem Fenriswolf der nordischen Mythologie benannt. Sein Sechs-Zylinder-Motor leistet mehr als beachtliche 800 PS und beschleunigt das Auto in 2,7 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der Heckspoiler besteht aus drei Teilen, die separat gesteuert werden.

Zenvo

Das Auto der dänischen Hypercar-Schmiede steht dieses Jahr primär in einer wieder anderen Farbe in Genf. Der TSR-S verfügt über eine leicht andere seitliche Frontpartie und einen brachialen, aus dem Heck wachsenden Spoiler, an dem die Schweizer Strassenverkehrsämter wohl keine Freude haben.

Le Retour du Futur

In den oberen Hallen befindet sich ausserdem eine kleine Sammlung spannender Concept Cars. Sie zeigen, wie sich die Autobauer vor einem halben Jahrhundert die Zukunft, in der wir uns jetzt befinden, vorgestellt haben. Am meisten betört der von Bertone gestaltete Lamborghini Marzal aus dem Jahr 1967, oder auch der türkisblaue Bizzarrini Manta. Bei diesem handelt es sich um den allerersten von Italdesign entworfenen Wagen, der vor genau 50 Jahren am Auto-Salon Genf ausgestellt war.

Der Auto-Salon ist noch bis am 18. März 2018 geöffnet.

Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/gims2018

]]>
https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/der-auto-salon-2018-zwischen-elektro-antrieb-und-benziner-kraeftemessen/feed/ 0
Auto-Salon Genf 2016: Schöne Studien https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-salon-genf-2016-schoene-studien/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=auto-salon-genf-2016-schoene-studien https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-salon-genf-2016-schoene-studien/#comments Sun, 06 Mar 2016 16:12:06 +0000 http://petrolhead.ch/?p=750 [Weiterlesen]]]> Der Auto-Salon Genf ist immer wieder der Ort, an dem die Autobauer ihre Visionen der Zukunft präsentieren. Der hoffentlich sehr nahen Zukunft! Diese Studien und Concept Cars sind uns dabei besonders ins Auge gestochen.

Dies ist eine Berichterstattung über den Auto-Salon Genf 2016 in vier Teilen: Viertes Kapitel: Schöne Studien.

Techrules AT96 und GT96

In meinen Augen das schönste Auto am diesjährigen Auto-Salon kommt aus China. Der Techrules AT96 oder GT96 – die beiden lassen sich äusserlich nicht auseinanderhalten – wartet mit eine extrem aerodynamischen Front, markanten Lichtern und Maikäfer-Flügeln (seht Euch nur das Foto von hinten an) auf.

Techrules GT96 am Auto-Salon Genf 2016

Spannend ist aber auch die Technik im Innern. Das Auto wird von einem gut 1’000 PS starken Elektromotor angetrieben, wobei eine Mikro-Turbine die Batterie während der Fahrt auflädt. Diese Turbine wird beim AT96 für den Rennbetrieb mit Kerosin aus der Luftfahrt gespiesen, beim strassentauglichen GT96 mit Biogas.

Techrules GT96 am Auto-Salon Genf 2016

Bei diesem TREV genannte Fahrzeugsystem (Turbine-Recharging Electric Vehicle) reicht eine kleinere und damit leichtere Batterie, um mit einer Tankfüllung für 2’000 Kilometer weit fahren zu können, was einem Benzinvergleich von 0,18 Liter pro 100 Kilometer entspricht. Die Techrules-Autos sehen dabei nicht nur nach Supersportwagen aus, sie fahren auch so: Tempo 100 wird in gerade mal 2,5 Sekunden erreicht, die Geschwindigkeit ist elektronisch auf 350 km/h beschränkt.

Der Sportwagen soll in ein paar Jahren serienreif sein, die Technologie danach in weitere Fahrzeuge eingebaut werden.

EDAG Soulmate

Die EDAG Engineering Group ist ein unabhängiger Ingenieurdienstleister für die globale Automobil- und Luftfahrtindustrie mit Sitz in Deutschland. Die EDAG sieht die Zukunft des Personenwagens zukünftig als dritten Lebensraum nach dem Zuhause und dem Arbeitsplatz, ein persönlicher Begleiter für den Alltag. Der Soulmate ist ständig mit Haus oder Wohnung verbunden und kann alles aus der Ferne steuern. Es besteht aus Leichtbauteilen inspiriert von einer bionischen Skelettstruktur und Elementen, die aus dem 3D-Drucker stammen. So reicht eine lichtdurchlässige Aussenhaut aus Stoff, die andern Verkehrsteilnehmern oder dem Fahrer selbst optische Signale senden und mit intelligenten Fahrzeugen kommunizieren kann.

