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Bisher waren die XX-Modell von Ferrari der Rennstrecke vorbehalten. Mit dem FXX überraschte Ferrari vor 20 Jahren alle: Nur 30 Stück wurden gebaut, der 30. ging an Michael Schumacher. Mit dem FXX K folgte vor 10 Jahren das Nachfolgemodell. Auch die dabei produzierten 32 Stück sind nicht für den Strassenverkehr zugelassen. Dazwischen gab es eine Rennversion des Ferrari 599, den 599XX.
Der Ferrari SF90 XX ist das erste XX-Modell mit Strassenzulassung. Er unterscheidet sich vom normalen SF90 durch eine gesteigerte Leistung (1030 statt 1000 PS), eine verbesserte Aerodynamik mit einem markanten feststehenden Heckflügel, ein rennstrecken-optimiertes Fahrwerk mit ABS EVO und einer speziellen Boost-Funktion für mehr Leistung am Kurvenausgang. Neben dem Heckflügel wurden auch frontale S-Ducts und optimierte Lufteinlässe in den Kotflügeln integriert, um Abtrieb und Durchströmung zu verbessern. Insgesamt erzeugt die XX-Version doppelt so viel Abtrieb wie der normale SF90 und beschleunigt in 2,3 Sekunden von 0 auf 100 km/h. Der SF90 XX wurde in einer deutlich höheren Stückzahl hergestellt als die bisherigen XX-Modelle. Trotzdem sind die 799 Exemplare des Stradale und 599 des Spider (natürlich) bereits ausverkauft.
Gleich drei Ferrari SF90 XX haben die Besucherinnen und Besucher in Aarberg begeistert. Rot ist die klassische Ferrari-Farbe. Mit den schwarzen und Karbon-Elementen ergibt sich ein stimmiges Gesamtbild.



Aber auch in Weiss mit dunkelblauer Kontrastfarbe wirkt das Auto sehr chic.




Den speziellsten SF90 XX als offener Spider in einer Art Skarabäusgrün mit der Zahl «05» auf der Seite fuhr der Basler Ferrari-Händler Niki Hasler.



Grün war auch die Wunschfarbe anderer Ferraristi auf dem Platz. Besonders hervorgestochen ist ein froschgrüner Ferrari Roma, der aus dem Kanton St. Gallen ins Berner Seeland gefahren ist.



Daneben schon dezent wirkte der dunkelgrüne Ferrari F8 Tributo mit Aargauer Nummernschildern. Das «Verde British» ist eine offizielle Farbe, die ab Werk erhältlich ist.

Automobile Németh stellt in Aarberg jeweils auch immer die neuesten Modelle aus. Besonders interessiert hat mich dabei der Ferrari 12Cilindri, den ich bisher nur von Fotos kannte. Der «Dodici Cilindri» ist das Nachfolgemodell des Ferrari 812. Mit seiner langen Front, den geschwungenen Kotflügeln und dem schwarzen Balken (statt Plexiglas) zwischen den Lichtern erinnert er stark an den Ferrari 365 GTB/4 Daytona.




Aber natürlich haben auch die übrigen der gut 200 Ferraris auf dem Stadtplatz begeistert, wobei ich das Gefühl hatte, dass weniger ältere Fahrzeuge zu sehen waren als sonst. Hier meine Impressionen:






Kurz nach 14 Uhr stellte eine Security-Mitarbeiter das Absperrgitter vor der Holzbrücke zur Seite, und wenig später startete der Corso um den Neuenburgersee. Im ersten Fahrzeug führte wie immer Josef Németh die Rundfahrt an. Dieses Jahr fuhr er einen Ferrari 488 Spider. Hier der ganze Corso im Video:













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Schade. Scheinbar waren ein Ferrari Monza SP2 und ein LaFerrari schon wieder weg, als ich auf dem Stadtplatz eingetroffen bin.
Mit dem Ferrari aufgewachsen
Eine besondere Freude war die Begegnung mit Peter Schmitz. Sein dunkelroter Ferrari 250 GTE von 1961 ist mir schon letztes Jahr aufgefallen – und auch seinen Mitfahrern Nadja und Laurent, die ihn dank meinem Video kennengelernt haben. So schön! Sein Vater hat das Auto neu gekauft, als Peter Schmitz drei Jahre alt. Schon als kleiner Bub ist er auf dem Rücksitz mitgefahren und zusammen mit dem Auto aufgewachsen, das bis heute im Familienbesitz bleibt. Hoffentlich noch lange!





Der 62 Jahre alt Ferrari ist das älteste Auto auf dem Platz, gefolgt vom silbernen Ferrari 365 GT 2+2, der von 1967 bis 1971 gebaut wurde und auch «Queen Mary» genannt wird.


Aufreihen zum Corso
Kurz vor 13:30 Uhr fährt Josef Németh vor das Absperrgitter bei der Holzbrücke. Wie immer führt er den Corso rund um den Neuenburgersee an. Dieses Mal ist er in einem eleganten Ferrari Roma unterwegs. «Eher zufällig», wie er mir verrät, obwohl der Roma zu seinen Lieblings-Ferraris gehöre. Der Patron von Németh Automobile und Organisator der Ferrari-Treffen in Aarberg ist auch mit diesem 24. Treffen sehr zufrieden. Auch wenn er ein wenig enttäuscht ist, dass er trotz seinen Bemühungen noch keinen Ferrari Purosangue zeigen kann. «Der erste SUV von Ferrari wird erst nächsten Monat geliefert.»

