Warning: Undefined array key "HTTP_X_FORWARDED_PROTO" in /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-config.php on line 82
Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-config.php:82) in /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-includes/feed-rss2.php on line 8

Read this blog post in English
Ich sehe mich als ziemlich grossen Fan von Top Gear. Ich habe die Sendung fast seit 2002 geschaut, als sie neu aufgelegt wurde, habe das Top Gear Studio und das Top Gear Museum besucht und bin über den Top Gear Test Track gefahren. Ich war traurig, als Jeremy Clarkson von BBC gefeuert wurde, aber nach all den Verwarnungen und letzten Verwarnungen war das nicht überraschend. Es war die richtige Entscheidung, da einen Produzenten zu schlagen nicht unbestraft bleiben soll.
Ich schaue The Grand Tour, mag die Sendung aber nicht so sehr wie ich Top Gear geliebt habe. Die Sendung ist zur Jeremy Clarkson Show verkümmert. Er will überall im Mittelpunkt stehen und hat James May und Richard Hammond zu Nebendarstellern degradiert. Ihre Challenges und Specials haben keinen Zweck, Mission oder Ziel mehr wie zu Top Gear-Zeiten. Die drei fahren einfach ziel- und planlos in der Gegend herum. Auch der „Amerikaner“ Testfahrer und der „Celebrity Brain Crash“-Teil waren blöd und wurden seither geändert.
In Episode 5 der 2. Staffel, die seit letztem Freitag auf Amazon Prime geschaut werden kann, hat Jeremy Clarkson behauptet, jeder könne so fahren wie Ken Block und ein tolles Gymkhana-Video machen. Das will er beweisen, indem er ein Video von sich einspielt, wie er über das Gelände eines Bauernhofs fährt, als James und Richard ihn unterbrechen und ein weiteres Video mit dem zeigen, was wirklich geschah: Jeremy bekam die Drehungen nicht hin und liess jemand anderen dafür antreten, er krachte in einen Zaun, ein Schlammloch, und in Schafe. Danach standen Jeremy und die Crew ziemlich bestürzt auf dem Feld, auf dem mehrere Schafe regungslos lagen, mit bedrückten Mienen.

Die Sendung endete ohne einen Hinweis oder ähnlichem, dass keine Tiere zu Schaden gekommen seien, und hinterliess damit Zweifel. Eine Mehrheit der Zuschauer war davon überzeugt, dass die Schafe „offensichtlich nicht echt seien und jeder, der das glaubt, ist ein Idiot“, oder dass die Schafe echt sind aber sie mittlerweile ja sowieso beim Metzger gelandet wären und es deshalb egal ist. Eine Minderheit hat angenommen, dass sie echt sind und fand es nicht in Ordnung, sie zu verletzen, oder es auch dann nicht in Ordnung ist, das vorzugeben, auch wenn sie nicht echt sind. Ich gehöre zur letzteren Gruppe, habe im Internet meine Meinung dazu gesagt und mein Amazon Prime-Abo sofort gekündigt.
Dann begannen Reaktionen einzutreffen. Und Mobbing und Beschimpfungen. Plötzlich ist die ganze Welt zu Schaf-Experten geworden. Nur, dass sie das ganz klar nicht waren. Obwohl sie’s (auch) nicht besser wussten, musste jeder seinen Senf dazu geben. Und meinte, je lauter er schreit, desto mehr sei er im Recht. Das haben sie gesagt:
„Man sieht doch genau, dass die Schafe offensichtlich nicht echt sind.“


„Tote Schafe sehen nicht so aus.“

„Die würden im Fernsehen keine Schafe töten.“

„Tiere werden in vielen Filmen und Fernsehserien ‚getötet‘. Warum hier nicht auch?“
„Dich stört es ja nur, weil Du ein Veganer bist.“
Nicht bestreiten, und dann die Diskussion nochmals anheizen

Ist es lustig vorzugeben, dass Schafe getötet werden?