EDAG Soulmate am Auto-Salon Genf 2016

Bei all dieser Elektronik, Apps und Spielereien wurde ganz vergessen zu erwähnen, wie das Auto angetrieben wird. Ich nehme mal an: mit einem Elektromotor.

Italdesign GT Zero

Ebenfalls von einem Elektromotor wird die GT Zero-Studie von Italdesign, einer mittlerweile vollständigen Tochterfirma von VW, angetrieben. Seine Leistung liegt hinter dem Tesla Model S zurück. Aufgefallen ist er vor allem wegen seinem Heck mit der grossen, dunklen Heckscheibe. Sie erinnert sofort an die „Schneewittchensärge“ von Volvo (die Modelle P1800 und 480).

Italdesign GT Zero am Auto-Salon Genf 2016

Opel GT Concept

Mal nicht mit einem Elektromotor, sondern von einem leistungsstarken Einliter-Motor mit nur drei Zylindern angetrieben wird das Opel GT Concept. Die Design-Studie erinnert stark an den Opel Speedster und sieht so umwerfend schön aus, dass man sich sofort wünscht, das Auto bald auch auf Schweizer Strassen zu sehen. Mehrfarbige Lackierungen und auffällige Design-Elemente werden immer wichtiger und häufiger, so auch hier. Die Frontscheibe geht nahtlos ins Panoramadach über, die Türen in die Seitenfenster in Wagenfarbe. Wow. Das ist möglich, indem sich das Seitenfenster-Material weiter nach unten fortsetzt und aussen auf den Türen aufgebracht ist. Die Türen reichen bis zum Vorderrad und werden beim Öffnen vorne nach innen eingeklappt. Herunterkurbeln lassen sich die Fenster somit nicht mehr – Parkhäuser müssen bis zu einem allfälligen Verkaufsstart also auch noch vom Papierticket auf elektronische Verarbeitung umgestellt werden. Aussenrückspiegel gibt’s keine: diese wurden durch geschickt platzierte Kameras ersetzt, die einen Rundumblick ins Fahrzeuginnere übertragen.

Opel GT Concept am Auto-Salon Genf 2016

Peugeot 308R

Der erste Peugeot seit langem, der mir gefällt, ist bisher leider auch nur eine Studie. Er ist breiter und auffälliger als die bisherige Strassenversion mit seinen riesigen Lufteinlässen an Front- und Heckschürze, mit Kontrastlackierung vorne. Der Hybrid-Antrieb mit einem Benzin- und zwei Elektromotoren (vorne/hinten) erzeugt 500 PS, die über einen Vierradantrieb auf die Strasse verteilt werden. Knapp vier Sekunden dauert die Beschleunigung von 0 auf 100 km/h.

Peugeot 308 R am Auto-Salon Genf 2016

Peugeot 308 R am Auto-Salon Genf 2016

Wie auch beim bisherigen Peugeot 308 GTI wird die zweifarbige Lackierung wohl optional sein.

Renault Alpine 120

Ebenfalls kurz vor der Serienproduktion steht der neue Renault Alpine 120. Die Studie ist einfach wunderschön geraten. Sie lehnt klar an den ursprünglichen Alpine A110 an, der von 1962 bis 1977 produziert wurde. Das Auto ist zum Glück grösser – damals konnte man ja fast nur mithilfe eines Schuhlöffels einsteigen. Viel vom Auto ist noch nicht bekannt, ausser dass es bereits zu 80% dem für 2017 geplanten Serienstart entspricht.

Renault Alpine am Auto-Salon Genf 2016

Sbarro

Jedes Jahr präsentiert die Schweizer Autodesigner-Schule Sbarro (Studien-Atelier in Grandson, Schule für Autodesign, Automechanik und Autobau im französischen Montbéliard) am Auto-Salon Genf ihre neusten Kreationen. Diese basieren häufig aus einer Abwandlung existierender Autos, die von den Schülern mit viel Geschick und Fantasie überarbeitet wurden. Viele dieser Prototypen sind unverkennbar, zum Beispiel Ende der 90er-Jahren ein Citroën Picasso Minivan mit zwei enormen Flügeltüren.

Hier erklärt der mittlerweile 77-jährige Franco Sbarro höchstpersönlich jemandem den Sbarro Ginevra auf der Basis eines Ferrari 550.

