Warning: Undefined array key "HTTP_X_FORWARDED_PROTO" in /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-config.php on line 82 Warning: Cannot modify header information - headers already sent by (output started at /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-config.php:82) in /home/httpd/vhosts/petrolhead.ch/httpdocs/wp-includes/feed-rss2.php on line 8 The Grand Tour – Petrolhead.ch https://petrolhead.ch Petrolhead.ch – Das Schweizer Autofahrerblog Thu, 05 Mar 2020 12:47:10 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=7.0.2 Jeremy Clarkson in Farmkhana oder das Ende des guten Geschmacks https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/film-fernsehen/jeremy-clarkson-in-farmkhana-oder-das-ende-des-guten-geschmacks/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=jeremy-clarkson-in-farmkhana-oder-das-ende-des-guten-geschmacks https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/film-fernsehen/jeremy-clarkson-in-farmkhana-oder-das-ende-des-guten-geschmacks/#comments Wed, 10 Jan 2018 16:10:30 +0000 http://petrolhead.ch/?p=1535 [Weiterlesen]]]> In der neusten Episode von The Grand Tour ist zu sehen, wie Jeremy Clarkson mehrere Schafe zu Tode fährt. Zwar kommt im Nachhinein (und damit viel zu spät) über Social Media die Entwarnung, es habe sich nicht um echte Schafe gehandelt. Die Sendung hat aber einen grossen Aufwand betrieben, um die Zuschauer glauben zu lassen, dass echte Tiere zu Schaden gekommen seien. Wieso? Und darf man das? Jeremy Clarkson und das Ende des guten Geschmacks.

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Ich sehe mich als ziemlich grossen Fan von Top Gear. Ich habe die Sendung fast seit 2002 geschaut, als sie neu aufgelegt wurde, habe das Top Gear Studio und das Top Gear Museum besucht und bin über den Top Gear Test Track gefahren. Ich war traurig, als Jeremy Clarkson von BBC gefeuert wurde, aber nach all den Verwarnungen und letzten Verwarnungen war das nicht überraschend. Es war die richtige Entscheidung, da einen Produzenten zu schlagen nicht unbestraft bleiben soll.

Ich schaue The Grand Tour, mag die Sendung aber nicht so sehr wie ich Top Gear geliebt habe. Die Sendung ist zur Jeremy Clarkson Show verkümmert. Er will überall im Mittelpunkt stehen und hat James May und Richard Hammond zu Nebendarstellern degradiert. Ihre Challenges und Specials haben keinen Zweck, Mission oder Ziel mehr wie zu Top Gear-Zeiten. Die drei fahren einfach ziel- und planlos in der Gegend herum. Auch der „Amerikaner“ Testfahrer und der „Celebrity Brain Crash“-Teil waren blöd und wurden seither geändert.

In Episode 5 der 2. Staffel, die seit letztem Freitag auf Amazon Prime geschaut werden kann, hat Jeremy Clarkson behauptet, jeder könne so fahren wie Ken Block und ein tolles Gymkhana-Video machen. Das will er beweisen, indem er ein Video von sich einspielt, wie er über das Gelände eines Bauernhofs fährt, als James und Richard ihn unterbrechen und ein weiteres Video mit dem zeigen, was wirklich geschah: Jeremy bekam die Drehungen nicht hin und liess jemand anderen dafür antreten, er krachte in einen Zaun, ein Schlammloch, und in Schafe. Danach standen Jeremy und die Crew ziemlich bestürzt auf dem Feld, auf dem mehrere Schafe regungslos lagen, mit bedrückten Mienen.

Die Sendung endete ohne einen Hinweis oder ähnlichem, dass keine Tiere zu Schaden gekommen seien, und hinterliess damit Zweifel. Eine Mehrheit der Zuschauer war davon überzeugt, dass die Schafe „offensichtlich nicht echt seien und jeder, der das glaubt, ist ein Idiot“, oder dass die Schafe echt sind aber sie mittlerweile ja sowieso beim Metzger gelandet wären und es deshalb egal ist. Eine Minderheit hat angenommen, dass sie echt sind und fand es nicht in Ordnung, sie zu verletzen, oder es auch dann nicht in Ordnung ist, das vorzugeben, auch wenn sie nicht echt sind. Ich gehöre zur letzteren Gruppe, habe im Internet meine Meinung dazu gesagt und mein Amazon Prime-Abo sofort gekündigt.

Dann begannen Reaktionen einzutreffen. Und Mobbing und Beschimpfungen. Plötzlich ist die ganze Welt zu Schaf-Experten geworden. Nur, dass sie das ganz klar nicht waren. Obwohl sie’s (auch) nicht besser wussten, musste jeder seinen Senf dazu geben. Und meinte, je lauter er schreit, desto mehr sei er im Recht. Das haben sie gesagt:

„Man sieht doch genau, dass die Schafe offensichtlich nicht echt sind.“

  • Nein, sieht man nicht. Wir sehen hauptsächlich Aufnahmen aus dem Wageninneren, von einer Kamera, die auf Jeremy Clarkson gerichtet ist. Die betroffenen Schafe sind beim Überfahren nicht zu sehen, nur zu hören. Auch das Schaf, das gegen die Scheibe knallt, ist nur während Sekundenbruchteilen im Bild. Es ist also unmöglich, in dieser kurzen Zeit zu sehen, ob das Schaf echt ist oder nicht – ja sogar, um was oder welches Tier es sich dabei gehandelt hat. Es war auch sehr schwierig, überhaupt ein Bildschirmfoto des Vorfalls zu machen, da das Schaf so schnell im und wieder aus dem Bild ist.

