Warning: Undefined array key "HTTP_X_FORWARDED_PROTO" in /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-config.php on line 82 Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-config.php:82) in /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-includes/feed-rss2.php on line 8 Land Rover – Petrolhead.ch https://petrolhead.ch Petrolhead.ch – Das Schweizer Autofahrerblog Thu, 05 Mar 2020 12:50:30 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Land Rover Jungle Track in Solihull: Ein unvergessliches Off-Road-Erlebnis https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/ferienreisen/land-rover-jungle-track-in-solihull-ein-unvergessliches-off-road-erlebnis/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=land-rover-jungle-track-in-solihull-ein-unvergessliches-off-road-erlebnis https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/ferienreisen/land-rover-jungle-track-in-solihull-ein-unvergessliches-off-road-erlebnis/#respond Sun, 03 Jan 2016 19:14:16 +0000 http://petrolhead.ch/?p=558 [Weiterlesen]]]> Land Rover sind die ultimativen Geländewagen. Davon können sich potenzielle Käufer seit über 65 Jahren vor Ort überzeugen. Die Teststrecke entlang der Jaguar Land Rover-Fabrik in Solihull war die erste ihrer Art. Speziell das als „Jungle Track“ bekannte Teilstück ist heute legendär. Ich habe mich hinter das Steuer eines Defender gesetzt und bin durch den stinkenden Sumpf und den Rhododendronwald gefahren, der den Jungle Track ausmacht. Es war ein Off-Road-Erlebnis der ganz besonderen Art, das unvergesslich bleiben wird.

Land Rover Experience Solihull

Bereits im Jahr 1949, ein Jahr nach Produktionsbeginn des heute als Defender bekannten Land Rover, hat Rover eine Teststrecke direkt neben der Fabrik in Solihull in einem Vorort von Birmingham gebaut. Ein Novum! Zwar musste ein Teil der Strecke 1956 neuen Fabrikgebäuden weichen, doch dafür wurde „Jungle Track“ hinzugefügt, der heute legendär ist und Besucher aus aller Welt hierher führt. Die Teststrecke mit den drei Teilbereichen Jungle Track, Adventure Zone und Land Track umfasst insgesamt 22 Kilometer mit den verschiedensten natürlichen und künstlichen Hindernissen.

Wir haben am Morgen die Defender-Fabrik besucht und für den Nachmittag das Fahrerlebnis gebucht. Marc, unser Instruktor, ist ein echter Haudegen. Er ist überall auf der Welt unterwegs, um Land Rover-Fahrzeuge zu testen und vorzuführen. Gerade war er in Norwegen auf einem gefrorenen See fahren. Achten, mit immer grösserer Geschwindigkeit. Er würde seine Leute in Solihull auch auf Routen führen, die anderen Instruktoren zu gefährlich seien. Und keine Sorge, es sei schon drei Wochen her, dass dabei zum letzten Mal etwas passiert sei. Da haben wir also den richtigen Instruktor zugeteilt erhalten!

Land Rover Experience Solihull

Meine Frau nimmt auf dem Rücksitz Platz, während ich zuerst auf dem Beifahrersitz mitfahre. Wir fahren mit der Geländeuntersetzung im ersten, zweiten und dritten Gang. Marc führt uns in der „Adventure Zone“ vor, was der Defender alles kann. Schräghangfahren bis zu 40° Neigung zum Beispiel. Oder ganz steil hinauf, ganz steil hinab, oder über riesige Schlaglöcher hinweg, in denen ganze Einkaufstaschen Platz hätten. Und natürlich durchs Wasser fahren. Durch viiiiiiiiel Wasser fahren.

Land Rover Experience Solihull

Land Rover Experience Solihull

Dann lässt Marc mich ans Steuer. Vor jedem Hindernis erklärt er, wie es zu durchfahren ist und was ich machen soll, falls dabei etwas schief geht. Wir fahren Abhänge hinab, durch noch mehr Wasser hindurch, über eine Strecke mit Eisenbahnschwellen… und eine Treppe hinauf und später wieder hinab. Der Land Rover lässt alles ganz leicht aussehen und macht jede noch so Auto-feindliche Strecke ohne Probleme mit. Ein echtes Arbeitstier. Vor allem macht er vieles im Standgas – bergab fahre ich beispielsweise ohne einen Fuss auf irgendwelchen Pedalen. Ein bisschen mulmig ist uns nur, als wir das Wasser direkt unter unseren Füssen plätschern hören. Der Defender kann offiziell durch 50 cm tiefes Wasser fahren (man nennt das „waten“). Hier ist das Wasser aber locker 80 cm tief. Mit der linken Fahrzeugseite weit eintauchen ist kein Problem, sagt Marc, der Ansaugstutzen befinde sich auf der rechten Seite.