Und dann beginnt die Rundfahrt. Auf den Trottoirs der Holzbrücke stehen schon viele Leute bereit, die sich das Spektakel nicht entgehen lassen wollen. Denn hier hört man die Ferraris besonders schön. Und so lassen so manche Fahrerinnen und Fahrer den Motor aufheulen. Mein Video zeigt den Corso beim Verlassen der Holzbrücke:
Hier weitere Impressionen vom Stadtplatz Aarberg zur Mittagszeit:





















Und danke für das Selfie!

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]]>Kreuz und quer über den Stadtplatz: Das ist mein Video mit Impressionen vom Ferrari-Treffen Aarberg 2022:
Und ein paar Fotos:



Das «Cavallino rampante» klassisch und modern – mir gefällt beides

Mal nicht rot, gelb, weiss oder schwarz: ein dunkelblauer Ferrari Roma





Ferrari, Ferraris, Ferraris, soweit das Auge reicht. Schon zum 23. Mal veranstaltet die Garage Németh dieses Treffen in der malerischen Altstadt von Aarberg, das Ferraristi und Auto-Begeisterte aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland anlockt. Immer wieder wird Italienisch gesprochen. Die meist männlichen Besitzer sind stolz auf ihre Autos und zeigen sie gerne. Um jede geöffnete Motorhaube scharen sich sofort Zuschauerinnen und Zuschauer – vor allem wenn es sich dabei um ein spezielles Modell wie den Ferrari 512 BB (gebaut von 1976–1984) oder den noch älteren Ferrari 250 GTE (gebaut von 1960–1963) handelt.
Ferrari 512 BB






Ferrari 250 GTE





Der Corso fährt los!
Dieses Jahr brauchte es viel Geduld, um den Ferraris bei der Fahrt über die Holzbrücke zuzuschauen. Der Corso um den Neuenburgersee startet kurz nach 14 Uhr, wie immer mit Josef Németh an der Spitze. Dieses Jahr fährt er einen eleganten schwarzen Ferrari California T.

Danke fürs Winken!

Hinter ihm folgt der neueste Ferrari auf dem Platz, ein weinroter Ferrari 296, der erst seit diesem Jahr gebaut wird – Ferraris zweites Hybrid-Fahrzeug mit 6 Zylindern und einem Elektromotor, der 167 PS leistet. Es sei ein «echter Ferrari mit sechs Zylindern», wie Ferrari betont. Es ist das erste Pferdchen mit einem derart kleinen Motor, nachdem die früheren 6-Zylinder-Modelle 206 (1967–1969) und 246 (1969–1974) nicht als Ferraris, sondern lediglich als «Dino» und ohne Ferrari-Emblem verkauft wurden.

Dahinter fährt ein ebenfalls weinroter Ferrari SF90, Ferraris erster Hybrid, der seit 2020 hergestellt wird. Seine drei Elektromotoren produzieren 220 PS. Beide Autos können 25 km rein elektrisch fahren, was sie auf der Holzbrücke aber hoffentlich nicht tun. Die Leute warten schliesslich hier, um Ferraris nicht nur zu sehen, sondern auch zu hören.

Eine Viertelstunde lang fahren Ferrari um Ferrari los – teils dicht nacheinander, teils mit viel Abstand. Für eine kleine Aufregung sorgt ein Motorradfahrer, der die Absperrung mit Fahrverbotstafel umfährt und nach kurzem Warten bei Grün losknattert… nur um wenig später unter viel Gelächter der Zuschauerinnen und Zuschauer seine Maschine wieder rückwärts von der Brücke rollen zu müssen, als ihm mehrere Ferraris entgegenkommen. Sie haben heute immer Vortritt.
Schaut den ganzen Corso inklusive Motorrad-Zwischenfall in meinem Video:
Nach der Rundfahrt um den Neuenburgersee treffen sich die Ferrari-Fahrenden zum Apéro in der Garage Németh in Hinterkappelen. Für das Publikum und mich ist das Treffen aber hier zu Ende. Ich freue mich schon aufs nächste Jahr – und hoffe natürlich, dass dann wieder mehr der speziellen Ferraris dabei sind, die mich als Kind zum Petrolhead gemacht haben. Ausser dem Ferrari 512 BB fehlten sie dieses Jahr leider fast alle.
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]]>Für den Einlass braucht’s kein Zertifikat, aber einen Ferrari – zumindest für Personen, die mit dem Auto auf den Stadtplatz fahren möchten. Und trotzdem steht an diesem 29. August 2021 ein wahres Schmuckstück der 80er-Jahre, ein Ferrari 512 BB, ziemlich unbeachtet auf dem Besucherparkplatz unterhalb der Holzbrücke.

Noch älter geht es am oberen Ende der engen Treppe weiter. Wie immer stehen die älteren Jahrgänge neben dem Amthaus. Ein gelber Ferrari 275 GTB, gebaut ab dem Jahr 1964, und ein Ferrari 365 GTB/4, gebaut ab 1969, sind die ältesten Fahrzeuge auf dem Platz. Aber auch mehrere Ferrari Testarossa und weitere Schmuckstücke sind hier zu finden.