  • In einer Totale ist Jeremy Clarkson und das Auto inmitten einer Wiese zu sehen, auf der im Hintergrund mehrere Schafe liegen. Da sie sich nicht bewegen, ist es noch schwieriger, zwischen echten toten und falschen Schafen zu unterscheiden.
  • In der Zwischenzeit tauchte auf Instagram ein Foto einer Produktionsassistentin auf, die eines der falschen Schafe trägt. Und es sieht ziemlich echt aus. Für die Sendung wurde also ein riesiger Aufwand betrieben, um den Zuschauern vorzugaukeln, es habe sich um echte Schafe gehandelt. Scheinbar wurden sogar die dumpfen Aufprallgeräusche extra eingespielt. Plastikschafe würden beim Überfahren ja einfach zerbrechen oder gar keinen Ton von sich geben. Das falsche Schaf, das gegen die Scheibe fliegt und sie dabei beschädigt, muss wohl extra beschwert worden sein. Ein leichtes Plastikschaf könnte schliesslich keinen solchen Schaden anrichten.

„Tote Schafe sehen nicht so aus.“

  • Doch, tun sie. Die Person meint die Beine einiger Schafe, die nicht zum Boden herunterhängen und scheinbar der Schwerkraft trotzen, da sie parallel zum Boden in der Luft sind. Er hat einfach keine Ahnung von Totenstarre. Der Tod beeinträchtigt die Muskeln des Körpers und führt dazu, dass die Tiere ihre Beine strecken, unabhängig davon, wie sie gerade auf dem Boden liegen. So steif bleiben sie dann während Stunden und es ist nicht möglich, ihre Gliedmassen in dieser Zeit zu bewegen.

  • Ein anderer Typ bestand darauf, dass die Schafe falsch sein müssen, weil kein Blut zu sehen ist oder Gedärme, das raushängt. Das ist natürlich Blödsinn. Wenn ein Schaf Opfer stumpfer Gewalt wird, kann es daran sterben, ohne dass Blut oder Innereien aus dem Körper austreten. Das Gegenteil wäre scharfe Gewalt, bei der eine Klinge, ein Projektil oder ähnliches in den Körper eintritt und dabei eine Öffnung schafft, durch die je nachdem Körperflüssigkeiten und Organe austreten können.
  • Die regungslosen Schafe auf der Wiese sehen ausserdem aus wie in Fotos von News-Berichten über von Wölfen oder dem Blitz getöteten Schafen. Aber scheinbar schaut niemand mehr Nachrichten.

„Die würden im Fernsehen keine Schafe töten.“

  • Ja, ich stimme zu, würden sie nicht. Aber The Grand Tour läuft NICHT im Fernsehen. Amazon Prime ist ein Video-on-Demand-Dienst. Als solcher untersteht er nicht denselben strikten Gesetzen und Richtlinien wie Filme oder Fernsehproduktionen wie zum Beispiel die BBC, sondern nur sehr minimalen Vorgaben, die hauptsächlich Werbung und Sponsoring betreffen. Ich habe diese Vorgaben durchgelesen und sie würden es problemlos zulassen, dass Tiere getötet werden, und wie das von The Grand Tour gezeigt bzw. nicht gezeigt wird.
  • Das Auto fuhr auf derselben Wiese, auf der sich auch die Schafe befinden, sehr nahe bei ihnen und mit einiger Geschwindigkeit, um sie in ihr Gehege zu treiben. Ich bin sicher, dass Clarkson nicht absichtlich ein Schaf überfahren und töten wollte. Aber man kan nie genau vorhersagen, in welche Richtung denn ein Schaf flüchten würde. Dass eines direkt vors Auto läuft, ist dabei mehr als nur wahrscheinlich. Es gibt schliesslich auch genügend Vorkommnisse, bei denen Wildschweine oder Rehe vor ein Auto laufen. Die toten Schafe wären also ein Unfall und natürlich dürfen Unfälle gezeigt werden.

  • Bedenkt man Jeremys Vorgeschichte mit Gewalt, sich nicht an Regeln halten und sich nie politisch korrekt verhalten, war es sogar wahrscheinlicher, dass er wirklich echte Schafe unabsichtlich getötet hat als nicht, und dass er ein Video davon zeigen würde.
  • James und Richard präsentieren den „Making of“-Clip, um zu zeigen, was wirklich geschah: der professionelle Fahrer, der die Kunststückchen gemacht hat, wie Jeremy immer wieder in den Zaun gekracht ist, und in die Schafe. In diesem Zusammenhang müssen wir annehmen (oder: sie wollen, dass wir annehmen), dass der Teil mit den Schafen ebenfalls wirklich passiert ist.

„Tiere werden in vielen Filmen und Fernsehserien ‚getötet‘. Warum hier nicht auch?“

  • Ja, selten werden in Filmen und Fernsehserien Tiere „getötet“. Obwohl die Produzenten versuchen, das nicht zu tun (genauso wie bezüglich Kindern) oder die Zahl auf ein Minimum zu beschränken. Aber alle wissen, dass das nicht echt ist. Es gibt viele professionell trainierte Tiere, die auf der Leinwand erscheinen. Sie schauspielern genauso wie die menschlichen Schauspieler, führen Tricks aus und geben vor, zu sterben. Aber Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond sind nicht Schauspieler in einer fiktionalen Sendung, sondern Journalisten in einer einer Auto-Unterhaltungssendung.
  • In Filmen und den meisten Fernsehserien erscheint am Ende eine Einblendung, die bestätigt, dass während der Produktion keine Tiere zu Schaden gekommen sind. Hier fehlte eine solche Einblendung/Hinweis/Aussage, dass keine Schafe verletzt wurden. Aufgrund des fehlenden Hinweises müssen die Zuschauer davon ausgehen, dass die Tiere in der Tat zu Schaden gekommen sind.