Land Rover Experience Solihull

Land Rover Experience Solihull

Von der Adventure Zone fahren wir dann auf den Jungle Track. Es ist wirklich ein Dschungel mit verwilderten Rhododendron-Bäumen und viel Schlamm und Matsch. Hier zu fahren ist etwas ganz Spezielles. Wir kommen uns wirklich vor wie in Afrika oder Indien und erwarten fast, dass ein Eingeborener seinen Kopf hinter einem Baum hervorstreckt, um zu schauen, was denn hier gefahren kommt. Die Wasserläufe mit den Wurzeln und dem Unterholz erinnern uns an die Everglades. Einfach immer schön die Geschwindigkeit halten, um die Bugwelle vor sich herzuschieben. Apropos Wasser: Zum Jungle Track gehört auch ein Fischteich für die Angestellten. Wenn denn die Fischreiher nicht schneller sind.

Vom Dschungel geht’s wieder zurück in die Adventure Zone und den Land Track. Erst im Hotel auf dem Satellitenbild sehen wir, wie nahe wir heute den Nachbarn gekommen sind, die direkt hinter dem Wall wohnen, der als Lärmschutz zwischen Fabrik und Wohnquartier gebaut wurde.

Solihull Land Rover Experience

Die Fahrt endet mit der Kippbrücke: Erst wenn man über die Mitte gefahren ist, beginnt sie sich langsam nach vorne zu senken zum Weiterfahren. Ich könne ruhig ein paar mal bremsen, damit das passiert – er fahre jeweils ohne zu bremsen drüber und springt dann den letzten Teil zum Boden wie über eine Schanze, meint Marc.

Wir sind immer noch ganz in Ekstase, als wir wieder im Empfangsgebäude eintreffen. Marc rühmt meine Fahrt, was mich extrem freut. Vor allem hätte ich nicht die Fehler der meisten Nicht-Engländer gemacht, die sonst ein links-gesteuertes Auto fahren. Dass es genau richtig war, auch beim Schräghangfahren geradeaus zu steuern und nicht, dem Instinkt folgend, bergwärts zu steuern. Ich habe auch keine der Benzinkanister vom Dach gerissen. Und Marc erklärt uns, dass unser Evoque das alles auch kann, was wir mit dem Defender gemacht haben. Steil hinauf, steil hinab, schräg und durch Wasser fahren… das habe er auch alles schon selbst ausprobiert. Er habe eine grosse Achtung für den kleinen Range Rover, den er zuerst als „Hairdresser’s Car or for girls“ abgetan habe. Nur die Böschungs- und Rampenwinkel seien nicht ganz so gross wie beim Defender, wegen der geringeren Bodenfreiheit. Und Marc gibt uns Tipps, wie wir was einstellen müssten, wenn wir mal die Geländeeigenschaften benötigen.

Land Rover Experience Solihull

Land Rover Experience Solihull

So individuell und mit der umfangreichen Rückmeldung am Schluss hätten wir uns das Land Rover Experience nie vorgestellt. Dieses grossartige Erlebnis können wir allen nur weiterempfehlen! Es wird natürlich auch weiterhin angeboten, nachdem die Defender-Produktion eingestellt ist. Wünschen kann man sich übrigens auch weitere Modelle aus der Land Rover-Palette, sofern diese vorhanden sind. Aus Versicherungsgründen ist das Befahren der Strecke mit dem eigenen Auto nicht möglich. Das Putzen nach der Fahrt übernimmt dann wieder Marc, der die angebotene Hilfe dankend ablehnt. Da bleibt nur noch die Frage offen: Wo kann ich mich für einen solchen tollen Job bewerben?