Die neuesten Modelle aus der Sportwagenschmiede in Maranello sind auf der gegenüberliegenden Seite, bei der östlichen Zufahrt zum Stadtplatz, zu finden. Gleich zwei Ferrari SF90 Stradale glänzen hier um die Wette. Sie sind die Highlights des diesjährigen Ferrari-Treffens Aarberg. Es macht Spass, die kleinen Unterschiede zwischen den beiden Autos mit ihrer fast identischenzweifarbigen Lackierung zu entdecken. Beispielsweise zog einer der Besitzer ein mattschwarzes Ferrari-Logo auf dem vorderen Kotflügel vor.
Der SF90 Stradale ist Ferraris erster Plug-in-Hybrid, wobei die drei Elektromotoren eher den Achtzylinder-Verbrennungsmotor unterstützen als das Auto umweltfreundlicher zu machen. Dank ihren 220 PS steigern sie die Leistung des SF90 Stradale auf 1’000 PS. Und ermöglichen das rein elektrische Fahren bis 25 km/h.





Auf dem roten Teppich zieht ein Ferrari Roma die Blicke auf sich. Auch er ist ein sehr neues Modell, das erst seit letztem Sommer ausgeliefert wird. Seine Kurven weichen ziemlich vom sonstigen Ferrari-Design ab und erinnern mich mehr an einen Aston Martin Vantage. Sein Kühlergrill ist gar nicht mein Geschmack.



Der gelbe Ferrari 812 Superfast aus dem Kanton Wallis, letztes Jahr noch der einzige seiner Art (abgesehen vom Aussteller-Auto der Garage Németh), hat deutlich Zuwachs erhalten. Das Modell scheint beliebt zu sein – was ich aufgrund seiner schönen Form gut verstehe. Genauso stark vertreten sind der Ferrari 488 und sein Nachfolger, der F8. Dieser gefällt mir jedes Mal mehr, wenn ich wieder einen sehe. Ja man könnte tatsächlich sagen: Der F8 Tributo hat sich fast unbemerkt zu meinem Lieblings-Ferrari dieses Jahrhunderts entwickelt. Ein gelb-schwarzes Modell mit passend lackierten Felgen hat es mir besonders angetan.


Sehr auffällig ist natürlich auch dieser folierte F8 mit Feuerblitzen und Spiderman auf den Türen.

Aber auch sonst bot das Ferrari-Treffen Aarberg etwas für fast jeden Geschmack. Autos in allen Farben gab es zu bestaunen – auch wenn das Rosso Corsa, das typische Rennrot von Ferrari, klar dominiert. Ich hatte sogar das Gefühl, dass trotz des unsicheren Wetters mehr Autos auf dem Platz standen als sonst. Nur die Besitzer der ganz besonderen Modelle, die in den letzten Jahren zu sehen waren, sind deswegen wohl dieses Jahr nicht gekommen. Ich hoffe natürlich schon, mich nächstes Jahr wieder an einem Ferrari F40 oder einem Ferrari 288 GTO sattsehen zu können.









Mit ziemlicher Verspätung sind die meisten Ferraris dann gegen 14 Uhr zum Corso gestartet, der Ausfahrt um den Neuenburgersee. Patron Josef Németh hat die Tour in einem gelben Ferrari 458 Speciale angeführt. Und kurz angehalten, um sich zu erkundigen, ob ich denn nun Fotos oder Radar mache.
Die Fotos der 72 Ferraris auf dem Corso sind auf unserem Instagram-Konto Petrolhead.ch zu sehen.

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]]>1. Bugatti «La Voiture Noire»

«Das schwarze Auto» ist der neueste Wurf von Bugatti, und nicht nur wunderschön und unmöglich zu fotografieren, sondern mit 11 Millionen Euro auch der teuerste Neuwagen der Welt. Bugatti hat sich den 1’500-PS-Boliden mit sechs Auspuffen zu seinem 110-Jahre-Jubiläum geleistet.

Inspiriert wurde «Das schwarze Auto» vom Bugatti Sondermodell Type 57 SC Atlantic, das zuerst Jean Bugatti, dem älteste Sohn des Firmengründers Ettore Bugatti, gehörte und von ihm so genannt wurde. Nachdem es im Zweiten Weltkrieg bei der Besetzung Frankreichs beschlagnahmt und Gerüchten zufolge in einem Zug nach Deutschland gebracht werden sollte, ist sein heutiger Verbleib unbekannt.

Auch der zukünftige Verbleib dieses Meisterstücks des Automobilbaus ist nicht bestätigt. Gerüchten zufolge hat Ferdinand Piëch, der langjährige VW-Chef und Enkel von Porsche-Gründer Ferdinand Porsche, das Einzelstück erstanden.

Auch ein wunderschöner Bugatti Divo ist am Bugatti-Stand ausgestellt. Die matte Farbe mit den hellblauen Elementen – inklusive hellblauer Radzierringe – ist einfach umwerfend.

Ebenfalls am Auto-Salon Genf 2019 gezeigt wird das Sondermodell des Bugatti Chiron, der Bugatti Chiron Sport mit Farben der französischen Flagge unter dem Heckspoiler, von dem zum 110-Jahre-Jubiläum von Bugatti 20 Fahrzeuge gebaut werden.

In meinen Augen sind das die schönsten Fahrzeuge das diesjährigen Auto-Salons.
2. Pininfarina Battista

Der Pininfarina Battista ist nach dem Firmengründer Battista Farina benannt. Vom 1’903 PS starken Elektro-Hypcercar mit einer Batterie von Rimac sollen ab dem kommenden Jahr insgesamt 150 Exemplare hergestellt werden. Es wird das stärkste Automobil sein, das je in Italien gebaut wurde.

Am Auto-Salon stehen gleich zwei Battistas in den oberen Hallen 1 und 2, einer am Stand von Pininfarina (Stand Nr. 1241) und einer am Stand von Automobili Pininfarina (Stand Nr. 2146).