„Dich stört es ja nur, weil Du ein Veganer bist.“

  • Nein, bin ich nicht. Ich esse gerne Fleisch, auch wenn ich nicht jeden Tag einen Klumpen davon auf dem Teller haben muss. Und ich weiss auch, dass Tiere sterben müssen, damit ich Fleisch essen kann. Aber es gibt Gesetze für Aufzucht und Tötung von Tieren zu Nahrungszwecken. Ich bin nur ein Mensch mit einem Anstandsgefühl, der der Meinung ist, es sei nicht okay, Tiere zu reinen Unterhaltungszwecken zu verletzen oder das zumindest vorzugeben.
  • Ich glaube auch nicht, dass ich mit 39 Jahren plötzlich erwachsen geworden bin, sondern dass sich Jeremy, James und Richards Vorstellung davon, wie eine Autosendung auszusehen habe und was lustig ist, sich zum Schlechten gewendet haben, seit sie die BBC verlassen haben.

Nicht bestreiten, und dann die Diskussion nochmals anheizen

  • Etwa fünfzehn Stunden nachdem die Episode online verfügbar war, hat AmazonHelp damit begonnen, auf Tweets zu antworten, dass bei der Produktion von Episode 5 der 2. Staffel von The Grand Tour keine Schafe verletzt wurden. The Grand Tour begann ungefähr gleichzeitig damit, mit einem ähnlichen Text auf Kommentare auf Facebook zu antworten. Es ist unerklärlich, wieso beide darauf verzichtet haben, dies in einem eigenständigen Post oder Tweet öffentlich sichtbar mitzuteilen. Das ist eine Schande und wurde meiner Meinung nach sehr schlecht gelöst.
  • Später hat The Grand Tour die Diskussionen dann erneut angeheizt, indem sie auf Facebook und Twitter verkündet haben, der Farmkhana-Film sei einer der teuersten Produktionen der zweiten Staffel von The Grand Tour, hauptsächlich wegen all den Dingen, die Jeremy beschädigt und getötet hat. Auch das ist nicht gerade sehr clever.

Ist es lustig vorzugeben, dass Schafe getötet werden?

  • Mich hat schockiert zu sehen, wie vielen Zuschauern es egal ist, dass Schafe getötet oder vermeintlich getötet werden. Viele meinen sogar die beste bisherige Episode gewesen. „Jetzt bin ich hungrig!“, hat jemand kommentiert. So weit ist die Welt also schon gekommen.
  • Im Rampenlicht stehende Personen werden immer gerne als Vorbild genommen. Präsident Trump degradiert Frauen und macht rassistische Witze und niemand stellt ihm das ab. Nun ist ein solches (falsches!) Verhalten plötzlich salonfähig geworden. Dasselbe gilt für Clarkson. Wenn er uns zeigt, dass es in Ordnung ist, Tiere zu überfahren und zu töten, wird das mindestens einige der Zuschauer negativ beeinflussen. Gewalt gegen Tiere könnte steigen. Autofahrer könnten aufhören, für Katzen oder Hunde zu bremsen, die vor ihnen über die Strasse rennen. Deshalb ist es besonders wichtig, klipp und klar festzuhalten, dass es NICHT in Ordnung ist, Tiere zu quälen, zu verletzen oder zu töten oder dies vorzugeben. Es ist nicht lustig und wird es nie sein.

Zusammenfassend sind wir sicher alle froh, dass keine Schafe zu Schaden gekommen sind. Aber man konnte nur vom Zuschauen wirklich nicht sagen, ob es sich um echte oder falsche Schafe handelte. Einen solch grossen Aufwand mit lebensecht aussehenden falschen Schafen zu betreiben, um die Leute glauben zu lassen, es habe sich um echte Schafe gehandelt, ist, wie jemand auf Facebook korrekt beschrieb, ekelhaft. Das ist weit jenseits von lustig. Es ist das Ende allen guten Geschmacks. Ich habe für mich die Entscheidung getroffen und werde die Sendung zukünftig nicht mehr schauen.

Ich habe Top Gear geliebt, aber The Grand Tour ist lange nicht das, was Top Gear mal war. Ich habe mein Amazon Prime Abonnement gekündigt und sehe mir die Sendung nicht mehr an. Ich bin wirklich froh, dass sich das neue Top Gear so gut entwickelt hat – vielleicht nicht die erste neue Staffel mit Chris Evans, aber jetzt mit Matt LeBlanc und den anderen Moderatoren, die genau wissen, was sie machen und wovon sie sprechen. Ich freue mich jetzt auf die neue Top Gear-Staffel. :-)

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Jeremy Clarkson’s Farmkhana or the end of good taste https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/film-fernsehen/jeremy-clarksons-farmkhana-or-the-end-of-good-taste/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=jeremy-clarksons-farmkhana-or-the-end-of-good-taste https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/film-fernsehen/jeremy-clarksons-farmkhana-or-the-end-of-good-taste/#comments Wed, 10 Jan 2018 16:09:03 +0000 http://petrolhead.ch/?p=1540 [Weiterlesen]]]> In the latest episode of The Grand Tour, we watch Jeremy Clarkson running over and killing several sheep in ‚Farmkhana‘. Much later (too late), we learn on social media that these were fake sheep. The show has made a huge effort to pretend that real animals were harmed. Why? And should they? Jeremy Clarkson and the end of good taste.

Lese diesen Blogbeitrag auf Deutsch

Let me begin by stating that I consider myself quite a big fan of Top Gear. I have watched the show almost since it restarted in 2002, visited the Top Gear studio, the Top Gear Museum and drove on the Top Gear Test Track. I was sad when Jeremy Clarkson got fired by the BBC, but he had it coming after several warnings and last warnings. Still I think it was the right decision as punching a producer should not go unpunished.

I watch The Grand Tour but don’t like it as much as I liked Top Gear. It has just become the Jeremy Clarkson show with him in the middle of everything and James May and Richard Hammond degraded to mere stooges. Their challenges and specials don’t have a purpose, mission or destination like the Top Gear ones had. It’s just messing around aimlessly. Plus I really didn’t like ‚The American‘ test driver and the Celebrity Brain Crash parts which have since been abandoned.