Franco Sbarro mit dem Sbarro Ginevra am Auto-Salon Genf 2016

Noch spannender gibt sich der Sbarro Miglia, ein Retro-Rennwagen, der von den klassischen Mille Miglia-Rennen inspiriert wurde.

Sbarro Miglia am Auto-Salon Genf 2016

Auch der Sbarro Maze gibt sich als Rennwagen, jedoch von den LeMans-Rennen gezeichnet.

Sbarro Haze am Auto-Salon Genf 2016

Skoda Vision S

Und auch Skoda plant sein erstes SUV. Ob es so aussehen wird wie die Vision S, soll sich bereits Ende dieses Jahres zeigen. Dann soll nämlich die Serienproduktion starten. Hier weicht die Front noch reichlich von den aktuellen Modellen ab.

Skoda Vision S am Auto-Salon Genf 2016

Subaru XV Concept

Subarus sind eher unauffällig und unaufgeregt, wenn es sich nicht gerade um Imprezas mit riesigen Heckspoilern handelt. Geht es jedoch nach der XV-Studie, könnte sich das bald ändern. Dieses SUV-Konzept gefällt – und nicht nur wegen der schönen hellblauen Farbe mit den orangen Akzenten.

Subaru XV Concept am Auto-Salon Genf 2016

VW T-Cross Breeze

Der VW T-Cross Breeze ist ein SUV-Spasswinzling, der zu lange ein Evoque Cabrio-Poster angestarrt hat. Er sieht eher unbeholfen aus und auch ein bisschen unsicher ob seiner selbst. Seine quadratischen Lichter mit den runden Ecken vorne und hinten passen irgendwie gar nicht zum Rest des Autos und erinnern mehr an Walross-Stosszahnstummel. Oder was meint Ihr?

VW T-Cross Breeze am Auto-Salon Genf 2016

Zu den übrigen Teilen dieser Berichterstattung über den Auto-Salon 2016:

Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/gims16d

]]>
https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-salon-genf-2016-schoene-studien/feed/ 2
Auto-Salon Genf 2016: Supersportwagen https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-salon-genf-2016-supersportwagen/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=auto-salon-genf-2016-supersportwagen https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-salon-genf-2016-supersportwagen/#comments Sun, 06 Mar 2016 16:10:51 +0000 http://petrolhead.ch/?p=726 [Weiterlesen]]]> Früher gab’s an den Ständen der Supersportwagen-Hersteller Poster zum Mitnehmen. Das des Dodge Vipers hing lange an meiner Kinderzimmer-Wand. Es sind Bubenträume, die hier gezeigt werden. Die Supersportwagen bleiben wohl für die meisten Besucher unerreichbar. Umso wichtiger, sie hier wenigstens einmal in echt zu sehen.

Dies ist eine Berichterstattung über den Auto-Salon Genf 2016 in vier Teilen: Drittes Kapitel: Supersportwagen.

Bugatti Chiron

Der Veyron ist tot, es lebe der Chiron! Der neue Bugatti Supersportwagen, der am Auto-Salon seine Weltpremiere feiert, schlägt denn auch alle Rekorde. Die 16 Zylinder mit vier Turboladern produzieren 50% mehr Leistung als noch im ersten Veyron mit 1’001 PS – unglaubliche 1’500 PS sind es insgesamt. Sie beschleunigen den Chiron in unter 2,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h und dann immer weiter bis zur elektronisch abgeregelten Höchstgeschwindigkeit von sagenhaften 420 Stundenkilometern. Bei Vollgas verbraucht der Chiron ebenfalls sagenhafte 119 Liter auf 100 Kilometer und leert den 100 Liter-Tank in acht Minuten. Anders als andere Supersportwagen setzt er rein auf Benzin – einen Hybrid-Antrieb hat Bugatti nicht nötig. Der hätte nur das Gewicht unnötig erhöht.

Bugatti Chiron am Auto-Salon 2016

Das Auto ist weder nach dem Zentauren und Halbbruder von Zeus noch dem Asteroiden benannt, sondern nach dem Rennfahrer Louis Chiron (1899-1979), der unter anderem mit einem Bugatti Siege erzielte. Die Produktion ist auf 500 Exemplare beschränkt, die je 2,4 Millionen Euro kosten. 120 sind bereits verkauft, an Leute, die „durchschnittlich 64 Autos, 3 Jets, 3 Helikoper und eine Yacht besitzen“.