Zusammenfassend sind wir sicher alle froh, dass keine Schafe zu Schaden gekommen sind. Aber man konnte nur vom Zuschauen wirklich nicht sagen, ob es sich um echte oder falsche Schafe handelte. Einen solch grossen Aufwand mit lebensecht aussehenden falschen Schafen zu betreiben, um die Leute glauben zu lassen, es habe sich um echte Schafe gehandelt, ist, wie jemand auf Facebook korrekt beschrieb, ekelhaft. Das ist weit jenseits von lustig. Es ist das Ende allen guten Geschmacks. Ich habe für mich die Entscheidung getroffen und werde die Sendung zukünftig nicht mehr schauen.
Ich habe Top Gear geliebt, aber The Grand Tour ist lange nicht das, was Top Gear mal war. Ich habe mein Amazon Prime Abonnement gekündigt und sehe mir die Sendung nicht mehr an. Ich bin wirklich froh, dass sich das neue Top Gear so gut entwickelt hat – vielleicht nicht die erste neue Staffel mit Chris Evans, aber jetzt mit Matt LeBlanc und den anderen Moderatoren, die genau wissen, was sie machen und wovon sie sprechen. Ich freue mich jetzt auf die neue Top Gear-Staffel. :-)
Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/schafe
]]>
Lese diesen Blogbeitrag auf Deutsch
Let me begin by stating that I consider myself quite a big fan of Top Gear. I have watched the show almost since it restarted in 2002, visited the Top Gear studio, the Top Gear Museum and drove on the Top Gear Test Track. I was sad when Jeremy Clarkson got fired by the BBC, but he had it coming after several warnings and last warnings. Still I think it was the right decision as punching a producer should not go unpunished.
I watch The Grand Tour but don’t like it as much as I liked Top Gear. It has just become the Jeremy Clarkson show with him in the middle of everything and James May and Richard Hammond degraded to mere stooges. Their challenges and specials don’t have a purpose, mission or destination like the Top Gear ones had. It’s just messing around aimlessly. Plus I really didn’t like ‚The American‘ test driver and the Celebrity Brain Crash parts which have since been abandoned.
In this week’s episode 5 of season 2, Jeremy Clarkson suggested that everyone could drive like Ken Block and do a great Gymkhana video. He wants to proof that by playing a video of him driving around on a farm when James and Richard interrupt and show another video about what really happened: Jeremy couldn’t do the spinning and had someone else do it, he crashed into fences, a mud hole, and sheep. Afterwards, Jeremy and the crew stood in a field, with several sheep lying around motionlessly, with concerned looks on their faces.

The show ended without any disclaimer about no animals were harmed, leaving everyone in doubt. A majority of viewers were convinced the sheep ‚were obviously fake and everyone who believes they were real are idiots‘, or that the sheep were real but they would’ve ended up at the butcher anyway so no worries, and a minority of viewers assumed they were real and it was not okay to hurt them or still not okay to pretend even if they were fake. I belong to the latter category, spoke my opinion on the internet and cancelled my Amazon Prime subscription immediately.
Then, the reactions started to arrive. And the bullying and name-calling. Suddenly, the whole world has become a sheep expert. Only they’re not, clearly. They just don’t know better but have an unbelievable urge to speak up. They think that the louder they are, the more they be right. Here’s what they say:
‚You see clearly that the sheep are obviously fake.‘


‚Dead sheep don’t look that way.‘

‚They wouldn’t kill sheep on TV.‘

‚Animals are being ‚killed‘ in many films and TV series. So why do you bother here?‘
‚You’re just upset because you’re a vegan.‘
Not denying, and then refueling the discussion about the sheep

Is it funny to pretend to kill sheep?

In conclusion, I guess we’re all glad that no sheep were harmed. You really couldn’t tell just from watching the episode. However, as one person on Facebook described it, it’s ‚disgusting‘ to make such an effort to trick people into believing that they were. That’s really going way beyond funny. It’s the end of good taste. I have made my decision and won’t watch the show anymore in the future.
I loved Top Gear, but The Grand Tour is nothing like Top Gear was. I have cancelled my Amazon Prime subscription and won’t watch it anymore. But I’m really glad that the new Top Gear is excellent entertainment – maybe not the first season with Chris Evans, but now with Matt LeBlanc and the other presenters who really know what they’re doing and what they’re talking about. I’m now looking forward to the new Top Gear season. :-)
Permalink to this blog post: http://ptrl.ch/sheep
]]>Kritik berücksichtigt
Zum Glück haben Jeremy, James und Richard auf die Kritiker gehört und für die zweite Staffel Änderungen am Sendeformat vorgenommen. Den «Amerikaner» gibt’s nicht mehr und auch dem Sterben der Stars in «Celebrity Brain Crash» wurde ein Ende gesetzt. Dieser Teil der Show wird abgelöst durch «Halfa Romeo» («ein halber Alfa Romeo»), bei dem nun scheinbar doch Stars auftreten dürfen – die Top-Gear-Verpflichtungen der Moderatoren mit BBC hatten dies bisher verhindert. Für die erste Episode ist David Hasselhoff angekündigt.
Schade ist, dass «The Grand Tour» das Zelt nicht mehr überall auf der Welt aufschlagen wird. Die Sendung wird nur noch aus dem Studio in England moderiert.
Ansonsten bleibt aber alles gleich. Die drei tun weiterhin das, was sie am besten können: herumblödeln. Amazon wirbt denn auch mit: «Noch mehr Affentheater». Wir dürfen auf eine furiose Staffel mit vielen spannenden Berichten und Herausforderungen gespannt sein.