Schaut Euch das Video von meiner Fahrt an:

Land Rover Experience Solihull

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Land Rover Defender: Das Ende einer Ära https://petrolhead.ch/autos-marken/automarken/land-rover-defender-das-ende-einer-aera/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=land-rover-defender-das-ende-einer-aera https://petrolhead.ch/autos-marken/automarken/land-rover-defender-das-ende-einer-aera/#comments Sat, 02 Jan 2016 12:29:21 +0000 http://petrolhead.ch/?p=566 [Weiterlesen]]]> Bald 70 Jahre sind vergangen seit der legendären Zeichnung am Strand, dem Konzept eines Alleskönner-Fahrzeugs für jedes Terrain. Seit 1948 wird der Land Rover, später „Defender“ genannt, in der Land Rover-Fabrik in Solihull in England hergestellt. Nicht nur der Geländewagen selbst sieht heute fast noch so aus wie damals – er wird auch noch wie früher in Handarbeit hergestellt. Doch damit ist nun Schluss. In Kürze wird die Produktion des Defender eingestellt. Ich habe Ende 2015 die Gelegenheit benutzt für einen letzten Besuch in der Defender-Fabrik.

Land Rover Defender Museum in Solihull

Im Jahr 1947 hat alles begonnen. Maurice Wilks, Technischer Direktor des Autoherstellers Rover, hat in den Ferien seine Vorstellung eines Geländewagens in den Sand der Red Wharf Bay gezeichnet. Sein Bruder und Rover-Geschäftsführer Spencer Wilks war davon begeistert. Im Jahr darauf rollt der erste Landy vom Band. Er ist erhältlich als Dreitürer mit kurzem Radstand (90 Inch, daher „Ninety“ genannt) und Fünftürer mit langem Radstand (110 Inch, „One Ten“ genannt); als Cabrio, Pick-Up mit Ladefläche oder einem Soft- oder Hardtop mit oder ohne Fenster hinter der Fahrerkabine.

Land Rover Defender Museum in Solihull

Der Land Rover ist ein voller Erfolg. Mit seinem Vierradantrieb und der Geländeuntersetzung bewährt er sich in der Landwirtschaft und stellt sich erfolgreich jeder Herausforderung abseits der Strasse. Er fährt 45° steile Böschungen nicht nur hinauf und hinab, sondern wenn es sein muss ihnen auch seitlich entlang. Das Arbeitstier zieht natürlich auch Anhänger – oder sich selbst an der Seilwinde (Zubehör) irgendwo hoch. Als Expeditionsfahrzeug war der Land Rover das erste Automobil, das unzählige Menschen in abgelegenen Gebieten Südamerikas, Asiens und Afrikas je gesehen haben. Auch der Tierarzt „Daktari“ fährt einen Land Rover.

Die Fahrzeuge der Serie I und II sind fast baugleich und zeichnen sich durch die grossen runden Frontscheinwerfer aus, die zwischen den bulligen Radkästen liegen. Dies ändert sich erst im Jahr 1968 aufgrund der Gesetzgebung in verschiedenen Ländern. Ab jetzt sind die Scheinwerfern an den Radkästen angebracht, die nun gleich weit nach vorne ragen wie der Kühlergrill. Und wieder ist die Gesetzgebung Schuld daran, dass der Defender nun Geschichte ist: Mit seinen starren Blechen erfüllt er schon lange nicht mehr die heutigen Vorgaben bezüglich Verkehrssicherheit mit Knautschzonen, Airbags und Aufprallschutz für Fussgänger. Der Defender konnte sowieso nur so lange weiterbestehen, weil er nicht mehr abgeändert wurde und daher noch die früheren Zulassungsvorschriften galten. Sobald die letzten Bestellungen abgearbeitet sind, wird die Produktion eingestellt.

Land Rover Defender Museum in Solihull

Defender-Produktion in Handarbeit

Der Besuch in der Jaguar Land Rover-Fabrik in Solihull, einem Vorort von Birmingham, beginnt am frühen Morgen. Und leider heisst es gleich: no photos. Nur im Museum ist Fotografieren erlaubt. Unser Führer Goeff ist ein rüstiger Rentner, der schon vor der Pensionierung für Land Rover gearbeitet hatte. Er lässt es sich nicht nehmen, mit vielen der Arbeiter einen kleinen Schwatz abzulassen. Und Arbeiter (und auch Arbeiterinnen!) hat es hier viele – über 200. Denn fast jeder Arbeitsschritt erfolgt noch von Hand.