Wir kennen Pininfarina als Design-Schmiede vieler Autohersteller. Pininfarina verdanken wir viele schöne italienische Sportwagen wie beispielsweise den Ferrari Daytona, Ferrari 308 GTB und GTS, Ferrari California oder den Maseratti Quattroporte, aber auch Alltagsautos wie den Peugeot 406 Coupé, Alfa Romeo Spider oder Ford StreetKa. Aber auch SBB-Lokomotiven oder das Zürcher Cobra-Tram wurden von Pininfarina designt.
3. Sbarro Renner

Es ist absolut unglaublich, was die Schüler der Espera Sbarro Schule für Autodesign und Autokonstruktion in nur 60 Tagen auf die Beine – oder eher die Räder – gestellt haben. In dieser Zeit haben sie gemeinsam das Auto entworfen, ein Tonmodell hergestellt, ein Chassis aus Stahlrohren hergestellt, einen Subaru STI-Motor mit 300 PS eingebaut sowie die Karosserie und den Innenraum gebaut und das Auto lackiert. Eine unglaubliche Leistung.

Der Sbarro Renner entspricht ihrer gemeinsamen Vision eines Rennwagens, der für die Strasse zugelassen ist. Inspiriert wurde er vom Porsche 904. Der Renner ist ein fahrbares Einzelstück, das im Besitz der Schule verbleibt.

Auf den Stand von Sbarro am Auto-Salon Genf freue ich mich jedes Jahr am meisten. Hier zeigt der Schweizer Autodesigner Franco Sbarro seine neuen Kreationen, die häufig zu den wildesten des ganzen Salons gehören. Und auch seine Schüler präsentieren ihre Werke. Dabei handelt es sich jeweils um das vor dem Auto-Salon gebaute Modell sowie um das letztjährige Modell, das nach dem Auto-Salon entstand.

Die Espera Sbarro Schule gehört zur Technischen Universität Montbéliard in Frankreich. Ich habe im 2017 einen Blick hinter die Kulissen der Schule geworfen und einen Blogbeitrag darüber verfasst. Der nächste Tag der offenen Türe findet am 6. April 2019 statt. Weitere Informationen gibt es auf der Facebook-Seite der Espera-Sbarro-Schule.
4. Peugeot E-Legend Concept

Mit dem E-Legend Concept Car will Peugeot die Langeweile aus der Zukunft nehmen. Sein Elektromotor leistet 462 PS und soll das Auto in unter 4 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen.

Das E-Legend-Konzept wurde dem ikonischen Peugeot 504 Coupé nachempfunden, das übrigens auch von Pininfarina designt wurde. Es ist Peugeots Studie eines autonomen Fahrzeugs der Zukunft.

Mit solchen Aussichten sieht die Zukunft rosig aus. Denn das Concept Car ist extrem gut gelungen. Schaut Euch nur all die raffinierten Lichter an!

Das E-Legend Concept greift übrigens das Peugeot-Logo wieder auf, das von 1960 bis 1964 im Einsatz war und damit noch aus der Zeit vor dem Peugeot 504 Coupé stammt (von 1969 bis 1983 produziert). Nicht ganz stilecht.

Im minimalistischen, futuristischen Innenraum fällt vor allem der grosse Bildschirm im Fussraum auf. Mit seinen 1,25 Metern Diagonale kann der viel mehr als nur die nächste Abzweigung anzeigen.

Mir persönlich gefällt auch die hellblaue Innenausstattung. :-)
5. Ferrari F8 Tributo

Der F8 Tributo ist das neueste Modell von Ferrari und Nachfolger des Ferrari 488. Er lehnt sich denn auch vom Design her stark an seinen Vorgänger an, mit einer überarbeiteten Front- und Heckpartie.

Im Gegensatz zu den vielen Elektro-Sportwagen setzt Ferrari weiterhin auf einen Verbrennungsmotor. Eingebaut ist der aus dem 488 bekannte V8-Biturbo-Motor mit 720 PS, der den Ferrari in 2,9 Sekunden auf 100 km/h beschleunigt.
Die Rückseite des F8 Tributo erinnert mich stark an den Ferrari SP38 Deborah, ein auf Kundenwunsch produziertes Einzelstück, das letztes Jahr an der Grand Basel 2018 (weit nach unten scrollen) ausgestellt wurde.

Den Tribut in seinem Namen zollt der F8 übrigens dem Ferrari 3,9-Liter-V8-Biturbo-Motor, der in den Jahren 2016, 2017 und 2018 die «International Engine of the Year»-Auszeichnung als Motor des Jahres erhielt.
6. Piëch Mark Zero

Mit dem Piëch Mark Zero stellen die in Zürich lebenden Toni Piëch und Rea Stark Rajcic ihre neue Deutsch-Schweizer Automarke Piëch vor. Der Name ist Autofans bekannt; Ferdinand Piëch, Toni Piëchs Vater, stand viele Jahre an der Spitze von VW, von 1993 bis 2002 als Vorstandsvorsitzender und danach bis 2015 als Aufsichtsratsvorsitzender. Toni ist zudem Urenkel von Porsche-Gründer Ferdinand Porsche.

Das Design des Piëch Mark Zero ist eine moderne Interpretation von klassischen, puristischen Sportwagen und wirkt zeitlos und modern. Der ovale Frontgrill beispielsweise wurde vom Ferrari 250 GTO, dem Jaguar E-Type oder dem Shelby Cobra inspiriert.