In der Schweiz unterwegs
Dass die drei Unheiligen in der zweiten Staffel auch in der Schweiz unterwegs sind, wissen wir von Richard Hammonds Unfall. Er war mit einem elektrisch angetriebenen Supersportwagen Rimac Concept_One bei einer Trainingsfahrt zum Hemberg Bergrennen im Kanton St. Gallen von der Strecke abgekommen und einen Abhang heruntergestürzt. Er konnte sich gerade noch aus dem Auto befreien, bevor es in Flammen aufgegangen ist und wegen der Batterie besonders heiss brannte.
Zum Glück ist Richard nicht viel passiert und er konnte das Spital nach ein paar Tagen schon wieder verlassen. Aber dieser Unfall erinnert sehr an seinen Dragster-Crash, den er beinahe nicht überlebt hatte. Auch hier hätte es viel schlimmer kommen können.


Amazon Prime 30 Tage kostenlos testen
Die zweite Staffel von «The Grand Tour» kann nur auf Amazon Prime geschaut werden. Dafür braucht es ein bestehendes Amazon-Benutzerkonto und eine hinterlegte Kreditkarte. Wer Amazon Prime bisher nicht genutzt hat (das kann auch eine andere Person im selben Haushalt sein!), kann sich für eine kostenlose, 30-tägige Probemitgliedschaft anmelden. Das reicht immerhin für vier Episoden, bevor’s kostet. Wie die Anmeldung genau geht, wird hier erklärt:
Sich für eine kostenlose Amazon Prime-Probemitgliedschaft während 30 Tagen anmelden
Falls auch bei Euch eine Auswahlmöglichkeit erscheint: Wählt «Amazon Prime» und nicht «Prime Video» aus.
Da in der Schweiz noch immer keine Amazon Prime-Apps für Smart TVs, iPads und sonstige Geräte heruntergeladen werden können, kann die Sendung nur im Internet per Stream geschaut werden. Immerhin lässt sie sich so – je nach der Infrastruktur der Zuschauer – über ein Zwischengerät doch noch auf den Fernseher übertragen und dort geniessen.
Die zweite Staffel von von «The Grand Tour» läuft ab Freitag 8. Dezember 2017 auf Amazon Prime. Sie kann bereits ab Mitternacht mitteleuropäischer Zeit in der Nacht auf Freitag gestreamt werden. Viel Spass!

Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/tgt2
Alle Bilder © Amazon.com
]]>
Aston Martin Vulcan
In der zweiten Episode mit dem Titel «Operation Wüstenkrampf» haben die drei ihr mobiles Studio-Zelt in Johannesburg in Südafrika aufgestellt. Und beginnen gleich mit dem Aston Martin Vulcan. Der ist definitiv eines der schönsten Autos, das in den letzten Jahren gebaut wurde. Auf diesen Supersportwagen aus der Vorschau habe ich mich am meisten gefreut. Mit seiner Candy-roten Farbe ist er der Hingucker schlechthin.

Das Aston Martin-Team ist gleich mit zwei Vulcans hergekommen und ändert noch kräftig Einstellungen für die Fahrt über die Teststrecke. Am Steuer sitzt dabei wieder der missmutige Amerikaner, der schon in der ersten Episode nur mässig lustig war. Hier bricht die neue Sendung mit «Top Gear»-Traditionen: Der nicht strassenzugelassene Vulcan, der nur auf Rennstrecken gefahren werden darf, kommt trotzdem in die normale Bestzeiten-Tabelle (die er jetzt anführt) und wird nicht separat behandelt.


«Conversation Corner»
In der früheren Rubrik «News» sprechen die drei über die vielen Autodiebstähle in Südafrika und wundern sich, dass es sich beim meistgestohlenen Auto nicht etwa um einen teuren Sportwagen handelt, sondern um den VW Polo. Südafrikanische Autodiebe sind also eher bescheiden.

Special Forces Trainingsgelände in Jordanien
Nur wenig mit Autos zu tun hat die neuste Mission der drei Moderatoren, die fast die ganze restliche Sendezeit einnimmt. Sie lassen sich mit dem Kampfhelikopter auf dem neuen Trainingsgelände für Spezialeinheiten der Polizei und Armee absetzen und wollen deren Standard-Übungsmission nachstellen, bei der Terroristen Gebäude besetzt und ein Flugzeug gekidnappt haben. Jedes Mal, wenn dabei einer der drei stirbt, müssen sie von vorne anfangen. Und das kommt häufig vor.