Bugatti Chiron am Auto-Salon 2016

Im Gegensatz zum eleganten Erscheinungsbild des Veyron erscheint der Chiron brachial und rabiat mit seinen kräftiger gezogenen Linien und den acht Lichtern vorne. Durch sie gelangt Luft zur Kühlung zu den Bremsen der Vorderräder. Fürs Abblendlicht leuchten die Umrisse der abgerundeten Vierecke stärker. An der Seite fällt vor allem die „Bugatti-Linie“ auf, der weit geschwungene Bogen, der den gesamten Türbereich umfasst und gleichzeitig Luft zu den insgesamt zehn Kühlern führt.

Bugatti Chiron am Auto-Salon 2016

Mir gefällt der Chiron nicht – zumindest nicht von der Seite. Es ist genau diese Bugatti-Linie und der eingefasste, zusammengedrückte Türbereich, der mich stört. Die Linie trennt das Auto entzwei; ein Eindruck, der vom Zweifarben-Look noch unterstützt wird. Ausserdem sieht der dunkelblaue Lack mit seinen Einschlüssen von nahem aus, als sei das Auto staubig.

Koenigsegg Regera

Nachdem der schwedische Autohersteller Koenigsegg am letztjährigen Auto-Salon Genf den Regera als Studie vorgestellt und erste Bestellungen entgegennehmen konnte, ist das Modell nun serienreif. Gründer und Firmenchef Christian von Koenigsegg war persönlich anwesend, um den Regera zu enthüllen und ihn mit viel Begeisterung den anwesenden Journalisten vorzustellen.

Koenigsegg Regera am Auto-Salon 2016

Von den geplanten 80 Exemplaren zu je 1,9 Millionen US-Dollar ist die Hälfte bereits verkauft. Sowieso kann Koenigsegg auf das erfolgreichste Jahr seiner Firmengeschichte zurückblicken. Koenigsegg-Sportwagen waren bisher vor allem schnell. Mit dem Regera werden sie nun auch wirklich luxuriös. Und wandelbar. Das Targa-Dach ist abnehmbar und lässt sich in der Fahrzeugfront verstauen. Diese, die Scherentüren und das Heck öffnen sich elektrisch. Auch das Fahrwerk und vieles mehr lässt sich elektrisch verstellen. Koenigsegg nennt das einen „fully robotized car“.

Koenigsegg Regera am Auto-Salon 2016

Doch das ist noch nicht alles an Elektrik. Nicht ein, nicht zwei sondern gleich drei Elektromotoren unterstützen den Benzin-V8-Motor mit Doppelturbolader. Alle zusammen produzieren eine Leistung von 1’520 PS – ein wenig mehr als der Bugatti Chiron. Die beiden schenken sich denn auch nichts. Während der Chiron bei der Beschleunigung bis 100 km/h die Nase vorne hat, ist der Regera bis 200 und 300 km/h schneller. Trotz seiner tieferen Höchstgeschwindigkeit von 410 km/h ist es fraglich, ob der Chiron den Vorsprung des Regera wieder aufholen könnte, bevor ihm das Benzin ausgeht.

Koenigsegg Regera am Auto-Salon 2016

Neben diesen Werten beeindruckt auch das Getriebe: Es hat nur einen einzigen Gang. Das Direct Drive System ist eine Eigenentwicklung und absolut faszinierend: Im Geschwindigkeitsbereich von 0 bis rund 50 km/h wird das Auto alleine von den Elektromotoren beschleunigt. Je mehr die Geschwindigkeit zunimmt, desto mehr schliesst sich die hydraulische Kupplung des Benzinmotors zum Antriebsstrang.

Koenigsegg Regera am Auto-Salon 2016

Der Verzicht auf ein klassisches Getriebe mit Gängen mit unterschiedlicher Übersetzung spart Gewicht. Ausserdem geht beim Schalten jeweils Energie und Vortrieb verloren – das passiert hier nicht.

Koenigsegg Regera am Auto-Salon 2016

Lamborghini Centenario

Lamborghinis haben mich schon immer viel mehr fasziniert als Ferraris. Vermutlich, weil sie immer radikaler und ziemlich kompromisslos daherkamen. Nach den eher brav aussehenden Lamborghinis unter Audi-Führung folgt hier das erste Modell, das auf der Liste eines tollen Lamborghinis wieder alle Kreuzchen vorweisen kann. Die Luftein- und -auslässe vor und hinter den Türen sind riesig, passen aber wunderbar ins Gesamtbild des Autos. Im Gegensatz zum Huracán öffnen sie auch wieder nach oben. Schade, dass nur insgesamt 40 Exemplare davon produziert werden (20 Coupés und 20 Cabrios, je 1,75 Mio. Euro), die bereits alle ausverkauft sind. Hoffentlich sehen auch zukünftige Lamborghinis so aus!