Der Mark Zero wird von drei Elektromotoren mit einer Gesamtleistung von über 600 PS angetrieben. Der Elektrosportler beschleunigt in 3,2 Sekunden von Null auf 100 km/h und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 km/h. Dank einer neuartigen Batterie-Technik einer Partnerfirma aus China sollen die Akkus in nur 4:40 Minuten zu 80% aufgeladen werden können.

Der Piëch Mark Zero soll in drei Jahren marktreif und zum Preis von zwischen 150’000 und 170’000 Euro erhältlich sein.

Mehr über das Auto ist im separaten Blogbeitrag über den Piëch Mark Zero zu finden.
7. Cupra Formentor

Seit Anfang 2018 erscheinen die Sportversionen von Seat unter der eigenständigen Marke «Cupra». Doch Cupra will mehr sein als nur ein Seat-Ableger. Am Auto-Salon 2019 präsentiert Cupra das seriennahe Konzept-Fahrzeug Formentor.

Das nach einer Halbinsel im Osten von Mallorca benannte SUV-Coupé lehnt sich an den Seat Tarraco an, zumindest bei den Lichtern und dem Kühlergrill. Die Lichter-Partie erinnert mich sehr an den Maserati Levante. Gegen hinten wird der Formentor aber schnittiger – wie ein richtiges Coupé halt – und endet in einer sehr markanten Heckpartie mit markanten Rücklichtern und Kanten.
Das Serienmodell mit Hybrid-Antrieb soll 2020 auf den Markt kommen und wird vermutlich auch als abgeschwächte Seat-Version erscheinen.
8. Alfa Romeo Tonale

Auch Alfa Romeo enthüllt mit seinem Tonale ein sportliches 2+2-Sitzer SUV-Coupé, das hoffentlich nicht nur ein Konzept bleibt. Auch er ist als Plug-in-Hybrid konzipiert.

Speziell sind vor allem die Lichter, denen die Fotos nicht ganz gerecht werden. Das Auto mit den Dreifachscheinwerfern erinnert mich stark an den von Zagato designten Alfa SZ, oder auch den späteren Alfa Romeo Brera und den Spider. Ich finde ihn auf jeden Fall stimmiger als den Stelvio.

Das Auto ist nach dem Tonalepass in den Alpen zwischen Italien und der Schweiz benannt. Sein Name wirkt für mich ein wenig unglücklich, da er sich sehr ähnlich anhört wie «Zehennagel» auf Englisch.
9. Koenigsegg Jesko

Am Auto-Salon Genf 2019 enthüllt Christian von Koenigsegg seinen neuen Hypercar. Und hält eine Überraschung für seinen 80-jährigen Vater bereit, der bei der Premiere mit dabei ist. Denn er hat das Auto nach ihm benannt, und das sogar mithilfe einer falschen Pressemitteilung geheim gehalten. Auch wenn Jesko von Koenigsegg als leidenschaftlicher Reiter eigentlich 1 PS den weit über 1’000 PS seiner Hypercars bevorzugt, wie Christian betont. Jesko von Koenigsegg hatte seinen Sohn schon immer unterstützt und vor allem auch, als er als 22-Jähriger seine Superwagen-Firma gegründet hatte.

1’578 PS sind es übrigens beim Koenigsegg Jesko, wenn der mit E85 Ethanol betankt wird, ansonsten 1’280 PS mit normalem Benzin. Diese werden vom 5,0-Liter-V8-Biturbo-Motor produziert, der bereits im Agera im Einsatz war. Eine neu entwickelte Kurbelwelle hilft beim Jesko, noch ein paar Pferdestärken mehr aus dem Motor herauszuholen.

Ebenfalls komplett neu entwickelt wurde das 9-Gang-Getriebe. Das funktioniert ähnlich wie bei einem Fahrrad, das vorne und hinten eine Gangschaltung hat. Mit dieser doppelten 3-Gang-Schaltung kann mehr oder weniger frei zwischen verschiedenen Gängen hin- und hergeschaltet werden. «Light Speed Gearbox» und «Ultimate Power on Demand» nennt Christian von Koenigsegg die Technik, mit der er als Erster die 300 mph-Grenze (483 km/h) durchbrechen will. Dabei erzeugt der riesige Heckspoiler über 1’700 kg Anpressdruck, um das Auto am Boden zu halten – also mehr als das Gewicht des Jeskos.

Wie beim Agera lässt sich übrigens auch hier das Targa-Dach entfernen… aber nicht im Vorderteil des Hypercars verstauen und damit nicht mitnehmen. «Da gibt es nur eins: Schnell nach Hause fahren, wenn es zu regnen beginnt», witzelt Christian von Koenigsegg bei der Enthüllung.
10. VW ID. Buggy

Gut 50 Jahre nach dem Aufkommen der ersten Strandbuggys auf VW-Käfer-Basis plant Volkswagen eine Neuauflage! Zwar handelt es sich beim ID. Buggy erst um eine Studie, doch schon 2022 soll eine Serienversion des Auto tatsächlich vom Band rollen.

Der neue Buggy fährt rein elektrisch. Der hinten verbaute Elektromotor liefert 204 PS, mit denen er die Hinterachse antreibt. Die 62-kWh-Batterie sorgt für eine Reichweite von immerhin 250 km. Der ID. Buggy soll auch Werbung machen für den Modularen Elektrifizierungsbaukasten (MEB), auf dem das Auto basiert. Denn dieser kann als Grundlage für weitere Fahrzeuge und Kleinserien eingesetzt werden, und das nicht nur von VW. Ähnlich wie schon bei den Strandbuggys können die darauf aufgebauten Autos unter der eigenen Marke verkauft werden.