Jeremy Clarkson wollte wohl unbedingt mal den Rambo geben und die ganze Welt daran teilhaben lassen. Natürlich gibt es dabei auch sehr lustige Momente und am Schluss hat’s doch noch etwas mit Autos zu tun, als die drei mit der geretteten Queen in einem gepanzerten Audi S8 Plus zur Britischen Botschaft flüchten. Trotzdem hätte dieses Segment auch nur halb so lange sein dürfen, um noch ein Auto zu präsentieren.
James May etwas tun lassen, das er nicht tun will
So ungefähr heisst ein weiteres neues Segment der Sendung und sowieso ist der arme James noch häufiger das Ziel von Streichen und Witzen als schon bei Top Gear. Sie schicken ihn zu einem Drifter-Treffen, bei dem Leute ihre Autos mit durchdrehenden Reifen im Kreis fahren lassen, bis die Reifen platzen.


Celebrity Brain Crash
Hoffentlich geben die drei nicht für den Rest der Staffel vor, einen berühmten Studiogast zu empfangen, nur dass der (oder sie) dann kurz vor dem Studio-Zelt zu Tode kommt. Dieses Mal wird Charlize Theron von einem Löwen zerfleischt.

Fazit
Der Aston Martin Vulcan war super, der Rest der Sendung nicht so. Nicht jeder Klamauk ist wirklich lustig. Nun bleibt zu hoffen, dass die weitere Staffel wieder besser wird. Bisher war es auch fast ausschliesslich eine Jeremy Clarkson-Show. Ob auch mal ein anderer Moderator einen Supersportwagen vorstellen darf, nicht nur er?.
Die nächste Sendung wird aus Whitby in England ausgestrahlt.
Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/grand2
Alle Bilder © Amazon.com
]]>Von BBC gefeuert
Fast eineinhalb Jahre sind vergangen, seit die letzte Folge unserer Lieblings-Autosendung «Top Gear» im Fernsehen lief. Nachdem er einen Produzenten geschlagen hatte, als nach Drehschluss kein warmes Essen mehr erhältlich war, wurde Moderator Jeremy Clarkson vom Sender BBC entlassen. Die Sendung beginnt damit, wie Jeremy das Fernsehgebäude verlässt und ein Taxi Richtung Flughafen nimmt.

Sein Ziel ist Los Angeles. Zur Musik von «I can see clearly now» fährt er dort mit einem Ford Mustang Mietwagen aus dem Parkhaus und los in die Zukunft. Schon bald ist er wieder vereint mit James May und Richard Hammond und auf dem Weg in die Wüste zum neuen, mobilen Studio-Zelt, mit dem die drei durch die Welt touren und jedes Mal von einem anderen Ort aus senden.

Die heilige Dreifaltigkeit
Die erste Episode heisst «Die heilige Dreifaltigkeit» und man fragt sich doch, ob die drei Moderatoren damit sich selbst oder die Autos meinen, mit denen sie gleich in Portugal gegeneinander antreten werden. Dies sind ein Porsche 918 Spyder (Richard, wie kann es anders sein), ein Ferrari LaFerrari (James) und ein McLaren P1. Dabei muss der arme James immer noch als Ziel von Jeremys und Richards Scherzen herhalten. Bisher hat sich nichts geändert.

«Conversation Street»
Anstelle der News gibt es ein neues Segment namens «Conversation Street». Hier machen sich Jeremy und Richard darüber lustig, wie James kürzlich geblitzt wurde… mit rund 50 km/h. Auch hier bleibt er für die beiden Captain Slow.
Der neue Test Track
Die Jungs wurden von den Amazon-Anwälten gewarnt, möglichst wenige Elemente von Top Gear zu übernehmen, um nicht in einem Rechtsstreit mit BBC zu enden. Aber auf die eigene Teststrecke zu verzichten kam einfach nicht infrage.

Jeremy scherzt, die neue Teststrecke sehe aus wie der Ebola-Virus, und benennt sie «Eboladrome». Auf den ersten Blick scheint die Strecke ziemlich kurz zu sein, aber das täuscht auch deswegen, weil auf einem guten Stück in beiden Richtungen gefahren wird.
Von der Start/Ziel-Linie geht’s auf die «Isn’t straight» («Ist nicht gerade») und zur Schleife «Your name here» («Dein Name hier»), für die noch ein Sponsor gesucht wird. Dann die nicht so Gerade wieder zurück und rechts hinein in die Haarnadelkurve «Old Lady’s House» mit einem Wohnhaus neben der Linkskurve. Dann geradeaus bis zu zwei rechtwinkligen Linkskurven, «Substation» und «Final 90 degree» und wieder über die Start/Ziel-Linie. Beim Track handelt es sich um einen ehemaligen Stützpunkt der Royal Air Force in der Nähe von Swinton, der leicht angepasst wurde.