Lamborghini Centenario am Auto-Salon 2016

McLaren 570GT

Der McLaren 570 ist nicht neu. Neu ist hingegen der zusätzliche Stauraum (220 Liter) über dem Motor, der den neuen 570GT zum „luxuriösesten Modell“ von McLaren macht. Beladen kann man das Gepäck über die seitlich öffnende Heckscheibe. Hier hat es tatsächlich Platz für eine kleine bis mittelgrosse Reisetasche und irgendetwas Flaches. Dadurch wird dann aber auch gleich die Sicht nach hinten deutlich eingeschränkt. Ist man sportlich unterwegs, muss das Gepäckstück kräftig festgezurrt werden. Sonst saust es beim starken Bremsen plötzlich auf Kopfhöhe von hinten durch die Windschutzscheibe.

McLaren 570GT am Auto-Salon 2016

Im Gegensatz zu anderen Supersportwagen ist der McLaren 570GT bewusst auf Alltagstauglichkeit ausgelegt und eignet sich problemlos für die tägliche Fahrt ins Büro. Es gibt ihn bereits ab günstigen knapp 200’000 Euro.

Kahn Vengeance

Kahn Design aus Grossbritannien ist erst seit ein paar Jahren am Auto-Salon Genf präsent. Der Auto-Veredler verleiht Land Rover und Range Rover seine spezielle Note, indem er sie mit seinen eigenen Felgen (mit diesen startete Gründer Afzal Kahn seine Karriere), Front- und Heckschürzen versieht und die Sitze aufwändig und extrem ansprechend neu bezieht. Aufgefallen ist mir Kahn Design erst am Auto-Salon 2015, an dem er alle Blicke auf seine Vulkan-mattgrauen Range Rover und den dreiachsigen Land Rover Defender-Umbau mit verlängerter Schnauze zog.

Dieses Jahr enthüllt Afzal Kahn am Auto-Salon Genf sein selbst entwickeltes Auto, den Vengeance, mit dem er sich seinen seit zehn Jahren gehegten Traum erfüllt. Der Vengeance baut auf einem Aston Martin DB9-Chassis auf, dem er dann auch ziemlich ähnlich sieht. Zusammen mit seinem Design-Team hat Afzal Kahn jedoch die gesamte Karosserie neu gestaltet, die dann in Handarbeit hergestellt wurde.

Kahn Vengeance am Auto-Salon 2016

Gerade mal fünf Vengeances sollen produziert werden. Ob sie bereits verkauft sind und wohin sie gehen, darüber ist leider nichts bekannt. Das in Genf präsentierte Modell ist zumindest linksgesteuert, wird also nicht in Grossbritannien bleiben.

Kahn Vengeance am Auto-Salon 2016

Am Vengeance fallen die langen Wölbungen der Kotflügel auf, die dem Auto eine schön geschwungene Form geben. Die Felgen in Roulette-Rad-Optik stammen von Kahn selbst, und auch die runden Rücklichter sind im selben Design gehalten. Vorne ist der verchromte Kühlergrill mit seinen dicken Zähnen ein Blickfang. Ich frage mich aber schon lange, wo hier das Nummernschild Platz haben wird, ohne ein grosses Stück der Front zu verdecken. Wahrscheinlich ging dieser doch wichtige Punkt bei der Gestaltung des Autos einfach vergessen.

Kahn Vengeance am Auto-Salon 2016

Leider hat die Enthüllung enttäuscht. Während bei Koenigsegg pure Begeisterung zu spüren war, bestand die mit grosser Verspätung gestartete Pressekonferenz am Kahn-Stand aus ein paar Worten eines Mitarbeiters und dem wortlosen Wegziehen der Decke durch Afzal Kahn. Danach betrachtete er ziemlich desinteressiert seine Kreation (Foto: Kahn betrachtet Kahn) und trank gemütlich einen Kaffee, anstatt für Fotos oder sogar ein kleines Interview zur Verfügung zu stehen. Schade! Gerade hier hatte ich mir mehr erhofft – auch aufgrund des ansonsten geringen Interesses der Presse.