Beim grünen Buggy fallen nicht nur seine Froschaugen auf, sondern auch, dass es weder Türen, Fenster noch ein Dach gibt. Lediglich ein Sonnen-/Regensegel soll zwischen Überrollbügel und Frontscheibe gespannt werden können.
VW hat uns schon einige Studien mit dem Versprechen gezeigt, damit eine Serienproduktion zu starten. Ob es dieses Mal stimmt, bleibt abzuwarten. Das MEB-System hat auf jeden Fall viel Potenzial.
One more thing: Peugeot 208 II

Neben dem E-Legend Concept präsentiert Peugeot am Auto-Salon Genf 2019 auch seinen neuen Peugeot 208 II. Dieser übernimmt die neue Marken-Optik, die Peugeot mit dem 508 II vor einem Jahr vorgestellt hat. Besonders auffällig sind die Lichter mit der 3-Krallen-Optik (nicht mehr nur hinten, sondern hier auch vorne) und natürlich mit der markanten Fangzahn-Lichtsignatur, die weit nach unten in die Frontschürze ragt. Hinten verbindet eine breite schwarze Zierleiste die Rücklichter.

Bei der GT-Line liefert der Benzinmotor 130 PS. Das reicht bei weitem noch nicht, um mit den schnellen Hot Hatches anderer Automarken mitzuhalten. Ab 2020 wird auch eine rein elektrische Version des 208 erhältlich sein, der e-208.

Endlich gefallen mir Peugeots wieder! Und dieser neue 208 erinnert mich sehr an mein erstes Auto, einen Peugeot 205 GTI. Viele seiner Design-Elemente werden hier wieder aufgegriffen, darunter die Zierleiste zwischen den Rücklichtern oder der Schriftzug der Modellvariante auf der C-Säule. Etwas unverständlich sind mir die schwarz lackierten Radläufe. Und ich hätte den 208 gerne auch als Dreitürer gesehen, nicht nur als Fünftürer. Und natürlich einen stärkeren Motor. Aber auch so hat der Peugeot 208 II das Zeug dazu, an den Erfolg seiner Vorgängermodelle anzuknüpfen.

Nur mit seiner Namensgebung bleibt Peugeot weiterhin in der Sackgasse stecken. Es ist tragisch, dass sich die Franzosen nicht frühzeitig neue Modellnamen überlegt haben. Neue Modelle können nicht bis in alle Ewigkeit -08 heissen (neue Modelle -09 zu nennen, hat sich Peugeot mit dem 309 im Jahr 1985 verbaut).
Zweites Wochenende
Der Auto-Salon Genf 2019 ist noch bis und mit Sonntag 17. März 2019 geöffnet. Alle Informationen sind zu finden unter www.gims.swiss.
Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/gims2019top10
]]>Ich habe früher selbst in einem Buchverlag mit Druckerei gearbeitet und weiss ein gut gemachtes Buch zu schätzen. Dieses Sammlerstück für Ferraristi gehört hier definitiv dazu. «Ferrari» erzählt die einzigartige Erfolgsgeschichte des italienischen Sportwagenherstellers aus Maranello.
Der Autor Pino Allievi hatte bereits zusammen mit Enzo Ferrari Bücher verfasst. Auf insgesamt 480 grossen, kleinen und ausklappbaren Seiten fügt er auch viele bislang unveröffentlichte Fotos und Dokumente aus den Ferrari-Archiven und privaten Sammlungen ein, sowie Auszüge aus den bislang unveröffentlichten Tagebüchern von Enzo Ferrari. Diese erscheinen als eine Art kleinere Hefte innerhalb des grossformatigen (32,4 x 43,2 cm) Buchs. Im Anhang sind die über 3’000 Ferrari-Siegen im Motorsport seit 1947 aufgelistet.


Das Buch ist handgefertigt und in Leder gebunden. Auf dem Umschlag prangt gross das sich aufbäumende Pferd des Ferrari-Logos, das «Cavallino rampante». Noch eindrücklicher als der Ledereinband ist jedoch die von Marc Newson entworfene Präsentationsbox aus Aluminium, die einem Ferrari-V12-Motor nachempfunden wurde. Die beiden Motorblöcke können aufgeklappt werden, um das Buch freizulegen. Leider stören die vier kugelförmigen Griffe, die beim Aufklappen gleichzeitig als Auflage dienen, das Erscheinungsbild doch ziemlich.



Limitiert und nummeriert
Insgesamt 1’947 Exemplare wurden hergestellt. Diese Zahl entspricht dem Gründungsjahr von Ferrari. Alle Bücher sind nummeriert und signiert vom früheren und aktuellen Präsidenten von Ferrari, Sergio Marchionne und John Elkann, sowie von Piero Ferrari, dem Sohn von Enzo Ferrari.
Die ersten 250 Exemplare werden als «Art Edition» mit ihrer eigenen Sockel-Skulptur geliefert. Die aus den zwölf Zylindern ragenden Krümmer verbinden sich zu vier Beinen und wirken als eine Art Auspuff-Ständer. Dieses Design-Objekt besteht aus handgebogenem verchromtem Stahl mit vier höhenverstellbaren Gummifüssen und wird montiert geliefert. Zum Lieferumfang gehören auch ein Paar Handschuhe, die zum Schutz der Skulptur getragen werden sollen. Kaufpreis: 25’000 Euro.