Es ist klar, dass der Stig nicht mitkommen durfte. Beim neuen Rennfahrer, der hier Autos testet, handelt es sich um den amerikanischen Nascar-Rennfahrer Mike Skinner, der hier als «The American» unterwegs ist. Amazon habe auf einen Amerikaner bestanden, sagt Jeremy. Auf den ersten Blick scheint er etwas gewöhnungsbedürftig, da für ihn alle Autos mit mehr oder weniger als acht Zylindern Kommunisten sind.

Der Amerikaner hat bereits einige Zeiten zum Vergleich vorgelegt und ist heute mit dem BMW M2 unterwegs, nach Richard der beste M-BMW aller Zeiten. Der es dann zeitmässig doch nur auf die Plätze hinter dem M3 und M5 schafft.


«Celebrity Brain Crash»
Schon rein vom Konzept her wird es keine Studiogäste mehr geben, die auf der Teststrecke ihre Runden drehen. Denn das Zelt befindet sich ja immer an einem anderen Ort und die Strecke ist da nie mit dabei. Und das mit dem Studiogast ohne Fahren will nicht so recht klappen. Der eingeladene Jeremy Renner springt mit dem Fallschirm ab, der sich nicht öffnet, Ersatzgast Arnie Hammer stirbt an einem Schlangenbiss und Ersatz-Ersatzgast Carol Vorderman liegt tot am Boden… natürlich ist alles nicht echt, sondern nur Klamauk.

Nach diesem Intermezzo geht’s weiter mit den drei Hypercars. Beim Beschleunigungsrennen stellen die Moderatoren fest, dass alle drei Autos schnell sind und es eigentlich auf die Schuhe des Fahrers ankommt, ob man jetzt schnell oder weniger schnell losfahren kann.

Schliesslich flitzt der belgische Autorennfahrer Jérôme D’Ambrosio mit allen drei Autos über die Rennstrecke, um herauszufinden, welches denn nun das schnellste ist. Dabei ist Jeremy Clarkson so vom McLaren überzeugt, dass er mit den andern wettet, sie dürfen sein Haus abreissen, sollte er nicht gewinnen. Was doch gespannt macht auf die nächsten Sendungen… denn der McLaren landet nur auf Platz 3, hinter dem Porsche und dem Ferrari.

Fazit
Mir hat die erste Episode sehr gut gefallen. Es fühlte sich wieder an wie früher. «The Grand Tour» ist mehr «Top Gear» als «Top Gear». Lest dazu auch unten weiter. Keine andere Sendung schafft es, drei gestandene Männer wieder zu Kindsköpfen werden zu lassen, die nur an Schabernack interessiert sind. Untereinander und mit dem Publikum, als sie einen Streit darüber anfingen, ob jetzt die englische oder amerikanische Luftwaffe besser ist, und schlussendlich hinter einem Tisch in Deckung gehen müssen.