Afzal Kahn betrachtet seinen Vengeance am Auto-Salon 2016

Zu den übrigen Teilen dieser Berichterstattung über den Auto-Salon 2016:

Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/gims16c

]]>
https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-salon-genf-2016-supersportwagen/feed/ 1
Auto-Salon Genf 2016: Bezahlbare Autos https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-salon-genf-2016-bezahlbare-autos/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=auto-salon-genf-2016-bezahlbare-autos https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-salon-genf-2016-bezahlbare-autos/#comments Sun, 06 Mar 2016 16:08:39 +0000 http://petrolhead.ch/?p=710 [Weiterlesen]]]> Auch wenn jeder Besucher am liebsten einen Supersportwagen oder ein futuristisches Concept Car mit nach Hause nehmen würde, so stehen im Mittelpunkt eines jeden Genfer Auto-Salons dennoch die bezahlbaren Autos für die breite Masse. Sich umsehen, hineinsitzen, sich wohlfühlen. So werden heute Autos gekauft. Diese hier sind uns dabei aufgefallen.

Dies ist eine Berichterstattung über den Auto-Salon Genf 2016 in vier Teilen: Zweites Kapitel: Bezahlbare Autos.

SUV

Die „Geländewagen Light“ sind dieses Jahr allgegenwärtig – noch mehr als bisher schon. Der neue Seat Ateca ist der spanische Cousin des VW Tiguan. Er ist schön proportioniert und passt gut in die bisherige Modellpalette. Er ist bereits ab 21’750 Franken zu haben (zum Vergleich: der VW Tiguan kostet mindestens 38’050 Franken und damit fast doppelt so viel) und wird damit sicher eine grosse Zukunft haben.

Seat Ateca am Auto-Salon Genf 2016

Apropos VW Tiguan: Dieser wurde vor kurzem komplett überarbeitet und wurde dabei kantiger und eckiger, was insgesamt ein stimmigeres Erscheinungsbild ergibt. Für mich haben bisher die obere und untere Hälfte des Autos einfach nicht zusammengepasst. Nach dem Diesel-Abgasskandal gibt sich VW demütig. Am gleich grossen Stand stehen wesentlich weniger Autos als letztes Jahr, in den vorderen Reihen vor allem kleine Modelle und Nutzfahrzeuge. Der Tiguan versteckt sich hinter einer Wand und auch das sicher bald serienreife Hybrid-Konzept GTE (Bild) muss man ganz hinten im Stand suchen.

VW Tiguan GTE am Auto-Salon Genf 2016

Der Jaguar- und Land Rover-Stand kommt gleich daher wie jedes Jahr, was nicht gerade einen innovativen Eindruck macht. Dieses Jahr fehlen die Defender, deren Produktion Anfang Jahr eingestellt wurden. Dicht an dicht gedrängt stehen der neue F-Pace, die SUV-Neuheit von Jaguar, und das Range Rover Evoque Cabriolet (Bild). Der Blick ins Innere verrät: Es ist ein typischer 2+2-Sitzer, bei dem auf dem Rücksitz höchstens Kinder oder das Handtäschli Platz haben. Der Kofferraum ist klein und das geschlossene Stoffverdeck macht einen langweiligen, sehr altmodischen Eindruck. Dies ist nun wirklich ein Auto, auf das die Welt nicht gewartet hat. Vor allem auch mit seinem Preisschild von 57’900 Franken an aufwärts.

Range Rover Evoque Cabriolet am Auto-Salon Genf 2016

Ford bringt seinen Edge (Bild) aus Amerika nach Europa. Dabei handelt es sich ebenfalls um einen SUV der Kompaktklasse, die zurzeit so beliebt ist. Mit seinem wuchtigen Kühlergrill ist er eine beeindruckende Erscheinung, die sicher seine Abnehmer finden wird. Gleichzeitig sind Ford-Modelle nun in der Variante „Vignale“ erhältlich, mit mehr Chrom, Ausstattung, Topmotorisierung und dem Kühlergrill mit Wabenstruktur.

Ford Edge Vignale am Auto-Salon Genf 2016

Tesla Model X

Auch das als Europa-Premiere vorgestellte Tesla Model X ist ein SUV, oder nach Angaben von Tesla ein SUV-Minivan-Crossover. Das Model X zieht – wie schon bisher das Model S – die Besucher des Auto-Salons magisch an. Alle wollen die Falkentüren sehen, die den Zugang zur zweiten und dritten Sitzreihe freigeben. Die Türen öffnen sich zuerst nach oben und erst dann nach aussen, was sich besonders für enge Parklücken gut eignet. So steht die volle Türbreite zum Ein- und Aussteigen zur Verfügung, während unter der Türe auch Erwachsene stehen können, ohne sich den Kopf anzustossen.