Die übrigen 1’697 Exemplare werden «nur» in der Präsentationsbox ohne Sockel geliefert. Kaufpreis: 5’000 Euro.
Das Buch ist leider nur auf Englisch erhältlich und erschien im Taschen Verlag. Beim Verfassen dieses Artikels sind erstaunlicherweise noch beide Varianten erhältlich.
Man soll ein Buch nie nach seinem Einband beurteilen. Dieses hier aber schon. Und nach seiner Präsentationsbox. Und der Ständer-Skulptur. Abgesehen vom exklusiven Inhalt haben beide Varianten das Potenzial, als Sammlerstück in den kommenden Jahren an Wert zuzulegen. Frohe Weihnachten!
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Wie jedes Jahr hat Automobile Németh zum Ferrari-Treffen in Aarberg eingeladen. Und Ferrari-Besitzer und Ferrari-Fans sind dem Aufruf gleichermassen gefolgt. Auf dem mittelalterlichen Stadtplatz herrscht ein reges Treiben. Ferraris treffen ein oder fahren los, überall glitzert roter, gelber, weisser und schwarzer Lack im Sonnenschein um die Wette, während Fans jeden Alters Auto um Auto bewundern. Maranello hat für einen Tag Aarberg erobert.



Von ganz neu bis älter
Automobile Németh hat die drei neusten Modelle von Ferrari mitgebracht, die alle mit einem Frontmotor ausgestattet sind. Der Ferrari Portofino wird erst seit diesem Jahr produziert. Sein Achtzylinder-Motor leistet stattliche 600 PS.


Daneben steht das zweitneuste Modell, ein Ferrari 812 Superfast. Sein Zwölfzylinder-Motor entwickelt starke 800 PS. Daneben befindet sich ein grauer Ferrari GTC4Lusso mit vier Sitzplätzen.

Weiter hinten auf dem Platz steht noch ein weiterer Ferrari 812 Superfast in Gelb, der aus dem Wallis angereist ist. Der 812 Superfast ist endlich mal wieder ein Ferrari, der mir so richtig gut gefällt.

Ebenfalls zu den aktuellen Modellen gehört der graue Ferrari 488 mit seinem Italien-Band. Von ihm und seinem Vorgänger 458 sind hier viele Exemplare zu sehen – auch eins mit einer Sonnenblende mit «Cars»-Augen, die mich zum Schmunzeln bringen. Im ersten der Animationsfilme trat ja Michael Schumacher als Ferrari F430 auf, das Vorgängermodell dieses 458. Wunderschön sind auch die Rücklichter des Ferrari California.



Trotz der vielen schönen Autos halte ich weiter Ausschau nach einem meiner beiden Lieblings-Ferraris und werde belohnt: Vor der Kirche im Westen des Städtchens ist ein Ferrari F40 parkiert, Ferraris zweiter Supersportwagen, der von 1987 bis 1992 gebaut wurde. Natürlich hing auch in meinem Kinderzimmer ein grosses F40-Poster an der Wand. Ich kann mich gar nicht sattsehen!


Auf dieser Seite des Platzes stehen weitere Ferrari-Klassiker aus meiner Jugendzeit: 308 GTB, 512 BB und ein paar Testarossa. Noch mehr Testarossa und einen Ferrari Daytona habe ich bei der Hinfahrt auf der Autobahn gekreuzt. Die sind leider schon wieder nach Hause gefahren.



Corso um den Neuenburgersee
Kurz nach Mittag beginnen sich die Ferrari-Fans entlang der alten Holzbrücke aufzureihen. Der Corso und damit der Höhepunkt des Ferrari-Treffens beginnt gleich. Pünktlich um 13:30 Uhr fährt Németh-Geschäftsleiter Josef Németh mit einem schwarzen Ferrari 458 Spider über die Holzbrücke. Er leitet den Konvoi, der von hier aus rund um den Neuenburgersee und dann nach Bern zum Münsterplatz führt. Was für ein schöner Tag für eine Ausfahrt, und ein grossartiger Tag für alle Ferrari-Fans.


Das Ferrari-Treffen in Aarberg
Das von Automobile Németh veranstaltete Ferrari-Treffen in Aarberg findet jedes Jahr im August statt. Informationen sind jeweils im Voraus auf der Webseite www.nemeth.ch zu finden.



Ferrari F40
Und hier noch mehr Fotos des Ferrari F40. Zu seiner Zeit war er mit 324 km/h der schnellste Serienwagen der Welt. Ferrari-Gründer Enzo Ferrari machte sich mit dem F40 ein Geschenk zum 40-Jahr-Jubiläum der Automarke Ferrari. Insgesamt nur 1’315 Exemplare des Ferrari F40 wurden produziert. Der F40 hier gehört zur späteren Serie mit «normalen» Seitenfenstern. Die erste Serie hatte fixe Fenster mit einem kleinen Schiebefenster.







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Wie können die das wohl finanzieren? Dass in der «Grand Basel» enorm viel Geld steckt, sieht man sofort. Zum Beispiel am hochprofessionell produzierten Werbevideo mit dem Schauspieler Idris Elba, der extrem umfangreichen Webseite oder der Werbung, die überall zu sehen ist. Im Gegensatz zum Auto-Salon in Genf stellen hier aber nicht die Autofirmen aus, sondern Händler und Sammler. So stehen einige der Fahrzeuge auch zum Verkauf – Preis auf Anfrage.
Eingerahmt und ausgeleuchtet
Links oder rechts? Diese Frage stellt sich sofort, als wir mit der Rolltreppe im Obergeschoss eintreffen. Auf beiden Seiten der «Site of Excellence» mit dem Konstruktionsmodell eines Alfa Romeo Oldtimers buhlen Autos in allen Farben um die Gunst der Besucher. Alle stehen sie in einer Art dreidimensionalen Bilderrahmen und sind perfekt ausgeleuchtet. Mit dem Kontrast zur dunklen Halle kommen die Autos so grossartig zur Geltung. Die Lampen sind clever angeordnet, so dass sie sich beim Fotografieren kaum im Blech oder auf den Scheiben spiegeln.