Schade, dass in der ersten Episode nur die drei Hypercars und der BMW M2 vorgestellt wurden, aber hey, das war die erste Episode, in der das neue Konzept vorgestellt werden musste. Die Vorschau auf die nächsten Folgen macht jedenfalls Lust auf mehr. Ich freue mich ja immer besonders auf die Sendungen, in denen die drei irgendwo auf Abenteuerfahrt gehen.
Die nächste Episode wird aus Johannesburg gesendet, die dritte aus Whitby in England. Weitere Standorte sind Rotterdam, Lappland, Stuttgart, Nashville, Loch Ness und Dubai. Wir können uns also mindestens auf acht weitere Folgen freuen.
Was wurde aus BBC Top Gear?
BBC hat in der Zwischenzeit eine neue Staffel von «Top Gear» produziert. Radiomoderator Chris Evans wurde als Hauptmoderator gewonnen, hat sich aber als wenig geeignet herausgestellt, der über die ganze Staffel hinweg hölzern und die Texte einstudiert wirkten. Er wird Top Gear nicht weiter moderieren. Hoffentlich bleibt der amerikanische Schauspieler Matt LeBlanc. Seine Lockerheit kommt super rüber. Er ist ein Naturtalent und wie für die Sendung gemacht. Dasselbe gilt für den ehemaligen Autorennfahrer und Formel 1-Rennstallbesitzer Eddie Jordan. Gar nicht gewusst, dass der so lustig ist! Zum erweiterten Moderatoren-Team gehören die deutsche Rennfahrerin Sabine Schmitz und die Journalisten Chris Harris und Rory Reid, die zwar eine tolle Figur abgeben, aber eher eine untergeordnete Rolle spielen. Alle haben sich bemüht, den Zuschauern ein tolles Erlebnis zu bieten, das in Teilen sehr ähnlich wie die frühere Sendung war, in Teilen aber auch ganz anders. Besonders die Entscheidung, zwei Studiogäste gleichzeitig einzuladen, die dann kurz etwas über den jeweils anderen erzählen und wonach die Zuschauer im Studio für die ersten und Lieblingsautos der beiden klatschen konnten, finde ich eher unglücklich. Wann und mit welcher Moderatoren-Konstellation die nächste 24. Staffel ins Fersehen kommt, ist noch nicht klar.
Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/grand1
Alle Bilder © Amazon.com
]]>
Premiere von «The Grand Tour»
Fast eineinhalb Jahre sind vergangen, seit die letzte Folge unserer Lieblings-Autosendung «Top Gear» im Fernsehen lief. Moderator Jeremy Clarkson wurde vom Sender BBC entlassen, nachdem er einen Produzenten geschlagen hatte, als nach Drehschluss kein warmes Essen mehr erhältlich war. Diesem Vorfall gingen mehrere Verwarnungen wegen ungebührlichen Verhaltens voraus. Jeremy war nicht mehr tragbar. Mit ihm verliessen auch die anderen beiden Moderatoren, James May und Richard Hammond, die Sendung.
Nach Verhandlungen mit verschiedenen Anbietern haben sich die drei bei Amazon Prime unterschrieben, dem eher neuen Angebot des früheren Online-Buchhändlers und heutigen Versandhändlers Amazon. Amazon Prime-Mitglieder profitieren von kostenlosem und noch schnellerem Versand der gekauften Artikel – und neu von einem Video- und Streaming-Auswahl. Ihre neue Auto-Sendung mit dem Namen «The Grand Tour» ist ab dem 18. November 2016 hier verfügbar. Nur: Amazon Prime gibt es bisher in der Schweiz nicht.
Streamen in der Schweiz
Vor kurzem sagte Jeremy Clarkson aber: Amazon Prime wird bald weltweit verfügbar sein. Doch das ist erst im Dezember soweit. Aber es klappt auch so. Voraussetzung dafür ist ein Benutzerkonto bei Amazon (am besten über Amazon Deutschland gehen, wo Amazon Prime erhältlich ist). Hier einfach auf das «Amazon Prime: Jetzt 30 Tage testen»-Banner klicken. Der Stream steht ab sofort zur Verfügung – auch in der Schweiz. Nach diesen dreissig kostenlosen Testtagen schlägt das Monats-Abo mit 8,99 Euro zu Buche. Doch bis dahin sind es noch drei weitere Folgen und, um ehrlich zu sein, an die Zeit darüber hinaus denke ich noch gar nicht.


Los geht’s also! Leider klappt das Streamen bisher nur am Computer. Die Amazon Prime-App ist auf Schweizer Smart TVs, im Apple AppStore und im Google Play Store nicht verfügbar. Mit dem offiziellen weltweiten Start von Amazon Prime wird sich das hoffentlich ändern. Wer seinen Computerbildschirm auf den Fernseher spiegeln kann, hat da Glück und kann die Sendung dort schauen. Oder über den Beamer. Und sonst halt über den Computer. Je grösser das Bild, desto besser.

Schade einfach, dass wir von keinen der andern Vorteile der Amazon Prime-Mitgliedschaft profitieren können, die sich auf Kunden in Deutschland und Österreich beschränken. Auch das Streaming-Angebot für Schweizer ist mehr als mager. Dafür lohnen sich 8,99 Euro nicht.
Aber jetzt erstmal viel Spass!
Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/prime
Alle Bilder © Amazon.com
]]>Im ersten Film sind die drei Unheiligen in klassischen Cabrios unterwegs; einem Fiat 124 Spyder, einem Peugeot 304 Cabriolet und einem MGB GT. Dieser Beitrag wäre für Episode 8 vorbereitet gewesen.