In this week’s episode 5 of season 2, Jeremy Clarkson suggested that everyone could drive like Ken Block and do a great Gymkhana video. He wants to proof that by playing a video of him driving around on a farm when James and Richard interrupt and show another video about what really happened: Jeremy couldn’t do the spinning and had someone else do it, he crashed into fences, a mud hole, and sheep. Afterwards, Jeremy and the crew stood in a field, with several sheep lying around motionlessly, with concerned looks on their faces.

The show ended without any disclaimer about no animals were harmed, leaving everyone in doubt. A majority of viewers were convinced the sheep ‚were obviously fake and everyone who believes they were real are idiots‘, or that the sheep were real but they would’ve ended up at the butcher anyway so no worries, and a minority of viewers assumed they were real and it was not okay to hurt them or still not okay to pretend even if they were fake. I belong to the latter category, spoke my opinion on the internet and cancelled my Amazon Prime subscription immediately.

Then, the reactions started to arrive. And the bullying and name-calling. Suddenly, the whole world has become a sheep expert. Only they’re not, clearly. They just don’t know better but have an unbelievable urge to speak up. They think that the louder they are, the more they be right. Here’s what they say:

‚You see clearly that the sheep are obviously fake.‘

  • No, you can’t. We mostly see in-car footage of a camera directed at Jeremy Clarkson. The affected sheep are not seen during the driving segment, only heard, or they are only visible for a split second when one fake sheep got smashed into the windscreen and flies over the roof. So you really can’t tell whether this sheep is real or not, well, you maybe couldn’t even tell it was a sheep to begin with. It was also really difficult to get a screenshot of the incident as the sheep appeared and disappeared again so quickly.

  • There’s a long shot with Jeremy Clarkson and the car on the meadow, with several sheep lying in the background. As they are not moving at all, it’s even more difficult to distinguish between real but dead and fake ones.
  • We have since seen a photo of a production assistant carrying one of the fake sheep and it looks very real. They have therefore made a huge effort to trick the viewers into believing that the sheep were real. They seem to have even added thud-like impact sounds of the sheep. Plastic ones would just crack or make no sound at all. The fake sheep that gets smashed into the windscreen and cracks it in the process. Lightweight plastic sheep wouldn’t be able to cause such damage. It must have been loaded to the weight of a real one to be able to do that.

‚Dead sheep don’t look that way.‘

  • Yes, they do. The person is referring to the sheep’s legs which don’t hang to the ground, defying gravity as he seems to think, by pointing away from the body parallel to the ground. Unfortunately, he doesn’t know about rigor mortis. Being dead affects the body’s muscles and makes animals straighten their legs, no matter how they lie on the ground. They then stay stiff like this for hours. It’s impossible to rearrange their limbs during this time.

  • Another guy insisted that because of the lack of blood and guts hanging out of the sheep, they must be fake. Of course that’s rubbish. If a sheep gets hit by blunt force causing a blunt trauma, it can easily get injured and killed without any blood or guts leaving the body. The opposite would be called a penetrating trauma, when a blade, bullet or any other object enters the body, creating an opening through which bodily fluids or organs may come out.
  • The inanimate sheep on the meadow look like in photos from news stories where sheep got killed by wolves or bears or hit by a bolt of lightning. Apparently no-one watches the news anymore.

‚They wouldn’t kill sheep on TV.‘

  • Yes, I agree, they wouldn’t. However, The Grand Tour is NOT on TV. Amazon Prime is a video-on-demand service. They therefore don’t have to adhere to the same strict rules and regulations as film or TV productions, like the BBC, but only to very minimal standards mainly regulating advertising. I read through these standards and they would allow real sheep to be killed and the way The Grand Tour showed/not showed it.
  • The car drove on the same meadow that was used by the sheep, very close to them and with some speed in order to shepherd them into their pen. I’m sure Clarkson didn’t and wouldn’t aim for the sheep to kill them on purpose, but you can’t predict whether some sheep would flee in the wrong direction and end up in front of the car. There are enough incidents with boar and deer that run in front of cars. So the dead sheep would be an accident and of course they would be able to use that footage.

  • Given Jeremy’s track record with violence/not sticking to rules/never being politically correct, it was more likely that he really killed the sheep (by accident) than he didn’t, and that he would show a clip of it.
  • James and Richard present the ‚making of‘ clip to show what really happened: the professional driver who actually does the driving that looks good, how Jeremy kept crashing into the fence, the barn wall, and the sheep. In this context, we have to assume (or: they want to make us believe) that the sheep part was what really happened, too.

‚Animals are being ‚killed‘ in many films and TV series. So why do you bother here?‘

  • Yes, on rare occasion, animals are being ‚killed‘ in films and fictional TV series. Although producers try not to (as well as children) or keep the number to a minimum. But everyone knows that it’s not real. There are lots of professional animals trained to appear on screen. They act alongside the actors, do tricks and pretend to die. But Jeremy Clarkson, James May and Richard Hammond are not actors in a fictional production but journalists hosting a motoring entertainment show.
  • Films and most TV series state in the end credits that no animals were harmed during production. As there was no such message/disclaimer/statement that no sheep were harmed, they have left this topic unclear. Hence, the viewers were left to assume that animals indeed must have been harmed.

‚You’re just upset because you’re a vegan.‘

  • No, I’m not. I enjoy eating meat, I just don’t need a huge lump of it on my plate each day. I sure know that animals have to die in order for me to eat meat, but there are laws for breeding and killing animals for food. I’m just a decent human being who thinks that it’s not okay to harm animals or pretend to harm them for entertainment purposes only.
  • Also, I don’t believe that I have suddenly grown up at age 39 but that the show that Jeremy, James and Richard come up with has changed to the worse when they left the BBC.