In der «Galerie Nord» gehen wir durch die einzelnen Strassen (mit Mittelstreifen) und freuen uns über das Sammelsurium an speziellen Autos. Hier finden wir nicht nur seltene Porsches, Bugattis, Ferraris (darunter auch eine Einzelstück-Sonderanfertigung) und weitere Luxusmarken, sondern auch die Europa-Premiere des imposanten neuen Tesla Roadsters, eine vom italienischen Rennfahrer Eugenio Amos gebaute Neuauflage des Lancia Delta Integrale als «Futurista», zwei Fiat-Sondermodelle des ehemaligen Fiat-Präsidenten, und viele weitere Besonderheiten jeden Alters.














In der «Galerie Süd» bewundern wir weitere Raritäten der Automobilgeschichte, darunter auch einen von nur drei gebauten Monteverdi hai 450 GTS des Schweizer Automobilherstellers Peter Monteverdi und einen schwarzen De Tomaso Pantera, der mir so gut gefällt.






Rund um das «Auge», die runde Aussparung, die das Markenzeichen der neuen Messehallen darstellt, befinden sich Stände von Veredlern, Kunstgalerien, Inneneinrichtungen und ein Stand von Sprüngli mit einem Schoggibrunnen, an dem Erdbeeren und Mango-Stücke mit Schokolade probiert werden dürfen. Nicht verpassen!

Hinter dem «Auge» geht es weiter mit interessanten Fahrzeugen. Hier sticht der Lincoln Continental von 1963 in einem pinken Rahmen, einem übergrossen Haifischzahn und der Aufschrift «Die Picasso sind da» hervor. Die Rahmen mit den Autos sind hier auch nicht mehr in geraden Linien aufgereiht, sondern wild durcheinander. Diese unterschiedliche Anordnung erinnert mich an eine gewachsene Altstadt und geplante Erweiterungen einer Stadt, wie sie auf vielen Stadtplänen im In- und Ausland erscheint.



Besondere Augenweiden
Eigentlich sind alle an der «Grand Basel» präsentierten Fahrzeuge wirklich sehenswert. Besonders aufgefallen sind mir diese hier (in alphabetischer Reihenfolge):
Amos Lancia Delta Integrale Futurista
Der italienische Rennfahrer Eugenio Amos hat den Lancia Delta Integrale als «Futurista» neu aufgelegt.






Bugatti Chiron
Sein 16-Zylinder-Motor mit vier Turboladern entwickelt 1’500 PS und beschleunigt den Chiron auf über 400 km/h.





De Tomaso Pantera
Der De Tomaso Pantera ist und bleibt einer der aufregendsten Sportwagen der 70er-, 80er- und 90er-Jahre.



Ferrari SP38 Deborah
Ferrari baute dieses Unikat im Jahr 2018 auf Kundenwunsch auf der Basis eines Ferrari 488 GTB.




Fiat-Sondermodelle von Fiat-Chef Gianni Agnelli
Der ehemalige Fiat-Chef Gianni Agnelli wünschte sich ein luftiges Auto, das er auf seiner Yacht transportieren konnte. So entstand der Fiat 500 Jolly.

Gianni Agnelli liess sich für sommerliche Fahrten zwischen Villa und Strand den Fiat 500 Spiaggia Boano bauen – und einen zweiten für Aristoteles Onassis.

Lamborghini Countach LP400
In seiner ersten, reinen Form fallen die riesige, flache Windschutzscheibe und die ungewöhnliche Form der hinteren Kotflügel des Lamborghini Countach besonders gut auf.



Monteverdi hai 450 GTS
Die Schweizer Automarke Monteverdi hatte ihren Sitz nur gerade 4 Kilometer vom Messeplatz in Basel entfernt in Binningen im Kanton Basel-Landschaft. Hier befand sich bis Ende 2016 auch das Monteverdi-Museum. Heute können Monteverdi im Verkehrshaus Luzern bewundert werden.




Tesla Roadster
Der Tesla Roadster feiert an der «Grand Basel» Europapremière. Der voraussichtlich ab 2020 produzierte elektrische Supersportwagen beschleunigt in 2.1 Sekunden von 0 auf 100 km/h – kein anderes Auto ist schneller.




Ab nach Basel!
Die «Grand Basel» ist noch bis am Sonntag, 9. September 2018, geöffnet. Tickets können online oder vor Ort gekauft werden. Tageskarten kosten online 45 Franken, ermässigte Tickets für Kinder, Studenten und Rentner 40 Franken. Das Erlebnis ist die stolzen Preise wert.
Neben den Tageskarten sind auch Abendkarten für 23 bzw. 20 Franken erhältlich, mit denen man Einlass ab 16.30 Uhr hat. Die eineinhalb Stunden sind aber sehr knapp, um genügend Zeit für alle Autos zu haben.

Die Messe ist jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Weitere Informationen sind auf der Webseite der «Grand Basel» zu finden: www.grandbasel.com/basel
Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/grandbasel2018
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