Der zweite Film (für Episode 9 gedacht) bietet eine typische Top Gear-Herausforderung: Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond kaufen für höchstens 250 Britische Pfund (ca. 400 Franken) alte SUVs und treten in einer Reihe von Challenges gegeneinander an. Das wird spannend! Zur Vorschau

Das Schicksal der übrigen, kürzeren Beiträgen ist ungewiss. Diese hätten aus Berichten über den neuen VW Golf R und Subaru WRX STi bestanden, und Jeremy hätte drei Luxuslimousinen vorgestellt. Als Gäste vorgesehen gewesen wären Gary Lineker, ehemaliger Fussballer und Sportreporter, und der Schauspieler Henry Cavill.
James May und Richard Hammond haben die Sendung kürzlich im Top Gear-Studio aufgezeichnet – ohne Jeremy. Sie läuft am 28. Juni 2015 um 21:00 Uhr Schweizer Zeit auf BBC2 und dauert 75 Minuten. Aufgrund einer etwas komischen Beschreibung ist nicht klar, ob die Sendung auch ausserhalb des Vereinigten Königreichs geschaut werden kann, vermutlich aber schon.

Die Zukunft unserer Lieblingssendung ist übrigens weiterhin offen. BBC hat James und Richard hohe Summen angeboten, um Top Gear mit einem wöchentlich wechselnden Gastmoderator weiterzuführen… und schliesst eine Rückkehr von Jeremy Clarkson in einer zukünftigen Staffel nicht aus. Daneben hält sich hartnäckig das Gerücht, dass die drei nur gemeinsam weitermachen wollen und mit Netflix in Verhandlung sind. Ob die Sendung wirklich „House of Cars“ heissen würde (in Anlehnung an die Netflix-Eigenproduktion „House of Cards“), ist aber wirklich nur Spekulation.
Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/tg22s
Alle Bilder © BBC.
]]>
Ist es in Ordnung, einen anderen Menschen und Arbeitskollegen zwanzig Minuten lang aufs Übelste zu beschimpfen und ihn dann so ins Gesicht zu schlagen, dass er mit einer geplatzten Lippe in die Notaufnahme muss? Auf diese Frage kann und darf es nur eine Antwort geben: nein. Das können sich allenfalls Könige, Despoten und Diktatoren leisten, die niemandem Rechenschaft schuldig sind und ihr Schreckensregime ohne Rücksicht auf Verluste aufrechterhalten. Nicht aber ein Angestellter eines staatlichen Fernsehsenders – oder irgendeines anderen Unternehmens – und mag er noch so bekannt und beliebt sein.
Und schon gar nicht, weil anstelle des erhofften Steaks nur eine kalte Platte bereitstand, weil der Koch bei Drehschluss schon Feierabend hatte. „Es kann nicht sein, dass wir eine Regel für die einen und eine Regel für die andern haben“, sagt Tony Hall. BBC erwarte ein „Mindestmass von Anstand und Respekt“ von all seinen Angestellten. Mit seinem Handeln habe Jeremy Clarkson eine Grenze überschritten. Er ist daher nicht mehr tragbar. Er selbst bedaure die Entscheidung sehr, da er Clarkson eigentlich mag und er ein grosser Fan der Autosendung sei.
Bring Back Clarkson
Zuvor hatten Fans von Top Gear in einer eindrücklichen Aktion über eine Million Unterschriften gesammelt, um sich für die Rückkehr von Jeremy Clarkson einzusetzen. Weniger intelligent war es, diese mit einem Panzer zur BBC zu fahren. Es passt aber irgendwie ganz gut – diese Idee hätte genauso gut aus Jeremys Oberstübchen stammen können.
Es gibt nur eine Person, die am ganzen Schlamassel schuld ist: Clarkson. Er hatte sich in der Vergangenheit viele Faux-pas geleistet und wurde deswegen mehrfach verwarnt. Vor ein paar Monaten wurde die „letzte Warnung“ ausgesprochen. Klar, das durfte die Entscheidung nicht beeinflussen, die wohl auch ohne Verwarnungen so ausgefallen wäre. Er hat aber gewusst, dass er sich zusammen nehmen musste. Dass sich Jeremy Clarkson weiterhin nicht unter Kontrolle hat und sich im Alter von 54 Jahren schlimmer als jede Diva aufführen muss, ist tragisch. Nicht ohne Grund nennen ihn Hammond und May gerne den Orang-Utang. Mit seinem affigen Ausraster macht er nicht nur sich selbst arbeitslos, sondern unter Umständen das ganze Team und die Crew.
Geht es weiter, und wenn ja: wie?
Momentan ist die Zukunft von Top Gear ungewiss. Jeremy wurde nach der 7. Episode der 22. Staffel suspendiert. Drei Episoden stehen noch aus. In Episode 8, die bereits in der Vorschau gezeigt wurde, fahren die drei in Cabrio-Klassikern übers Land. Daneben werden der Subaru WRX STi und der neue VW Golf R vorgestellt. In Episode 9 kaufen die drei gebrauchte SUVs und Jeremy fährt Luxuslimousinen. Der Inhalt von Episode 10 ist nicht bekannt. Die einzelnen Beiträge wurden bereits gedreht und können (und sollen) noch gezeigt werden.
Klar ist: Die Sendung wird nie mehr dieselbe sein. Ist Top Gear jetzt tot? Vermutlich schon. Jeremy Clarkson hat Top Gear erschaffen, und Jeremy Clarkson hat Top Gear beerdigt.
Das BBC-Statment: http://transmission.blogs.topgear.com/2015/03/25/bbc-releases-statement-on-clarkson/