Not denying, and then refueling the discussion about the sheep

  • Half a day after the episode became available online, AmazonHelp started to reply to tweets by stating that: ‚No sheep were hurt in the marking of The Grand Tour Season 2, Episode 5.‘ The Grand Tour started to comment the same in discussions on Facebook. However, they missed the opportunity to publicly state that no sheep were harmed in a stand-alone Facebook post or tweet. That’s a shame and, in my humble opinion, not handled well.
  • Later, The Grand Tour posted a confusing Facebook post and tweet saying that: ‚X-Ray fact: The Farmkhana film is one of the most expensive items in this season of The Grand Tour, mainly due to all the things Jeremy damaged and killed.‘ That’s not well done either.

Is it funny to pretend to kill sheep?

  • I’m shocked to see that most of the viewers are okay with the sheep to be killed – or pretend to be killed – and even say that this was the best episode so far. ‚Now I’m hungry!‘, someone commented. That’s what the world has become.
  • Public people set an example that will be followed by others. President Trump degraded women and made racist jokes and got away with it. Now such a (wrong) behaviour has suddenly become common and seemingly okay. Same goes for Clarkson. If he shows us that it’s okay to run over and kill sheep, it will affect at least some of the viewers. Torture and cruelty against animals could rise. Motorists could cease to stop for cats and dogs running across the street in front of them. That’s why we need to assure that no, it’s not okay to harm or pretend to harm animals. It’s not funny and never will be.

In conclusion, I guess we’re all glad that no sheep were harmed. You really couldn’t tell just from watching the episode. However, as one person on Facebook described it, it’s ‚disgusting‘ to make such an effort to trick people into believing that they were. That’s really going way beyond funny. It’s the end of good taste. I have made my decision and won’t watch the show anymore in the future.

I loved Top Gear, but The Grand Tour is nothing like Top Gear was. I have cancelled my Amazon Prime subscription and won’t watch it anymore. But I’m really glad that the new Top Gear is excellent entertainment – maybe not the first season with Chris Evans, but now with Matt LeBlanc and the other presenters who really know what they’re doing and what they’re talking about. I’m now looking forward to the new Top Gear season. :-)

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Noch mehr Affentheater in der zweiten Staffel von «The Grand Tour» https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/film-fernsehen/noch-mehr-affentheater-in-der-zweiten-staffel-von-the-grand-tour/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=noch-mehr-affentheater-in-der-zweiten-staffel-von-the-grand-tour https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/film-fernsehen/noch-mehr-affentheater-in-der-zweiten-staffel-von-the-grand-tour/#respond Thu, 07 Dec 2017 06:15:20 +0000 http://petrolhead.ch/?p=1508 [Weiterlesen]]]> Ab Freitag 8. Dezember 2017 läuft die zweite Staffel von «The Grand Tour» auf Amazon Prime. Und der Trailer für die Lieblingssendung aller Petrolheads mit den ehemaligen Top-Gear-Moderatoren Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond sieht mehr als nur vielversprechend aus. In der Schweiz kann die Sendung nur im Internet gestreamt werden. Immerhin sollte das aber einfacher möglich sein als früher.

Kritik berücksichtigt

Zum Glück haben Jeremy, James und Richard auf die Kritiker gehört und für die zweite Staffel Änderungen am Sendeformat vorgenommen. Den «Amerikaner» gibt’s nicht mehr und auch dem Sterben der Stars in «Celebrity Brain Crash» wurde ein Ende gesetzt. Dieser Teil der Show wird abgelöst durch «Halfa Romeo» («ein halber Alfa Romeo»), bei dem nun scheinbar doch Stars auftreten dürfen – die Top-Gear-Verpflichtungen der Moderatoren mit BBC hatten dies bisher verhindert. Für die erste Episode ist David Hasselhoff angekündigt.

Schade ist, dass «The Grand Tour» das Zelt nicht mehr überall auf der Welt aufschlagen wird. Die Sendung wird nur noch aus dem Studio in England moderiert.

Ansonsten bleibt aber alles gleich. Die drei tun weiterhin das, was sie am besten können: herumblödeln. Amazon wirbt denn auch mit: «Noch mehr Affentheater». Wir dürfen auf eine furiose Staffel mit vielen spannenden Berichten und Herausforderungen gespannt sein.

The Grand Tour 2. Staffel © Amazon.com

The Grand Tour 2. Staffel © Amazon.com

In der Schweiz unterwegs

Dass die drei Unheiligen in der zweiten Staffel auch in der Schweiz unterwegs sind, wissen wir von Richard Hammonds Unfall. Er war mit einem elektrisch angetriebenen Supersportwagen Rimac Concept_One bei einer Trainingsfahrt zum Hemberg Bergrennen im Kanton St. Gallen von der Strecke abgekommen und einen Abhang heruntergestürzt. Er konnte sich gerade noch aus dem Auto befreien, bevor es in Flammen aufgegangen ist und wegen der Batterie besonders heiss brannte.

Zum Glück ist Richard nicht viel passiert und er konnte das Spital nach ein paar Tagen schon wieder verlassen. Aber dieser Unfall erinnert sehr an seinen Dragster-Crash, den er beinahe nicht überlebt hatte. Auch hier hätte es viel schlimmer kommen können.

The Grand Tour 2. Staffel © Amazon.com

The Grand Tour 2. Staffel © Amazon.com

Amazon Prime 30 Tage kostenlos testen

Die zweite Staffel von «The Grand Tour» kann nur auf Amazon Prime geschaut werden. Dafür braucht es ein bestehendes Amazon-Benutzerkonto und eine hinterlegte Kreditkarte. Wer Amazon Prime bisher nicht genutzt hat (das kann auch eine andere Person im selben Haushalt sein!), kann sich für eine kostenlose, 30-tägige Probemitgliedschaft anmelden. Das reicht immerhin für vier Episoden, bevor’s kostet. Wie die Anmeldung genau geht, wird hier erklärt:

Sich für eine kostenlose Amazon Prime-Probemitgliedschaft während 30 Tagen anmelden

Falls auch bei Euch eine Auswahlmöglichkeit erscheint: Wählt «Amazon Prime» und nicht «Prime Video» aus.