An den verstreuten Arbeitsplätzen hat jeder seine Aufgabe und erledigt einen kleinen Arbeitsschritt, stellt ein Puzzle-Teil her, das am Schluss ein ganzes Auto ergibt. Hier werden alle Einzelteile gebogen, geschweisst, gelötet, genietet, sonst wie zusammengesetzt und was es alles sonst noch so braucht. Dabei entstehen der Chassis-Rahmen, die Fahrgastkabine, die Kotflügel, Türen und vieles mehr. An eine Art Kleiderbügel aufgehängt geht alles zum Lackieren ins zentrale Gebäude des Werks, in dem auch die hier produzierten Range Rover- und Jaguar-Modelle ihre Farbe erhalten. Mitarbeiter von DHL kümmern sich um die Logistik und sorgen dafür, dass immer genug neue Teile für den Autobau vorhanden sind.

Gespannt schauen wir beispielsweise zu, wie die Scheiben im Rahmen festgeklebt werden. Gerade mal drei Schweissroboter helfen beim gesamten Herstellungsprozess mit. Der ganze Rest ist Handarbeit. Natürlich werden dabei aber moderne Hilfsmittel eingesetzt, zum Beispiel um die schweren Einzelteile herumzutransportieren. Immerhin noch zwei Fahrzeugteile des modernen Defenders sind baugleich mit dem Original von anno dazumal: ein Blech unter dem Sitz und die Haken zum Festzurren der Pickup-Abdeckplane. Als allerletztes Puzzle-Teil wird übrigens das Steuerrad montiert. Das ist sonst nur im Weg beim Zusammenbauen.

Das Museum inmitten der Produktion

Inmitten der Fabrikhalle befindet sich das Defender-Museum. Dicke Holzwände trennen ungefähr 200 Quadratmeter von der auslaufenden Produktion ab. Es könnte keinen besseren Ort dafür geben, das Urgestein der Geländewagen zu feiern, als umgeben von neuen Geländewagen, die gerade entstehen.

Land Rover Defender Museum in Solihull

Gezeigt werden neben Fotos und Videos der Chassis-Rahmen der Serie I mit einem seltenen Einblick in das Getriebe und die Geländeuntersetzung. In einem andern, genauso alten Wagen wird der 30°-Neigewinkel demonstriert, bis zu dem der Defender nach offiziellen Angaben gefahren werden kann. In der Realität geht’s aber problemlos noch schräger. Doch schon die 30° fühlen sich nach mehr an! Ich hab’s selbst ausprobiert und kann sagen: Da hängt man ganz schön in den Seilen.

Land Rover Defender Museum in Solihull

Video:

Neben alten Land Rovern sind im Museum auch Miniaturen zu sehen: Unzählige Modellautos machen deutlich, wie vielseitig das Fahrzeug einsetzbar war (und ist).

Land Rover Defender Modellautos

Von viel Liebe zu ihren „Landys“ zeugt auch die Defender-Wand: Besucher dürfen (und sollen!) hier ihre Land Rover-Geschichte erzählen und möglichst auch Fotos mitbringen. Selbst bei den ältesten Jahrgängen hängen viele Zettel. Sie zählen schon lange als Familienmitglieder, werden gehegt und gepflegt und gerne auch mal komplett restauriert.

Land Rover Defender Museum in Solihull

Und natürlich versteht es sich von selbst, dass Land Rover-Enthusiasten mit ihrem eigenen Lieblings-Auto anreisen. So könnte man eigentlich auch den Parkplatz des Land Rover Experience Centers zur Aussenstelle des Museums erklären, mit ständig wechselnden Exponaten verschiedener Jahrgänge des Defender, Discovery, Freelander und der drei Ranger Rover-Modelle. Auch unsere Schweizer Autonummer ist hier aufgefallen – andern Schweizern, die heute ebenfalls die Land Rover Celebration Tour besucht haben.

Die Zukunft des Defender?

Bereits existieren Studien, wie es mit dem Defender weitergehen könnte. Der Name und die Geschichte dieses faszinierenden Automobils soll nicht einfach so untergehen. Ob das Auto wie die Studie DC100 hier im Bild aussehen wird, steht noch nicht fest. Ganze vier Jahre möchte sich Land Rover Zeit lassen, um einen würdigen Nachfolger zu entwickeln. Einen solchen hat der Defender auch verdient.

Land Rover Defender Studie

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