Permalink zu diesem Beitrag: http://ptrl.ch/tgtot
]]>Hier spricht Mrs. Petrolhead. Im Gegensatz zu meinem Mann bin ich eigentlich kein Autofreak. Ich schätze schönes Design und ein komfortables Fahrzeug, das mich schnell und sicher ans Ziel bringt. Der Rest ist mir schnuppe. Autosendungen interessieren mich eigentlich auch nicht. Bis auf Top Gear. Top Gear mag ich sehr. Bei mir hat das eher etwas mit einer Liebe für Grossbritannien und Britischen Humor zu tun. Und damit, dass mein Mann die Sendung so sehr vergöttert. Ich verfolge die britischen Medien beinahe genauer als die in der Schweiz und hatte so natürlich sofort mitbekommen, als Jeremy Clarkson suspendiert und die weiteren Top Gear folgen der Staffel abgesagt bzw. zumindest verschoben wurden.

Erst war niemandem klar was eigentlich passiert war. Aber ein ungutes Gefühl machte sich breit. Denn der gute Jezza (viel benutzter Kosenamen für Clarkson) hatte sich in der Vergangenheit ja schon einiges geleistet. Warnungen hatte die BBC haufenweise ausgesprochen. Kürzlich sogar eine «letzte Warnung». Als sich dann herausstellte, dass Clarkson einem Produzenten einen Faustschlag ins Gesicht verpasst hatte (angeblich, weil nach dem Filmen kein warmes Essen für ihn bereit stand) wurde schnell klar, wieso die BBC die Zukunft ihrer erfolgreichsten Sendung auf’s Spiel setzte. Denn so was geht gar nicht. Sind wir doch mal ehrlich. Wie viele von uns könnten es sich leisten uns mit einem Arbeitskollegen oder Vorgesetzten zu kloppen, ohne den Job sofort zu verlieren? Konsequenzen wurden schnell gezogen, Clarkson suspendiert, die weiteren Folgen abgesagt. Clarkson witzelte noch ein bisschen auf Twitter rum (der Mann sollte echt mal lernen, wann man die Klappe hält) und verschwand dann von der Bildfläche.
Seither haben primär Fans für Aufsehen gesorgt, als sie der BBC eine Petition für die Wiedereinstellung Clarkson zustellten. Per vom Stig gefahrenem Panzer. Weil das voll Sinn macht in der Londoner Innenstadt und so viel Klasse hat. Die Petition ist ohne Zweifel eindrücklich (über 1 Million Menschen haben unterschrieben). Was sie schlussendlich gebracht hat, wird sich diese Woche zeigen. Denn dann entscheidet die BBC ob Clarkson noch tragbar ist. Clarksons Moderator-Kollegen verhalten sich in der Zwischenzeit ruhig. Von Richard Hammond hört man kaum etwas. James May jammert täglich auf Twitter darüber, wie langweilig die Arbeitslosigkeit doch sei. Du bist nicht arbeitslos, guter Mann. Du hast ungefähr 3 andere Sendungen am Start. Nicht witzig wenn man bedenkt, dass sehr viele Leute in England WIRKLICH arbeitslos sind.

Als letztes hörte man, dass die so beliebten Top Gear Live Shows abgesagt wurden. Zurück bleiben vor allem zutiefst enttäuschte Fans. Fans, die Reisepläne für die Top Gear Aufzeichnungen und Live Shows gemacht hatten (auch wir hatten uns für Tickets beworben und hätten jetzt das Nachsehen). Fans die sich seit Monaten auf die neuen Folgen gefreut hatten. Wenn wir den Berichten Glauben schenken können, weil ein 55-jähriger Mann kein warmes Essen bekam. Die BBC befindet sich in einer unmöglichen Situation. Top Gear ist die erfolgreichste Sendung des Senders. Die Fangemeinde ist riesig. Aber ist Clarkson noch tragbar? Ein Angestellter, der handgreiflich wird? Im Moment sieht es nicht aus, als ob es eine befriedigende Lösung gibt. May und Hammond könnten sich durchaus weigern, ohne Clarkson weiterzumachen. Und dann? Eine sehr verzwickte Lage. Was meinen unsere Leser?
]]>