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Da in der Schweiz noch immer keine Amazon Prime-Apps für Smart TVs, iPads und sonstige Geräte heruntergeladen werden können, kann die Sendung nur im Internet per Stream geschaut werden. Immerhin lässt sie sich so – je nach der Infrastruktur der Zuschauer – über ein Zwischengerät doch noch auf den Fernseher übertragen und dort geniessen.

Die zweite Staffel von von «The Grand Tour» läuft ab Freitag 8. Dezember 2017 auf Amazon Prime. Sie kann bereits ab Mitternacht mitteleuropäischer Zeit in der Nacht auf Freitag gestreamt werden. Viel Spass!

The Grand Tour 2. Staffel © Amazon.com

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Alle Bilder © Amazon.com

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Die zweite Episode von «The Grand Tour» ist… https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/film-fernsehen/die-zweite-episode-von-the-grand-tour-ist/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=die-zweite-episode-von-the-grand-tour-ist https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/film-fernsehen/die-zweite-episode-von-the-grand-tour-ist/#respond Sat, 26 Nov 2016 09:35:14 +0000 http://petrolhead.ch/?p=1082 [Weiterlesen]]]> … nicht so toll wie die erste. Seit letzter Woche ist die neue Auto-Show von Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond, «The Grand Tour», auf Amazon Prime (auch in der Schweiz – nur über den Computer-Browser, nicht als App) verfügbar. Die Euphorie über ihre Rückkehr und ihr bildgewaltiger Auftritt in der Wüste Kaliforniens mit Musik, die mir als Ohrwurm nicht mehr aus dem Kopf geht, hat sich seither ein wenig gelegt. In der Zweiten Episode haben sie Autos eher zur Nebensache erklärt. Und meine Befürchtungen wahr werden lassen, dass sie es so übertreiben mit lustig, bis es nicht mehr lustig ist. Jetzt weiterlesen, aber Vorsicht: Spoiler-Alarm! 

The Grand Tour, Episode 2: Willkommen

Aston Martin Vulcan

In der zweiten Episode mit dem Titel «Operation Wüstenkrampf» haben die drei ihr mobiles Studio-Zelt in Johannesburg in Südafrika aufgestellt. Und beginnen gleich mit dem Aston Martin Vulcan. Der ist definitiv eines der schönsten Autos, das in den letzten Jahren gebaut wurde. Auf diesen Supersportwagen aus der Vorschau habe ich mich am meisten gefreut. Mit seiner Candy-roten Farbe ist er der Hingucker schlechthin.

The Grand Tour, Episode 2: Aston Martin Vulcan The Grand Tour, Episode 2: Aston Martin Vulcan

Das Aston Martin-Team ist gleich mit zwei Vulcans hergekommen und ändert noch kräftig Einstellungen für die Fahrt über die Teststrecke. Am Steuer sitzt dabei wieder der missmutige Amerikaner, der schon in der ersten Episode nur mässig lustig war. Hier bricht die neue Sendung mit «Top Gear»-Traditionen: Der nicht strassenzugelassene Vulcan, der nur auf Rennstrecken gefahren werden darf, kommt trotzdem in die normale Bestzeiten-Tabelle (die er jetzt anführt) und wird nicht separat behandelt.

The Grand Tour, Episode 2: Der Amerikaner im Aston Martin VulcanThe Grand Tour, Episode 2: Aston Martin Vulcan

«Conversation Corner»

In der früheren Rubrik «News» sprechen die drei über die vielen Autodiebstähle in Südafrika und wundern sich, dass es sich beim meistgestohlenen Auto nicht etwa um einen teuren Sportwagen handelt, sondern um den VW Polo. Südafrikanische Autodiebe sind also eher bescheiden.

The Grand Tour, Episode 2: Conversation Corner

Special Forces Trainingsgelände in Jordanien

Nur wenig mit Autos zu tun hat die neuste Mission der drei Moderatoren, die fast die ganze restliche Sendezeit einnimmt. Sie lassen sich mit dem Kampfhelikopter auf dem neuen Trainingsgelände für Spezialeinheiten der Polizei und Armee absetzen und wollen deren Standard-Übungsmission nachstellen, bei der Terroristen Gebäude besetzt und ein Flugzeug gekidnappt haben. Jedes Mal, wenn dabei einer der drei stirbt, müssen sie von vorne anfangen. Und das kommt häufig vor.

The Grand Tour, Episode 2: Special ForcesThe Grand Tour, Episode 2: Special ForcesThe Grand Tour, Episode 2: Special ForcesThe Grand Tour, Episode 2: Special ForcesThe Grand Tour, Episode 2: Special ForcesThe Grand Tour, Episode 2: Special ForcesThe Grand Tour, Episode 2: Special Forces

Jeremy Clarkson wollte wohl unbedingt mal den Rambo geben und die ganze Welt daran teilhaben lassen. Natürlich gibt es dabei auch sehr lustige Momente und am Schluss hat’s doch noch etwas mit Autos zu tun, als die drei mit der geretteten Queen in einem gepanzerten Audi S8 Plus zur Britischen Botschaft flüchten. Trotzdem hätte dieses Segment auch nur halb so lange sein dürfen, um noch ein Auto zu präsentieren.