Tesla Model X am Auto-Salon Genf 2016

Ich bin sehr skeptisch, ob Tesla damit an den Erfolg des Model S anknüpfen kann. In meinen Augen ist die Konstruktion zwar in der Theorie gut, ansonsten aber unpraktisch. Die Türen stehen in der Höhe doch weit heraus – ungeeignet fürs nahe Parkieren an einer Mauer. Wenn es regnet, ist der weit offene Innenraum schnell nass. Aufgrund der Schrägheck-Bauweise ist der Kofferraum klein, vor allem dann, wenn die dritte Sitzreihe benützt wird. So können zwar einige Personen, nicht aber deren Gepäck befördert werden.

Tesla Model X am Auto-Salon Genf 2016

Klar, wie auch beim Model S hat der X auch vorne Stauraum zu bieten. Gerade die lange Haube mit der ungewöhnlich grossflächigen, glatten Front ist es dann aber, die Fragen aufwirft. Da sich darin kein Motor verbirgt, ist sie – wie schon beim Model S und abgesehen von ihrer Funktion als Knautschzone – pure Dekoration. Das Auto hätte bei gleichen Dimensionen mit einer wesentlich grösseren Fahrgastzelle ausgestattet werden können, die, wie bei klassischen Minivans, viel weiter vorne hätte beginnen können. Das Model X will zu viel sein und geht dabei zu viele Kompromisse ein.

Fiat

Eine erfreuliche Neuerung bietet Fiat mit Modellnamen ausserhalb der Zahl 500. Nur für die Schweiz und Deutschland wird dabei der Name Tipo wieder zum Leben erweckt, in allen übrigen Ländern heisst er Aegea. Die ziemlich unaufgeregte viertürige Stufenheck-Limousine soll später auch mit Schrägheck und als Kombi angeboten werden.

Fiat Tipo am Auto-Salon Genf 2016

Umso spannender gibt sich der Fiat 124 Spider und das Abarth-Pendant (Bild: die Rally-Version). Er basiert auf dem Mazda MX-5 und wird ebenfalls im Mazda-Werk in Japan hergestellt. Mit Turbolader liegen 170 PS Leistung drin, was das Auto zusammen mit dem Hinterradantrieb zum richtigen Spassmobil für Italiener-Fans macht.

Fiat 124 Abarth am Auto-Salon Genf 2016

Amerikaner

Amerikanische Autos haben in Europa eher einen schweren Stand – zumindest solche, die (noch) nicht zu den eingesessenen Marken gehören. Nach seinem letztjährigen Debut am Auto-Salon Genf ist beispielsweise Cadillac dieses Jahr nicht mehr angetreten.

Dafür ist Dodge umso mehr auf dem Vormarsch. Und zurecht! Der Dodge Durango Geländewagen mit seinem durchgehenden Rücklichtlinie, wie wir sie bereits vom Dodge Charger kennen, ist immer häufiger auf den Schweizer Strassen anzutreffen. Auch der Dodge Challenger (Bild) ist grossartig gelungen.

 

Dodge Challenger am Auto-Salon Genf 2016

Der Retro-Muscle Car von Chevrolet hingegen ist bei der Weiterentwicklung seines Designs falsch abgebogen. Der neue Camaro sieht aus wie eine zu stark geliftete alte Dame.

Chevrolet Camaro am Auto-Salon Genf 2016

Auch bei der Corvette (Bild) kommt den Autodesigners nichts spannendes mehr in den Sinn. Zugegeben, die Rückseite kann sich sehen lassen! Vorne fehlt hingegen immer mehr der Wow-Faktor.

Chevrolet Corvette am Auto-Salon Genf 2016

Zu den übrigen Teilen dieser Berichterstattung über den Auto-Salon 2016:

Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/gims16b

]]>
https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-salon-genf-2016-bezahlbare-autos/feed/ 2
Auto-Salon Genf 2016: Viele Neuheiten, wenig Pfiff https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-salon-genf-2016-viele-neuheiten-wenig-pfiff/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=auto-salon-genf-2016-viele-neuheiten-wenig-pfiff https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-salon-genf-2016-viele-neuheiten-wenig-pfiff/#respond Sun, 06 Mar 2016 16:07:37 +0000 http://petrolhead.ch/?p=697 [Weiterlesen]]]> Am vergangenen Donnerstag öffnete der 86. Auto-Salon in Genf seine Türen. Wir durften noch vor der offiziellen Eröffnung einen Blick in die Hallen werfen. Hier haben wir zwar viele schöne neue Modelle für die Massen und Supersportwagen angetroffen, aber irgendwie waren alle nicht so aufregend wie auch schon. Während der unsicheren wirtschaftlichen Lage scheinen Autobauer lieber sichergehen zu wollen, als sich an völlig Neues zu wagen. Der Auto-Salon Genf 2016 ist noch bis am 13. März geöffnet.