James May etwas tun lassen, das er nicht tun will

So ungefähr heisst ein weiteres neues Segment der Sendung und sowieso ist der arme James noch häufiger das Ziel von Streichen und Witzen als schon bei Top Gear. Sie schicken ihn zu einem Drifter-Treffen, bei dem Leute ihre Autos mit durchdrehenden Reifen im Kreis fahren lassen, bis die Reifen platzen.

The Grand Tour, Episode 2: DrifterThe Grand Tour, Episode 2: James May fühlt sich unwohl

Celebrity Brain Crash

Hoffentlich geben die drei nicht für den Rest der Staffel vor, einen berühmten Studiogast zu empfangen, nur dass der (oder sie) dann kurz vor dem Studio-Zelt zu Tode kommt. Dieses Mal wird Charlize Theron von einem Löwen zerfleischt.

The Grand Tour, Episode 2: Gleich wird Charlize Theron von einem Löwen zerfleischt

Fazit

Der Aston Martin Vulcan war super, der Rest der Sendung nicht so. Nicht jeder Klamauk ist wirklich lustig. Nun bleibt zu hoffen, dass die weitere Staffel wieder besser wird. Bisher war es auch fast ausschliesslich eine Jeremy Clarkson-Show. Ob auch mal ein anderer Moderator einen Supersportwagen vorstellen darf, nicht nur er?.

Die nächste Sendung wird aus Whitby in England ausgestrahlt.

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Mit «The Grand Tour» kehrt unser geliebtes «Top Gear» zurück auf den Bildschirm https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/film-fernsehen/mit-the-grand-tour-kehrt-unser-geliebtes-top-gear-zurueck-auf-den-bildschirm/?utm_source=rss&utm_medium=rss&utm_campaign=mit-the-grand-tour-kehrt-unser-geliebtes-top-gear-zurueck-auf-den-bildschirm https://petrolhead.ch/ferien-freizeit/film-fernsehen/mit-the-grand-tour-kehrt-unser-geliebtes-top-gear-zurueck-auf-den-bildschirm/#respond Fri, 18 Nov 2016 15:18:21 +0000 http://petrolhead.ch/?p=1051 [Weiterlesen]]]> Jeremy Clarkson, James May und Richard Hammond sind zurück! Ihre neue Auto-Sendung «The Grand Tour» und ist ausschliesslich auf Amazon Prime verfügbar – auch in der Schweiz, siehe hier. Die erste Episode «Die heilige Dreifaltigkeit» («The Holy Trinity») ist schnell, laut und durchgeknallt. Es fühlt sich genauso an wie das gute alte «Top Gear». Was passiert in dieser ersten Episode? Und was ist alles neu? Jetzt weiterlesen, aber Vorsicht: Spoiler-Alarm!

Von BBC gefeuert

Fast eineinhalb Jahre sind vergangen, seit die letzte Folge unserer Lieblings-Autosendung «Top Gear» im Fernsehen lief. Nachdem er einen Produzenten geschlagen hatte, als nach Drehschluss kein warmes Essen mehr erhältlich war, wurde Moderator Jeremy Clarkson vom Sender BBC entlassen. Die Sendung beginnt damit, wie Jeremy das Fernsehgebäude verlässt und ein Taxi Richtung Flughafen nimmt.

The Grand Tour: Jeremy Clarkson, von BBC gefeuert

Sein Ziel ist Los Angeles. Zur Musik von «I can see clearly now» fährt er dort mit einem Ford Mustang Mietwagen aus dem Parkhaus und los in die Zukunft. Schon bald ist er wieder vereint mit James May und Richard Hammond und auf dem Weg in die Wüste zum neuen, mobilen Studio-Zelt, mit dem die drei durch die Welt touren und jedes Mal von einem anderen Ort aus senden.

The Grand Tour: im Ford Mustang durch die Wüste von Kalifornien

Die heilige Dreifaltigkeit

Die erste Episode heisst «Die heilige Dreifaltigkeit» und man fragt sich doch, ob die drei Moderatoren damit sich selbst oder die Autos meinen, mit denen sie gleich in Portugal gegeneinander antreten werden. Dies sind ein Porsche 918 Spyder (Richard, wie kann es anders sein), ein Ferrari LaFerrari (James) und ein McLaren P1. Dabei muss der arme James immer noch als Ziel von Jeremys und Richards Scherzen herhalten. Bisher hat sich nichts geändert.

The Grand Tour: Wettrennen zwischen Porsche 918, Ferrari LaFerrari und McLaren P1

«Conversation Street»

Anstelle der News gibt es ein neues Segment namens «Conversation Street». Hier machen sich Jeremy und Richard darüber lustig, wie James kürzlich geblitzt wurde… mit rund 50 km/h. Auch hier bleibt er für die beiden Captain Slow.

Der neue Test Track

Die Jungs wurden von den Amazon-Anwälten gewarnt, möglichst wenige Elemente von Top Gear zu übernehmen, um nicht in einem Rechtsstreit mit BBC zu enden. Aber auf die eigene Teststrecke zu verzichten kam einfach nicht infrage.

The Grand Tour: Die neue Teststrecke

Jeremy scherzt, die neue Teststrecke sehe aus wie der Ebola-Virus, und benennt sie «Eboladrome». Auf den ersten Blick scheint die Strecke ziemlich kurz zu sein, aber das täuscht auch deswegen, weil auf einem guten Stück in beiden Richtungen gefahren wird.

Von der Start/Ziel-Linie geht’s auf die «Isn’t straight» («Ist nicht gerade») und zur Schleife «Your name here» («Dein Name hier»), für die noch ein Sponsor gesucht wird. Dann die nicht so Gerade wieder zurück und rechts hinein in die Haarnadelkurve «Old Lady’s House» mit einem Wohnhaus neben der Linkskurve. Dann geradeaus bis zu zwei rechtwinkligen Linkskurven, «Substation» und «Final 90 degree» und wieder über die Start/Ziel-Linie. Beim Track handelt es sich um einen ehemaligen Stützpunkt der Royal Air Force in der Nähe von Swinton, der leicht angepasst wurde.

The Grand Tour: Die neue Teststrecke

Es ist klar, dass der Stig nicht mitkommen durfte. Beim neuen Rennfahrer, der hier Autos testet, handelt es sich um den amerikanischen Nascar-Rennfahrer Mike Skinner, der hier als «The American» unterwegs ist. Amazon habe auf einen Amerikaner bestanden, sagt Jeremy. Auf den ersten Blick scheint er etwas gewöhnungsbedürftig, da für ihn alle Autos mit mehr oder weniger als acht Zylindern Kommunisten sind.

The Grand Tour: Stig-Nachfolger Mike Skinner

Der Amerikaner hat bereits einige Zeiten zum Vergleich vorgelegt und ist heute mit dem BMW M2 unterwegs, nach Richard der beste M-BMW aller Zeiten. Der es dann zeitmässig doch nur auf die Plätze hinter dem M3 und M5 schafft.

The Grand Tour: BMW M2 auf der neuen Teststrecke

The Grand Tour: Das neue digitale Lap Times Board

«Celebrity Brain Crash»

Schon rein vom Konzept her wird es keine Studiogäste mehr geben, die auf der Teststrecke ihre Runden drehen. Denn das Zelt befindet sich ja immer an einem anderen Ort und die Strecke ist da nie mit dabei. Und das mit dem Studiogast ohne Fahren will nicht so recht klappen. Der eingeladene Jeremy Renner springt mit dem Fallschirm ab, der sich nicht öffnet, Ersatzgast Arnie Hammer stirbt an einem Schlangenbiss und Ersatz-Ersatzgast Carol Vorderman liegt tot am Boden… natürlich ist alles nicht echt, sondern nur Klamauk.

The Grand Tour: RIP Studiogast

Nach diesem Intermezzo geht’s weiter mit den drei Hypercars. Beim Beschleunigungsrennen stellen die Moderatoren fest, dass alle drei Autos schnell sind und es eigentlich auf die Schuhe des Fahrers ankommt, ob man jetzt schnell oder weniger schnell losfahren kann.

The Grand Tour: Mit dem McLaren P1, Porsche 918 und Ferrari LaFerrari auf der Formel 1-Strecke in Portugal

Schliesslich flitzt der belgische Autorennfahrer Jérôme D’Ambrosio mit allen drei Autos über die Rennstrecke, um herauszufinden, welches denn nun das schnellste ist. Dabei ist Jeremy Clarkson so vom McLaren überzeugt, dass er mit den andern wettet, sie dürfen sein Haus abreissen, sollte er nicht gewinnen. Was doch gespannt macht auf die nächsten Sendungen… denn der McLaren landet nur auf Platz 3, hinter dem Porsche und dem Ferrari.

The Grand Tour: Das neue mobile Studio-Zelt

Fazit

Mir hat die erste Episode sehr gut gefallen. Es fühlte sich wieder an wie früher. «The Grand Tour» ist mehr «Top Gear» als «Top Gear». Lest dazu auch unten weiter. Keine andere Sendung schafft es, drei gestandene Männer wieder zu Kindsköpfen werden zu lassen, die nur an Schabernack interessiert sind. Untereinander und mit dem Publikum, als sie einen Streit darüber anfingen, ob jetzt die englische oder amerikanische Luftwaffe besser ist, und schlussendlich hinter einem Tisch in Deckung gehen müssen.

The Grand Tour: Wenn man das Studiopublikum gegen sich aufbringt

Schade, dass in der ersten Episode nur die drei Hypercars und der BMW M2 vorgestellt wurden, aber hey, das war die erste Episode, in der das neue Konzept vorgestellt werden musste. Die Vorschau auf die nächsten Folgen macht jedenfalls Lust auf mehr. Ich freue mich ja immer besonders auf die Sendungen, in denen die drei irgendwo auf Abenteuerfahrt gehen.

Die nächste Episode wird aus Johannesburg gesendet, die dritte aus Whitby in England. Weitere Standorte sind Rotterdam, Lappland, Stuttgart, Nashville, Loch Ness und Dubai. Wir können uns also mindestens auf acht weitere Folgen freuen.

Was wurde aus BBC Top Gear?

BBC hat in der Zwischenzeit eine neue Staffel von «Top Gear» produziert. Radiomoderator Chris Evans wurde als Hauptmoderator gewonnen, hat sich aber als wenig geeignet herausgestellt, der über die ganze Staffel hinweg hölzern und die Texte einstudiert wirkten. Er wird Top Gear nicht weiter moderieren. Hoffentlich bleibt der amerikanische Schauspieler Matt LeBlanc. Seine Lockerheit kommt super rüber. Er ist ein Naturtalent und wie für die Sendung gemacht. Dasselbe gilt für den ehemaligen Autorennfahrer und Formel 1-Rennstallbesitzer Eddie Jordan. Gar nicht gewusst, dass der so lustig ist! Zum erweiterten Moderatoren-Team gehören die deutsche Rennfahrerin Sabine Schmitz und die Journalisten Chris Harris und Rory Reid, die zwar eine tolle Figur abgeben, aber eher eine untergeordnete Rolle spielen. Alle haben sich bemüht, den Zuschauern ein tolles Erlebnis zu bieten, das in Teilen sehr ähnlich wie die frühere Sendung war, in Teilen aber auch ganz anders. Besonders die Entscheidung, zwei Studiogäste gleichzeitig einzuladen, die dann kurz etwas über den jeweils anderen erzählen und wonach die Zuschauer im Studio für die ersten und Lieblingsautos der beiden klatschen konnten, finde ich eher unglücklich. Wann und mit welcher Moderatoren-Konstellation die nächste 24. Staffel ins Fersehen kommt, ist noch nicht klar.

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