Dies ist eine Berichterstattung über den Auto-Salon Genf 2016 in vier Teilen: Erstes Kapitel: Einleitung.

Auto-Salon Genf 2016

Alles ist SUV – SUV ist alles!

Die Beliebtheit der Sport Utility Vehicles (SUV) – Limousinen mit mehr Bodenfreiheit und erhöhter Geländegängigkeit – ist ungebremst. Die erhöhte Sitzposition verleiht nicht nur einen besseren Überblick auf die Strasse, sondern ist beispielsweise auch zum Ein- und Aussteigen praktischer. Und vermittelt noch mehr ein Gefühl von Grenzenlosigkeit, Sicherheit und Leistungsfähigkeit.

Dieses Jahr springen auch die bisher SUV-resistenten Autobauer der Luxusklasse auf den fahrenden Zug auf und lancieren Fahrzeuge wie den Jaguar F-Pace, den Maserati Levante (Bild) oder den Bentley Bentayga. Es sind SUV, die eigentlich niemand braucht und bei denen man sich fragt, ob die Zielgruppe nicht doch die klassische Limousine bevorzugt.

Maserati Levante am Auto-Salon Genf 2016

Eine Prise Oldschool

Ich freue mich auch immer über alte Autos am Salon. Porsche hat einen 718 RS60 ungefähr aus dem Jahr 1960 mitgebracht, einen leicht gebauten Rennwagen mit kleinem Vierzylinder-Motor, der an Autorennen Sieg um Sieg erzielt hatte. Er steht hier Pate für den neuen 718 Boxster S, der mit zusätzlichen 50 PS zum Boxster aufwartet und den Sprint von 0-100 km/h eine halbe Sekunde schneller meistert.

Porsche 718 RS60 am Auto-Salon Genf 2016

Auch Jeep setzt auf seine lange Geschichte. Ein alter Willys Jeep aus den 1940er-Jahren steht mitten im sehr grossen Jeep-Stand. Auch ein Jeep Wagoneer aus den 1960ern sieht aus, als warte er auf neue Käufer. Er befindet sich auf einem der Holzhügel, auf denen letztes Jahr die Jeep Renegade präsentiert wurden.

Willys Jeep am Auto-Salon Genf 2016

Einheitsbrei

Gerade bei VW und Audi ist es schwer, die einzelnen Modelle auseinanderzuhalten, nicht nur wegen der selben Farbe: Alle sehen gleich aus bis auf kleine Details wie die Lichter – und natürlich die Dimensionen. So ist auch der neue Audi Q2 (auf dem Bild ganz links) kaum vom grösseren Q3 zu unterscheiden, ein Schicksal, das er zum Beispiel mit dem A3 mit Stufenheck teilt, der dem leicht grösseren A4 zum Verwechseln ähnlich aussieht. Ob diese Vielfalt an Eintönigkeit wirklich nötig ist, frage ich mich schon lange. Vermutlich sollen die minimal kleineren Modelle Käufer befriedigen, die sich das grössere Modell gerade knapp nicht leisten können.

Blaue Audis am Auto-Salon Genf 2016

So sehen Gewinner aus!

Ein weiterer Autorennen-Gewinner wartet auf dem Peugeot-Stand: Der Peugeot 2008 DKR 16 mit der Startnummer 302, mit dem Altmeister Stéphane Peterhansel die diesjährige Dakar Rally gewonnen hat.

Peugeot 2008 DKR am Auto-Salon Genf 2016

Dies ist eine Berichterstattung in vier Teilen. Nach dieser Einleitung stellen wir in den nächsten drei Beiträgen bezahlbare Autos, Supersportwagen und schöne Studien vor. Viel Spass!

Thomie und Gabi am Auto-Salon Genf 2016

Zu den übrigen Teilen dieser Berichterstattung über den Auto-Salon 2016:

Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/gims16a

]]>
https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/veranstaltungen/auto-salon-genf-2016-viele-neuheiten-wenig-pfiff/feed/ 0